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Lydia Hearst provoziert gerne, gerade mit einem Still-Foto. Dabei ist sie gar keine Mutter.
Lydia Hearst provoziert gerne, gerade mit einem Still-Foto. Dabei ist sie gar keine Mutter.(Foto: AP)

Model provoziert mit Still-Foto: Wofür werben diese Brüste?

Werbung soll Aufmerksamkeit erregen - und dann am besten zum Kauf einladen. Dass eine Firma ihr Produkt also mit Brüsten anpreist, ist so verständlich wie bewährt. Gut aussehen tut das, aber es kann auch ganz schön in die Irre führen.

Na, was haben Sie sich so vorgenommen fürs neue Jahr? Vielleicht weniger rauchen? Oder mehr Sport? Auf dieser gedanklichen Welle surft ein Fitnessstudio mit seiner neuen Werbekampagne. Pünktlich zum Jahresanfang fordert Equinox auf: "Commit to Something". Das bedeutet so viel wie: Leg dich auf etwas fest und dann zieh es durch.

Was nun das Bild der stillenden Dame damit zu tun hat? Sie erklärt, wie sich "Commit to Something" ebenfalls lesen lässt: Wenn schon, denn schon! Wenn schon stillen, wieso nicht einfach gleich zwei Kinder? Wenn schon stillen in der Öffentlichkeit, wieso denn dann nicht gleich mit Stil?

Der renommierte Modefotograf Steven Meisel solle mit den Aufnahmen Normen auf hoch ästhetische Weise brechen, schreibt das Branchenportal "Ad Age", wo es auch die übrigen Kampagnenbilder zu sehen gibt. Und Stillende müssen sich eben immer noch verstecken. Vor einigen Monaten erst machten unzählige Mütter ihrem Unmut über die aufgezwungene Scham mit dem Hashtag #brelfie Luft.

Der Cheerleader & die Katzenfrau

Dass Meisels Model Lydia Hearst für die neue Equinox-Kampagne nicht nur fremde Kinder stillt, sondern selbst nicht einmal Mutter ist, tut für die Botschaft nichts zur Sache. Die Stillende gesellt sich etwa zu einem männlichen Cheerleader oder einer Dame, die zwar mit mehr als einem Dutzend Katzen lebt, dennoch aber mehr attraktiv als abschreckend daherkommt.

Die Kampagne spiegele aktuelle gesellschaftliche Belange, anstatt bloß Menschen mit oberflächlichen Gegenständen abzubilden, erklärt Klein seine Motive. Ob man dem Fotografen sein Porträt als Bild weiblicher Selbstbestimmung so abkaufen mag? Das muss am Ende jeder selbst entscheiden. Und falls er sich dann noch daran erinnert, dass hier ein Fitnessstudio beworben wird: Glückwunsch!

Hearst wird sich jedenfalls durch den ganzen Wirbel nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nicht nur ist die 31-Jährige Erbin eines Medien-Imperiums, sie ist auch Schocker-erfahren. Wenn das Model schauspielert, dann nämlich vorzugsweise in Horrorfilmen. Dafür lässt sie sich dann zum Beispiel das hübsche Gesicht mit Pusteln übersähen oder spuckt grünen Schnodder - dann vielleicht doch lieber mit Kindskopf überm Nippel.

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Quelle: n-tv.de

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