Donnerstag, 02. Oktober 2008
Keltis: Die Pfade des Lebens
"Keltis" ist das "Spiel des Jahres 2008". Das heißt nicht, dass man das Spiel gut finden muss. Doch es passt sehr gut in unsere Zeit. Langes studieren der Spieleanleitung entfällt. Ein kurzes Querlesen reicht und schon kann es losgehen. Zwei bis vier Spieler müssen mit ihren Wertungssteinen auf fünf verschiedenen Punktleisten vorrücken. Wer am Ende in der Summe die meisten Punkte hat gewinnt. Durch den Einsatz von Bonuskärtchen die auf den verschiedenfarbigen Punktleisten immer anders verteilt sind, gleicht kein Spiel dem anderen. Durch die Bonuskärtchen kommt man schneller vorwärts oder erhält zusätzliche Siegpunkte.
Wer viel spielt, dem wird die Grundidee bekannt vorkommen. "'Keltis' hat 'Lost Cities' als Vorläufer. 'Keltis' war originär so angelegt, dass es ein 'Lost Cities' Brettspiel wird und ist dann erst in der Diskussion mit dem Verlag Kosmos abgewandelt worden", klärt Spieleautor Reiner Knizia auf. Das "Lost Cities" Kartenspiel hat sehr viele Fans, weil es für Spielefreaks wie Gelegenheitsspieler gleichermaßen geeignet ist. Allerdings kann man "Lost Cities" nur mit zwei Personen spielen. "Ziel war nun, dass Spiel so zu erweitern, dass man es auch mit mehreren Personen spielen kann", so Knizia. Und heraus kam "Keltis".
"Keltis" bietet eine gelungene Mischung aus Glück und Taktik, gewürzt mit einer Prise Schadenfreude, urteilte die Jury des "Spiel-des-Jahres-2008"-Preises. Mittlerweile ist das im Kosmos-Verlag erschiene Spiel schon für knapp 19 Euro zu haben und damit eine gute Investition.
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