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Der Jolster See in Norwegen: Natur pur.
Der Jolster See in Norwegen: Natur pur.(Foto: Jolster Lake (Foto: Mosler/Edition Panorama))
Samstag, 03. März 2012

Ruhe und Einsamkeit in blau, grün und weiß: "Norway" oder: Der Weg nach Norden

von Thomas Badtke

Türkisfarbenes Meer und weiße Sandstrände gehören zu Norwegen wie die dunkel und spitz aufragenden Berggipfel. Fjorde, Fjelle, Mitternachtssonne, Polarlicht, Nordkap: Naturschauspiele sind im Land am Rand des Kontinents ebenso zu Hause wie Wikinger. Eine Entdeckungsreise.

Der Weg ist das Ziel, heißt es. Wer den Weg nach Norden wählt, landet unweigerlich in Norwegen. Das verrät bereits der Name: Norge, abgeleitet von Nordvegr, "Weg nach Norden". Dieser Weg ist zwar lang, aber er lohnt sich. Wer einmal Norwegen besucht hat, den lassen dessen spektakulären und bizarren Landschaften nicht mehr los. Die Erinnerungen an schroffe Felsen, enge Fjorde, an weitreichende Fjelle, das blaue Meer, die weißen Sandstrände, die grünen Wälder und an klaren Seen sind zu eindrucksvoll, als das man sie so einfach vergessen könnte. Heja Norge! Unvergleichliche Natur!

Norwegens Fjorde sind nicht nur ein Paradies für Angler.
Norwegens Fjorde sind nicht nur ein Paradies für Angler.(Foto: Edition Panorama)

Berge und Wasser scheinen miteinander zu verschmelzen. Norwegens Küste wird von unzähligen Fjordmündungen geprägt. Sie winden sich, verästeln und verjüngen sich, je weiter sie ins Landesinnere reichen. Mehr als 200 Kilometer können es werden. An ihren Ufern ragen steile Bergwände empor, dessen spitze Gipfel nicht selten erst 1000 Meter über dem Wasser enden. Sie können aber ebenso weit in die Tiefe reichen. Kein Fjord ist gleich, jeder ist anders: rau, lieblich, schmal, breit. Nur eines haben alle gemeinsam: Sie sind vor rund drei Millionen Jahren entstanden, als die letzte Eiszeit ihre formenden Hände anlegte.

Den unzähligen Fjorden verdankt Norwegen auch seinen Ruf als Seefahrernation. Vor allem die Wikinger sorgten dafür, dass er weithin getragen wurde. Bis nach Amerika reichen die Spuren ihrer furchteinflößenden Drachenboote, mit denen sie einst auf Beutezug gingen. "Die Wikinger kommen!" Noch heute flößt dieser Ausruf Respekt ein. Doch statt auf hoher See versuchen sich die Nachfahren der Wikinger heute lieber im Wintersport. Mehr noch als Kufen lieben die Norweger die Ski. Egal ob Abfahrt-, Sprung- oder Langlaufski - ein echter Norweger fühlt sich nur in der Natur und auf seinen Brettern wohl.

Axel M. Moslers Bildband "Norway" ist im Verlag Edition Panorama erschienen.
Axel M. Moslers Bildband "Norway" ist im Verlag Edition Panorama erschienen.(Foto: Edition Panorama)

Selbst die Stadtmenschen - immerhin etwa 80 Prozent der knapp 4,8 Millionen Norweger leben heute in den Ballungszentren - können nicht ohne sie. In jeder freien Minute geht es hinaus in die Natur. Im Winter auf die Bretter, im Sommer auf die Räder. Ziel ist meist des Norwegers bekannte kleine Hütte. Die einfachen Holzhäuser liegen oft an einem See, ohne Boot gibt es sie nur selten. Beim Angeln schalten sie dann vom Alltagsstress ab. Genießen die Ruhe und die Einsamkeit der weiten Natur.

Natur und Magie

Die müssen sie mittlerweile aber mit immer mehr Touristen teilen. Vor allem im Sommer strömen sie gen Norden, nach Hammerfest, ans Nordkap, ans Ende der Welt - oder zumindest von Europa. Sie genießen das Licht der Mitternachtssonne, das rund 80 Tage im Jahr erstrahlt und die Dunkelheit verdrängt. Die kehrt allerdings im Herbst recht schnell zurück und mit aller Macht. Aber dann bringt sie auch die berühmten Polarlichter mit, Aurora borealis. Wer sie einmal gesehen hat, vergisst ihre Farbenspiele nicht mehr: rosa, lila, gelb, grün - in allen Schattierungen und fast scheint es, als ob das menschliche Auge das Spektrum nicht mehr wahrnehmen kann. Pure Magie - wie Norwegen selbst. Das Ziel ist erreicht.

Der Weg nach Norden beginnt hier: im Panoramabildband "Norway" von Axel M. Mosler, erschienen im Verlag Edition Panorama. Endlose Wälder, rauschende Wasserfälle, glasklare Seen, ungebändigte Flüsse, weiße Sandstrände, türkisfarbenes Meer, schneeweiße Gipfel, ewiges Eis - auf 50 Farb-Panoramafotografien fängt der Foto-Designer und Landschaftsfotograf Mosler die pure Schönheit Norwegens ein. Er schafft es, die Vielschichtigkeit der norwegischen Natur eindrucksvoll ins Bild zu setzen. Der Begleittext von Iris Lemanczyk fasst die Einzigartigkeit des Landes am Rande des Kontinents in wunderschöne Worte. Beides zusammen setzt dem Land, das Honore de Balzác einst als "die Schweiz am Meer" beschrieb, ein fotografisches Denkmal. 

 

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Quelle: n-tv.de

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