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Mit Abbas und ScharonBratkartoffeln und Hühnchen

03.02.2005, 02:00 Uhr

Auf der Suche nach einem leckeren Abendessen stieß n-tv Korrespondent Ulrich Sahm auf "Abbas' Bratkartoffeln". Als Pendant dazu empfiehlt er "Scharons schreckliche Hühnchen-Fajitas".

"Die Politik in Nahost ist ziemlich ungenießbar", meldet sich n-tv Korrespondent Ulrich W. Sahm aus Jerusalem bei "Essen & Trinken" auf n-tv.de zu Wort, "und die Politiker dort erst recht": "Sie den Zuschauern schmackhaft zu machen, ist so eine Sache, auch für Korrespondenten. Man gerät leicht in den Verdacht, parteiisch zu sein."

"Bei der Suche nach einem leckeren Abendessen, stießen wir im Internet zuerst auf "Abbas Bratkartoffeln" und dachten, dass da zur Ergänzung - vielleicht im Vorfeld des geplanten Gipfeltreffens des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon "Scharons schreckliche Hühnchen-Fajitas" gut passen würden."

Das Abbas-Rezept hat übrigens mit dem Palästinenserpräsidenten nichts zu tun. Aber das muss man ja niemandem verraten! Nach Einschätzung von Ulrich Sahm sind die Bratkartoffeln "ziemlich gemäßigt im Geschmack". Beim Scharon-Rezept allerdings könne man sich "leicht den Mund verbrennen, weil es relativ scharf ist, wenn man nicht daran gewöhnt ist".

Abbas Bratkartoffeln "Pandjerah-Kabab"

Zutaten

1 kg Lammkeule

40 g Butterschmalz

30 g Tomatenmark (bitte keinen Ketchup nehmen)

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

1 TL Zimtpulver

1/8 l heißes Wasser

1 kg fest kochende Kartoffeln

1/8 l Olivenöl

1 Kapsel Safranfäden

1/8 l kochendes Wasser

2 Bund Frühlingszwiebeln oder 500 g Zwiebeln, fein gehackt

Zubereitung

Das Lammfleisch von Haut und Fett befreien und klein würfeln. In einem Schmortopf im heißen Butterschmalz rundherum anbraten. Das Tomatenmark unterrühren und anschwitzen. Das Fleisch mit Pfeffer, Salz und Zimt würzen. Das heiße Wasser dazu gießen und gut eine Stunde köcheln lassen. Den Deckel nicht ganz auf den Topf legen, sondern einen Spalt offen lassen.

Die geschälten Kartoffeln genau so klein wie das Fleisch würfeln. 30 Minuten in kaltem Wasser stehen lassen, um die Stärke auszuschwemmen. Die Kartoffelstückchen abbrausen und mit Küchenkrepp trocken tupfen.

Die Kartoffeln möglichst in einer beschichteten Pfanne im heißen Öl rundum scharf anbraten. Salzen. Den Safran in dem kochendem Wasser auflösen und unterrühren. Die Kartoffeln weiter braten, bis sie rundherum knusprig sind und die Flüssigkeit verdampft ist.

Das Fleisch mit der Sauce auf eine heiße Servierplatte geben und mit den gehackten Frühlingszwiebeln bedecken. Die Kartoffeln kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen und auf die Zwiebeln türmen. (Wer es schärfer möchte, nimmt rohe Zwiebeln statt Frühlingszwiebeln. So steht es übrigens auch im Originalrezept von Ilse Ghods, Emden)

Sharons schreckliche Hühnchen-Fajitas

Zutaten Marinade:

2 EL Öl

2 EL Zitronensaft

1 TL Knoblauchpulver

1 1/2 TL gewürztes Salz

1 1/2 TL Oregano

1 1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel (Cumin)

1/2 TL Chilipulver

1/2 TL Paprika

1/2 TL gemahlene trockene Pfefferschoten

ca. 700 g Hühnerbrust, in Streifen geschnitten

Zutaten Fajitas:

1/2 Tasse kleingeschnittene Zwiebel

4 Frühlingszwiebeln

1/2 roter Paprika, in Streifen geschnitten

1/2 grüner Paprika, in Streifen geschnitten

Zubereitung

Die Hühnerbrüste über Nacht in die Marinade einlegen. In einer Pfanne das geschnittene Gemüse in wenig Öl oder Butter sautieren (In flacher Pfanne bei starker Hitze schnell garen. Immer nur soviel in die Pfanne tun, dass das Gemüse nur nebeneinander liegt. Durch Schwenken der Pfanne das Gargut wenden. ? Geht auch mit vorsichtigem Wenden der Gemüsestreifen mit einem Pfannenwender. Muss aber alles "knackig" bleiben.) Das Gemüse aus der Pfanne nehmen.

Kaufberatung: Mit dem Sous-Vide-Garer-Vergleich das richtige Produkt finden

Dann in der Pfanne das Fleisch mit Marinade etwa 4-5 min sautieren, bis das Fleisch gar ist. Gemüse wieder in Pfanne geben und mit dem Fleisch vermischen. Alles noch mal kurz erhitzen.

Schmeckt mit mexikanischen Tortillas, zerpflücktem Salat, klein geschnittenen Tomaten, einem scharfen Käse, saurer Sahne, Guacamole und Taco-Sauce.

Sie merken schon: Beide Gerichte sind aus der indischen bzw. mexikanischen Küche. Dennoch: Mögen Abbas und Scharon allen munden. (Das ist keine politische Aussage.)

Viel Spaß wünschen Ulrich W.Sahm und Heidi Driesner

Quelle: ntv.de