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Das Geheimnis von "Skyfall"?
Das Geheimnis von "Skyfall"?(Foto: AP)

"Träumen Sie von 007?": Daniel Craig, Bond-Woman & Skyfall

Ja, das ist kein Bond-Girlie mehr, was wir da sehen, und der Agent im Auftrag Ihrer Majestät ist auch nicht mehr der alte Macho, sondern eher ein Frauenversteher. Warum dieser 007-Film dennoch zu den besten gehört, verraten Daniel Craig und Bérénice Marlohe im Interview mit n-tv.de.

Das ist der Film, dem die Fans seit Jahren entgegenfiebern - und das Gute daran: zu Recht. Regisseur Sam Mendes hat ein bildgewaltiges Meisterwerk geschaffen, Daniel Craig hat seine Abneigung gegen Körperertüchtigungen der harten Gangart zum Glück abgelegt, Bérénice Marlohe ist ein würdiges Bond-Girl mit einem leider viel zu kurzen Auftritt, und auch die übrigen Rollen - M, Moneypenny, Q - wurden bravourös besetzt. Ausnahme: Javier Bardem. Der ist als Bösewicht so dermaßen gut, dass man sich fragt, wie er jemals wieder eine mittelmäßige Rolle annehmen sollte.

Seit 50 Jahren verfolgt Martini-Liebhaber Bond mittlerweile die Verbrecher rund um den Erdball - in wechselnder Besetzung und mit wechselndem Erfolg. Doch der Jubiläums-Bond verspricht, zu den großartigen Abenteuern des Agenten Ihrer Majestät zu gehören: Eine atemberaubende Mischung aus Action, Spannung, Gefühl, Witz und einer Spur Nachdenklichkeit reißt den Zuschauer 146 Minuten lang mit. Und da die altmodische Art der Spionage endgültig dem letzten Jahrhundert anzugehören scheint, ist auch James Bond mehr oder weniger im World Wide Web angekommen: Ein Hacker droht dem britischen Geheimdienst, eine Liste seiner Agenten ins Internet zu stellen und so alle Geheimoperationen auffliegen zu lassen. Das bedeutet, dass Bond mit Hilfe des neuen Tüftler-Genies Q erstmal einer Computerfestplatte hinterherjagt. Und der Lebens-Geschichte von M, der er sich als treuer Diener, Freund und Angestellter erweist, obwohl sie ihm zu verstehen gibt, dass sie ihn jederzeit fallenlassen könnte.

Schauplätze sind natürlich London, Schanghai, Istanbul und die schottischen Highlands. Noch nie wurde dem Zuschauer so viel über James Bonds Herkunft und Privatleben verraten wie in "Skyfall". Und es hätte ruhig noch mehr von allem geben können: Babyfotos vom kleinen James vor dem knisternden schottischen Kamin zum Beispiel. Oder mehr Liebesszenen. Ja, es seien mehr Kussszenen von ihm und Bérénice Marlohe gedreht worden, räumt Craig ein, die seien jedoch der Schere zum Opfer gefallen. Schade. Trostpflaster: Die Neubesetzung der sonst gern etwas ältlich und gouvernantig wirkenden Moneypenny ist so gelungen, dass man auch zwischen den beiden auf mehr hoffen darf. Und überhaupt: Craig hat bei der Deutschland-Premiere in Berlin angekündigt, für zwei weitere Episoden unterschrieben zu haben. Das Aufatmen bei den Fans von hier bis Timbuktu war deutlich zu hören.

Ein unglaublich dichtes Drehbuch, ...
Ein unglaublich dichtes Drehbuch, ...(Foto: dapd)

n-tv.de: Mr. Craig, träumen Sie nachts manchmal von James Bond?

Daniel Craig: (lacht, guckt schräg) Nein, nie! Und Sie?

Ja, schon, ab und an.

Und was?

Darüber möchte ich an dieser Stelle nicht sprechen.

(lacht) Dann reden wir über etwas anderes, okay.

Wie lange brauchen Sie, um die Rolle des James Bond wieder abzulegen? Man hat nach dem Film nicht übel Lust, mit 180 durch die Stadt zu fahren, alles umzunieten, was sich einem in den Weg stellt und man will viel trinken. Und küssen. Und cool sein.

(lacht) Warum haben Sie eben diese komische Handbewegung gemacht, bei "ablegen"? Egal, ich sag' Ihnen was: Ich brauche dafür nicht lange, denn ich bin nicht James Bond. Es ist eine Rolle, zwar eine besondere, aber ich bin privat ganz anders als 007 und deswegen hab' ich da eigentlich keine Schwierigkeiten. Ich meine, hey, das ist James Bond! Denken Sie wirklich, ich denke, ich wäre wie James Bond?

Mhh ...

... ein Bond-Girl, das in Wahrheit eine Bond-Woman ist, ...
... ein Bond-Girl, das in Wahrheit eine Bond-Woman ist, ...(Foto: dpa)

(er lächelt) Enttäuscht?

Nein, alles okay. Gut, wie war es, die Szene mit Javier Bardem zu drehen, in der Sie gefesselt sind und er ganz langsam an Ihrem Oberschenkel auf- und abstreicht?

Sie meinen, ob Bond homoerotische Gefühle entwickelt? Nein, er ist nicht schwul. Wir quatschen da so ein bisschen, das stimmt, aber das ist nur Gerede. Ich meine, ich bin gefesselt! Und ich kann nur sagen, keine Ahnung, ob James Bond jemals schwul sein wird, aber mein James Bond sicher nicht. (lacht) Natürlich könnte ein Bond auch schwul sein, aber jetzt mal ehrlich: "This guy fucks anything!" Das bin ich nicht, ich seh' die Welt nicht so wie James Bond. Der sieht die Welt durch seine überaus dominanten Augen, und er will die Menschen dominieren, sorry, he wants to fuck them. Und das ist ein ganz schlimmes Problem, das hat überhaupt nichts mit Sexualität zu tun. Aber er ist auch so verdammt selbstsicher, das mag ich an ihm. Ich hoffe auch, dass ich den Bond einigermaßen erwachsen rüberbringe. Aber mal abgesehen davon haben wir viel gekichert, als Javier und ich diese Szene gedreht haben.

Wie war es mit Javier denn? Er ist so ein böser Mensch in diesem Film.

Es war fantastisch. Es ist großartig, was er aus der Rolle gemacht hat. Es ist ein andauernder Ritt auf Messers Schneide. Er hat diesem Monster Leben eingehaucht, ein großartiger Typ! Er wirkt echt gruselig, ich weiß, dabei ist er in Wirklichkeit so ein reizender Mensch!

Daniel Craig gerät ins Schwärmen, er spricht von M (Judi Dench), dem neuen Q (Ben Wishaw), und davon, wie sehr er diese Kollegen schätzt und mag, aber er wird nichts über die Rollen sagen, denn erstaunlicherweise ist es bis jetzt gelungen, den Inhalt und das Ende und einige Überraschungen des Films geheim zu halten. Deswegen plaudern wir an dieser Stelle auch nicht aus dem Nähkästchen, empfehlen diesen Bond allerdings aufs Wärmste, raten zu einer Packung Taschentücher und Autoliebhabern zu starken Nerven. Wir sprechen lieber über das ungewöhnlichste "Bond-Girl", das man je sah - Queen Elizabeth II. Für die Eröffnung der Olympischen Spiele 2012 in London ließ sie sich für Bond aus einem Helikopter fallen ... eine herrliche Szene.

Ob sie diese Bezeichnung mag? Ich weiß ja nicht, aber die Queen ist fantastisch, ein ganz außergewöhnlicher Mensch. Mit der Queen zu drehen war unglaublich, so etwas habe ich noch nie in meinem Leben gemacht.  Sie ist großzügig, witzig, wir haben eine Stunde miteinander geredet. Sie ist so professionell, alles sitzt, und zwar sofort. Und dann geht sie wieder in ihren Trailer. (lacht) Oh, na toll, jetzt wird sie irgendwo lesen, dass ich gesagt habe, sie lebt in einem Trailer ....

Lieber Bier oder Martini?

Ich verstehe die Frage nicht ... (lacht) Wieso "oder"? James Bond trinkt seit 50 Jahren, er wird auch nie damit aufhören. Es ist also egal, was da vor ihm steht. 

Was ist schwerer, eine Liebesszene oder eine alkoholisierte Szene?

Hmm, kommt drauf an, aber am schwierigsten ist es wohl, betrunken eine Liebesszene hinzulegen. (lächelt, mit unglaublich eisblauen Augen) Und dann noch eine Explosion im Hintergrund. Und dann klopft noch einer an die Tür. Ich könnte ewig so fortfahren übrigens ... Am besten ist es sowieso, sich von allem frei zu machen, wenn man eine Szene spielt. Man sollte sich von allem Möglichen inspirieren lassen.

In "Skyfall" wird ganz deutlich, dass Bond auch älter geworden ist.

... ein 007, der so echt ist wie noch nie, ...
... ein 007, der so echt ist wie noch nie, ...(Foto: dapd)

Ich mag das!!! Was soll man denn machen? Klar, es zwickt mal hier, mal dort, aber ich habe mit meiner Mutter gesprochen und sie hat mich nur angesehen und gesagt: "Willkommen in meiner Welt!" (lacht) Aber da kommt ja auch eine neue Seite dazu, mit Ben Wishaw, der die alte Spionage quasi aushebelt und ad absurdum führt. Und dass diese neue Cyber-Welt und der Oldschool-Bond aufeinandertreffen, liebe ich einfach. Sie brauchen sich. Bond muss seinem Gegner ins Auge sehen, dann geht er zurück und erstattet M Bericht. Und Ben daddelt da einfach auf seiner Tastatur herum. Ich war so froh, als Sam (Mendes) vorgeschlagen hat, dass er die Rolle bekommt. Ich liebe es, mit Ben zusammenzuarbeiten.

Und wie finden Sie es, dass Bond nicht mehr so ein Mysterium ist, sondern wir viel aus seiner Kindheit und seinem Leben erfahren?  

Gut. Ich glaube, anders hätte ich das gar nicht spielen können. Aber wir wollen nicht zu viel verraten. Nur so viel: Ich liebe Action-Filme. Aber ein guter Action-Film bringt auch Emotionen rüber, und Sam hat außergewöhnlich tolle Arbeit geleistet, weil er die Geschichte so durchgehend gut erzählt. Es geht um Mütter und Söhne, und es geht um die Dinge, die das Leben ausmachen, Beziehungen, Heimat, Vergangenheit.

Jetzt hat James Bond keine Geheimnisse mehr ...

Er ist immer noch ein Spion, er wird die Geheimnisse der anderen herausfinden. (lacht)

Aber man wüsste doch gerne mehr über den "kleinen James" ...

(lacht laut) Entschuldigung, das ist ein ganz anderer Film! "Der kleine James" ... (lacht) Aber wir erfahren dieses Mal eben auch viel über den Autor der James-Bond-Bücher, Ian Fleming. Er war ganz offensichtlich ein vernachlässigtes Kind, seine Eltern waren immerzu unterwegs, bis sie dann bei einem Unfall in der Schweiz gestorben sind. Da ist ganz viel Melancholie und Trauer in dieser Geschichte.

Hätten Sie Ihr Bond-Girl nicht auch noch ein wenig länger genießen wollen?

Definitiv! Bérénice ist super, und die Rolle ist großartig. Aber ein paar Szenen sind nun mal der Schere zum Opfer gefallen, so ist das leider. Und Naomi Harris ist ebenfalls brillant!

Sie haben doch Einfluss - wann sehen wir ein deutsches Bond-Girl?

... Dialoge, die den Begriff "Wortwitz" verdienen, ...
... Dialoge, die den Begriff "Wortwitz" verdienen, ...(Foto: dapd)

Gleich, sofort, wenn ich aus dieser Tür hier raus bin, rufe ich die Produzenten an und verlange nach einem deutschen Bond-Girl. (lacht) Ich lüge ab und zu, das ist ganz schlimm, aber deswegen bin ich hier. (lacht)

Könnte man die Rolle des Bond-Girls denn weiter ausbauen?

Inwiefern?

Zum Beispiel, wenn sie nicht immer alle sterben.

Naja, das gehört zur Geschichte, und alle sterben ja auch nicht. Ich finde, die letzten Bond-Girls, und einige auch schon früher, sind sehr moderne Frauen. Ich will jetzt nicht großkotzig klingen, aber die Zeiten, wo Bond mit einer im Bett war und sie dann nach Hause geschickt hat, sind doch wohl vorbei. Ich meine, Bond fährt immer noch gerne selbst Auto, vor allem, wenn es ein 45 Jahre alter Aston Martin DB5 ist, der nach Benzin und Leder riecht. "I'll drive"! (lacht) Aber das hat weniger mit Machismo zu tun als mit der Tatsache, dass er ein Kontroll-Freak ist. Aber es werden starke Frauen gecastet, finde ich. Und das ist auch viel interessanter. Die wollen genauso dringend mit ihm ins Bett wie er mit ihnen. (lacht) Die Sexyness der Gefahr spielt eine große Rolle, und das genießen Frauen doch genauso, oder?

... der böseste Bösewicht aller Zeiten, der dennoch ein bisschen an Rolf Eden erinnert, ...
... der böseste Bösewicht aller Zeiten, der dennoch ein bisschen an Rolf Eden erinnert, ...(Foto: dpa)

Gut, dann noch mal zu den Frauen: Ist James Bond ein Frauenversteher?

Damit kommen wir zu einer weiteren Rolle in "Skyfall" - diese Frage kann Hauptdarstellerin Bérénice Marlohe sicher besser beantworten, Mister Craig muss nämlich weiter ...

Bérénice Marlohe: Auf jeden Fall!

Aber fangen wir von vorne an: Wo leben Sie jetzt eigentlich?

Oh, ich habe 33 Jahre in Paris verbracht, und es gibt viele Gründe, diese Stadt zu lieben, aber das Wetter ist furchtbar. Jetzt wird es kalt und es regnet. Ich werde nach Amerika ziehen, natürlich auch aus beruflichen Gründen. Und um mein Englisch zu verbessern.

Das wird doch immer gern gehört, der französische Akzent ...

Na, umso besser.

Ja, Javier Bardem hat doch auch noch seinen spanischen Akzent, und das ist charmant.

Stimmt auch wieder. Ich werde es mir noch mal überlegen! (lacht) Außerdem haben die Bösewichte doch meist einen Akzent, oder? Und ich würde gerne einen richtigen Fiesling spielen! Am liebsten so einen wie Gary Oldman in "Léon, der Profi".  Ich liebe männliche Rollen.

Dann ist der Weg zum Bond-Girl ja nicht gerade vorbestimmt gewesen, oder?

... und ein Regisseur (Sam Mendes), der weiß, was die Fans wollen, plus eine Produzentin (Barbara Broccoli), die 007-Geschichten bereits an der Wiege erzählt bekam.
... und ein Regisseur (Sam Mendes), der weiß, was die Fans wollen, plus eine Produzentin (Barbara Broccoli), die 007-Geschichten bereits an der Wiege erzählt bekam.(Foto: dapd)

Ich hätte in meinen kühnsten Träumen nicht daran gedacht, ein Bond-Girl zu werden. Ich wollte irgendwie immer gerne bei James Bond mitspielen, ...

... als James Bond dann vielleicht eher ...

(lacht) ... ja, wie gesagt, immer die Männerrollen am liebsten.

Was haben Sie denn gedacht, als Sie den Zuschlag für die Rolle der Severine bekamen?

Ich habe meinen Vater angerufen, der hat mich beglückwünscht. Aber geglaubt haben wir es beide erst, als ich den Vertrag unterzeichnet hatte.

Was reizte Sie an der Rolle?

Wenn ich an ein Bond-Girl denke, dann ist das für mich eine Mischung aus Mann, Frau und Tier. Natürlich ist das auch eine besonders glamouröse und feminine Rolle, aber ein Bond-Girl hat fast immer auch Macht. Es gibt keine doofen Bond-Girls. Meine Figur beruht auf einer Mischung aus einem schwarzen Panther und einem Drachen ... und einer Frau. (lacht)

Das ergibt dann die Femme Fatale mit der Waffe in der Tasche.

Ja, "better with a Beretta" ... so heißt es ja auch im Film. (lacht)

Keine Ahnung, ob das ein Kompliment ist, aber Sie wirken nicht wie ein Bond-Girl, sondern wie eine Bond-Woman.  Und es ist wirklich bedauernswert, dass man Sie nicht länger und öfter sieht.

Danke! (lacht) Ich hätte auch gerne noch mehr gespielt. Aber mir war von Anfang an klar, wie die Rolle aussieht.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Bond-Film?

Das war, glaube ich, "A View To A Kill" mit Roger Moore, Christopher Walken und Grace Jones (May Day). Und sie waren herrlich. Ihr Film-Tod war fantastisch, wenn man das so sagen kann. (lacht) Und man spürt, dass hinter Walkens Grausamkeit noch etwas Menschliches ist, das macht ihn umso grausamer. Es ist wie bei Javier jetzt.

Dann noch mal die Frage: Haben Sie auch das Gefühl, dass James Bond ein echter Frauenversteher ist?

Ja. Während der Kasino-Szene auf jeden Fall. Er ist so menschlich, so sensibel. Und gleichzeitig ist auch er sehr verletzlich. Diese Mischung ist wahnsinnig interessant, das berührt einen, vor allem wohl Frauen (lacht). In dieser Szene ist er ein Spiegel von mir.

Die Szene ist sehr intensiv - wie oft mussten Sie die drehen? Sie wirkt wahnsinnig authentisch. Sie zittern, und Ihnen gegenüber sitzt dieser neue und verbesserte James ...

(lacht) Ja, insgesamt haben wir einen Tag für diese Szene gebraucht. Geht eigentlich, wenn man bedenkt, dass wir insgesamt über zwei Monate gedreht haben.

Ist der echte Daniel Craig denn so, wie Sie sich ihn vorgestellt haben?

Ich bin immer sehr nervös, bevor ich anfange zu drehen. Aber ich habe mir dann Daniel und Sam (Mendes) erstmal angeguckt, Interviews, Filme, ich wollte sie kennenlernen, verstehen Sie? Aber sie sind wunderbar. Es hat menschlich von Anfang an gut geklappt. Bei den Dreharbeiten waren sie meist sehr ernsthaft, aber sie haben auch einen echten Sinn für Humor, so dass man eine Menge Spaß zusammen haben kann. Die Chemie stimmte gleich. Sam Mendes sagte mir nach den ersten Probeszenen, dass er es sich genau so vorgestellt hatte, das war natürlich toll. Und auf der anderen Seite hat er mir alle Freiheiten gelassen, mich auszuprobieren.

Fanden Sie es auch so bedauernswert, dass Ihre Rolle so kurz ausfiel?

Ja, natürlich! (lacht) Ich bin eine Perfektionistin, und ich sitze auch gerne im Schnitt, ich dachte dann immer, nein, ich hätte eine ganz andere Szene genommen. Und natürlich auch noch mehr! Aber letzten Endes passt alles, und so wie es ist, sieht man, was für ein pures und schönes Wesen meine Figur eigentlich hat. Und die Geschichte ihres Lebens wird trotzdem erzählt. Jeder weiß, dass sie durch die Hölle gegangen ist. Es kam mir ein bisschen vor wie im Theater. Und die Rolle ist die einer Märtyrerin, das mag ich.

Wird die "Severine" in Ihrem Fall  ein Karriere-Beschleuniger sein? Wir wissen ja, dass das nicht immer geklappt hat.

Ja, das ist richtig. Aber ich glaube, ob es weiter geht oder nicht, hat nichts mit James Bond zu tun, sondern vor allem damit, ob ich gut war.

Haben Sie ein Lieblings-Bond-Girl?

Ich liebe am allermeisten Famke Janssen (Xenia Sergeyevna Onatopp). Sie hat einen wundervollen Humor - und in "Golden Eye" bringt sie die Männer mit einem Orgasmus um. (lacht)

Mit Daniel Craig und Bérénice Marlohe sprach Sabine Oelmann

"Skyfall" startet am 1. November 2012 in den deutschen Kinos.

Quelle: n-tv.de

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