Unterhaltung
Der Bibel-Krimi "Auferstanden" läuft derzeit noch im Kino.
Der Bibel-Krimi "Auferstanden" läuft derzeit noch im Kino.(Foto: © 2015 Sony Pictures Releasing GmbH)

Der Stoff, aus dem Ostern ist: Diese Filme erzählen biblische Geschichten

Feiertage klingen nach Familie und gutem Essen - und nach ausgedehnten Fernsehabenden. Wer über Ostern nicht schon wieder die "Herr der Ringe"-Filme gucken will, der lässt sich vielleicht von biblischem Stoff inspirieren.

Die Bibel ist eine der am häufigsten verfilmten Literaturvorlagen der Kinogeschichte: Seit jeher hat der Stoff rund um Jesus' Leben, Moses' Abenteuer, Noahs Mut und Gottes wundersame Wege Regisseure und Schauspieler inspiriert. Vom monumentalen Epos bis zur spannenden Charakterstudie ist alles dabei und wird an Weihnachten und Ostern seit Generationen gerne gesehen. Hier einige Beispiele.

"Auferstanden"

Jerusalem im Jahr 33: Die Leiche Jesu ist verschwunden. Der römische Soldat Clavius hetzt hinter den Jüngern her, um den Leichnam wiederzufinden. Doch dabei stößt er an die Grenzen all dessen, was er bislang für möglich gehalten hat. "Auferstanden" macht biblischen Stoff zum Krimi. Wer über die Feiertage Joseph Fiennes und Tom Felton als Römer bestaunen will, muss ins Kino gehen.

"Die letzte Versuchung Christi"

Wie so oft war es auch im Genre der Bibelfilme Martin Scorsese, der mit seinem Klassiker "Die letzte Versuchung Christi" Maßstäbe gesetzt hat: Mit Willem Dafoe als Jesus von Nazareth, Harvey Keitel als Judas, David Bowie als Pontius Pilatus und Peter Gabriel als Komponist der Filmmusik sorgte der Streifen 1988 für Zündstoff und Blasphemie-Vorwürfe. Denn Jesus wird darin als ein Mensch dargestellt, der an seiner Berufung als Sohn Gottes zweifelt, als Zimmermann auch für die Römer arbeitet, die von Barbara Hershey gespielte Maria Magdalena begehrt, sich zunächst dem Tod am Kreuz entzieht und stattdessen eine Familie gründet - mit drei verschiedenen Frauen.

"Die Zehn Gebote"

In der Verfilmung des alttestamentarischen Stoffs "Die Zehn Gebote" von 1956 spielt Charlton Heston den Abenteurer Moses und Yul Brynner seinen Widersacher Ramses, als dessen Adoptivbruder Moses aufwächst. Als er Jahrzehnte später seine leibliche Familie - allesamt israelitische Sklaven - besuchen will, spricht Gott aus einem brennenden Busch zu ihm: Er soll bei der Gelegenheit das israelische Volk aus der ägyptischen Gefangenschaft befreien. Tapfer besteht er das Abenteuer, teilt das Rote Meer und hält die zwei Steintafeln, während Gott seine zehn Gebote mit flammenden Blitzen einbrennt. Nicht umsonst hat der Film den Oscar in der Kategorie "Beste Spezialeffekte" bekommen. Später verfilmte Ridley Scott den Stoff neu.

"Barabbas"

Ein Historienschinken aus dem Jahr 1961 mit einem Budget von zehn Millionen Dollar ist der Film "Barabbas", der in Sachen Produktionsaufwand gleich nach "Spartacus" kommt. Aber die Geschichte des Räubers Barabbas beginnt nicht in Rom, sondern im biblischen Jerusalem. Dort lässt Pontius Pilatus eines Tages sein Volk entscheiden, ob er den Schwerverbrecher Barabbas, gespielt von Anthony Quinn, oder den Aufrührer Jesus von Nazareth begnadigen soll. Der Mob entscheidet sich für Barabbas und statt ihm wird der Religionsstifter gekreuzigt. Zurück auf seiner schiefen Bahn wird Barabbas in den Schwefelminen Siziliens für 20 Jahre an einen anderen Sträfling gekettet, wird durch Zufall Gladiator in Rom und beeindruckt Kaiser Nero. Eine satte Abenteuergeschichte, für die der Autor Pär Lagerkvist 1951 den Literatur-Nobelpreis erhalten hat.

"Die Passion Christi"

Nachdem "Die Passion Christi" im Jahr 2004 Premiere gefeiert hatte, war schnell Schluss mit lustig: Als Skandalfilm bezeichnet, sah er sich mit Vorwürfen des Antisemitismus und der Gewaltverherrlichung konfrontiert. In Mel Gibsons Regiewerk spielt James Caviezel die letzten zwölf Stunden des Jesus von Nazareth und Monica Bellucci mimt seine Maria Magdalena in sündhafter Weiblichkeit. Vom Abendmahl über den Garten Gethsemani und den verräterischen Judaskuss bis zu den 14 Stationen des Kreuzweges - Mel Gibson kennt keine Gnade, was die schonungslose Nahaufnahme angeht.

"Noah" und "Exodus"

Sie sind zwar noch nicht im Fernsehen zu sehen, dürfen aber in dieser Liste der Bibelfilme trotzdem nicht fehlen: die Kinofilme "Noah" und "Exodus: Götter und Könige", beide aus dem Jahr 2014. Ersterer beeindruckt nicht nur mit der Starbesetzung um Russell Crowe als Noah an der Seite von Anthony Hopkins und Emma Watson, sondern auch mit einer 3D-Fassung, die die Geschichte um den Arche-Bauer und Sintflut-Bezwinger in voller Bildgewalt erfasst.

In Ridley Scotts Bibelverfilmung "Exodus: Götter und Könige" wird die Geschichte des Abenteurers Moses und der Zehn Gebote neu erzählt: In dem Streifen spielt Christian Bale Moses, der sein Volk aus der Knechtschaft des Pharaos Ramses befreit. In weiteren Rollen sind Ben Kingsley und Sigourney Weaver zu sehen.

"Das Leben des Brian"

Nicht zu vergessen: Monty Python's "Das Leben des Brian" aus dem Jahr 1979. Eine Komödie, die es sich dank der Narrenfreiheit der britischen Blödeltruppe erlaubt, den schweren Stoff aus Blut, Peitschen, Kreuzigungen, Plagen und Dornenkronen etwas aufzulockern. Die Drehbuchvorlage namens Bibel wird um einen Nebenschauplatz erweitert und mit meisterhaft schwarzem Humor ausgemalt: Durch eine Aneinanderreihung von Missverständnissen wird der naive und unauffällige Brian, der zur gleichen Zeit wie Jesus geboren wird, gegen seinen Willen als Heiland verehrt. Da er sich obendrein auch gegen die Unterdrückung durch die römischen Besatzer engagiert, wird er schließlich auch gekreuzigt. Aber hey: "Always look on the bright side of life..."

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen