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Weihnachten ist eine magische Zeit voller Zauber, Besinnlichkeit und Vorfreude ... ach, echt?
Weihnachten ist eine magische Zeit voller Zauber, Besinnlichkeit und Vorfreude ... ach, echt?(Foto: AP)
Mittwoch, 08. November 2017

Das Geheimnis hinter Weihnachten: Merry Christmas, Bad Moms!

Von Sabine Oelmann

Wer ist verantwortlich für Weihnachten? Weihnachtsmann? Guter Witz. Christkind? Schon eher. Mama? Auf jeden Fall! Es sind Mütter, die sich den Arsch aufreißen (sorry, Zitat) beim Kochen, Dekorieren, Geschenke verpacken. "Bad Moms 2" ist das Gegengift.

Die "Bad Moms" - eine ungleich verschärftere Version der "Desperate Housewifes" - sind wieder da. Und sie haben ihre Muttis mitgebracht. Was diese wiederum zu "Bad Moms" für Fortgeschrittene macht. Der derbe Spaß, bei dem Frauen sich aufführen wie die schlimmsten Kerle in "Hangover" und "Kindsköpfe" zusammen, geht in die zweite Runde. Und knöpft sich dieses Mal gleich zwei Heiligtümer vor: Weihnachten und Mütter. Und zwar zum einen vor allem die, weshalb die "Bad Moms" überhaupt so "bad" werden konnten, wie sie sind. Denn schließlich sind Mütter doch an allem schuld, oder? Das heißt, zum altbewährten Cast von Mila Kunis (Amy), Kristen Bell (Kiki) und Kathryn Hahn (Carla) stoßen nun Susan Sarandon, Cheryl Hines und Christine Baranski dazu. 

Eine Mutter weiß, wie Weihnachten zu funktionieren hat - egal, wie alt ihre Tochter ist.
Eine Mutter weiß, wie Weihnachten zu funktionieren hat - egal, wie alt ihre Tochter ist.(Foto: AP)

Wie wir wissen, pfeifen unsere drei unterschiedlichen Freundinnen auf traditionelle Perfektion und wollen sich dieses Jahr dem alljährlichen Weihnachtsvorbereitungswahnsinn samt aller hochgesteckten Erwartungen entziehen, indem sie für ihre Familien eine ganz besondere Bescherung planen, in ihrem eigenen "Bad Moms"-Style, versteht sich: Glotze, Couch, beim Chinesen bestellen.

Die Hoffnungen der drei scheinen jedoch schneller als erwartet zu platzen, als sie plötzlich mit ihrem wohl schlimmstem Weihnachtsalptraum konfrontiert werden: ihren eigenen Müttern! Die tauchen nicht nur unverhofft (und ungeladen!) auf, sondern treiben alle mit ihren Schrullen und Macken an den Rand des Wahnsinns. Es kommt zum ultimativen Duell zwischen Müttern und Töchtern.

Könnten Schwestern sein - findet Mutti.
Könnten Schwestern sein - findet Mutti.(Foto: AP)

Amys Mutter (herrlich dekadent: Christine Baranski) hat die ultimativ kitschigen Vorstellungen vom Fest der Liebe und reißt das Ruder in einer derart massiven Form an sich, dass alle kurz vorm Aufgeben sind, inklusive Amys Dad: "Mütter genießen Weihnachten nicht, Mütter sorgen dafür, dass alle anderen Weihnachten genießen, dafür sind Mütter da." Das sagt Amys Mom - und meint es auch so.

So weit, so klar. Natürlich meint sie es nur gut! Und während sie eine Party plant, von der die Nachwelt und vor allem die Mitglieder-Zeitung des Tennisclubs noch jahrelang schwärmen sollen, feilt Amy nach kurzer Depression an ihrem eigenen Plan.

Wo ist denn euer Baum?

Ist es nicht schön, alte Traditionen wieder zu beleben?
Ist es nicht schön, alte Traditionen wieder zu beleben?(Foto: AP)

Auch Kiki bekommt Besuch von ihrer Mutter (immer noch sooo süß: Cheryl Hynes), nicht nur zu Weihnachten, sondern auch im ehelichen Schlafzimmer. Hier besteht das Problem, dass Mutti sich einbildet, die beste Freundin ihrer Tochter zu sein, was sich äußerlich in einem ähnlichen Klamottenstil und der gleichen Frisur bis hin dazu manifestiert, dass sie das Haus nebenan kauft. Und auch überwacht, ob der Schwiegersohn denn alles richtig macht mit dem geliebten Töchterlein. Höchste Zeit jedenfalls für Kiki, dafür zu sorgen, dass ihre Mutter ein eigenes Leben bekommt.

Da ist es sicher nicht verkehrt, sie mit Gleichaltrigen bekannt zu machen. Denn die Truppe komplettiert sich, als selbst Carlas Vagabunden-Mutter mal in der Stadt vorbei schaut. Die ist zwar weniger übergriffig als die beiden anderen Super-Moms, ein bisschen etwas von deren "Gluckentum" hätte sie sich aber schon abgucken können: Auf Carlas echte Freude folgt dann auch schnell die Erkenntnis, dass diese es immer nur auf eines abgesehen hat: auf die Kohle ihrer Tochter.

Lieber Überstunden als Weihnachten

Mit dem Weihnachtsmann kann man auch Spaß haben.
Mit dem Weihnachtsmann kann man auch Spaß haben.(Foto: AP)

Nicht, dass sie davon im Überfluss hätte, aber Mama hat eben noch weniger. Ob auch diese heiße Braut in Gestalt der unverschämt großartigen Susan Sarandon gezähmt werden kann, erzählt "Bad Moms 2" in seinem Sequel über den herrlich unanständigen Clash der Generationen.

Und trotz ungewissem Ausgang ist eins bereits von Anfang an sicher: Dieses Weihnachten wird niemand so schnell vergessen, denn wie bereits beim ersten Teil von "Bad Moms" sitzen die Pointen, passen die Schauspielerinnen in ihre Rollen und sind die Ideen so gut, dass man sie gleich ins wahre Leben transferieren möchte. Weihnachten steht vor der Tür!

Mehr als 1,5 Millionen Kinozuschauer im deutschsprachigen Raum sahen 2016 den ersten Teil der wortwitzigen und unkonventionellen Erfolgskomödie von den "Hangover-Machern Jon Lucas und Scott Moore. Nun verspricht "Bad Moms 2" noch mehr Spaß. Gönnen Sie sich - und Ihren Freundinnen und Ihren Müttern - mal eine Comedy-Auszeit im Vorweihnachtsstress.

PS: Männer spielen auch mit.

"Bad Moms 2" läuft ab dem 9. November in den deutschen Kinos.

Quelle: n-tv.de

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