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Das Mädchen ist schlau und der Riese ist doof: Vorurteile können manchmal einfach auch stimmen.
Das Mädchen ist schlau und der Riese ist doof: Vorurteile können manchmal einfach auch stimmen.(Foto: dpa)

Zeig' mal, wo der Hammer hängt: "Thor" - Einstieg in die Götterwelt

Von Sabine Oelmann

Sie möchten schon, dass Ihre Kinder ins Kino gehen, aber Sie haben das Gefühl, dass es immer anspruchsloser wird? Sie wollen, dass Ihre Kinder etwas lernen? Über nordische Sagen und ihre Helden zum Beispiel? Dann ist "Thor - Ein hammermäßiges Abenteuer" genau richtig.

Thor ist - sagen wir mal so - nicht die hellste Kartoffel. Aber er hat ein gutes Herz und er fühlt sich zu Höherem berufen. Das sieht seine Mutter natürlich ganz anders. Sie hält eine solide Ausbildung und den Beruf des Schmieds für perfekt. Aber wo ist eigentlich Thors Vater? Hört sich doch an, als wäre das eine ganz normale neudeutsche Familie - ist sie aber nicht. Bei den Protagonisten des mit dem "Prädikat besonders wertvoll" ausgezeichneten Films von Óskar Jónasson, Gunnar Karlsson und Toby Genkel (Island, Deutschland und Irland) handelt es sich um niemand Geringeren als Thor, den Sohn des Götter-Vaters Odin, und die gesamte Truppe um ihn herum. Namen fallen wie Frigg und Idun, Baldr, Tyr, Freyja und - Walhalla. Wäre es nicht schön, wenn diese Begriffe spielerisch in den Sprachschatz Ihres Kindes einfließen würden?

Dieser Hammer kann sprechen! Und vieles mehr!
Dieser Hammer kann sprechen! Und vieles mehr!(Foto: dpa)

 Im wirklich bunten Animations-Film "Thor - ein hammermäßiges Abenteuer" werden der junge Schmied und sein sprachgewaltiger Hammer so zum Leben erweckt, dass Geschichte und Kultur Spaß machen können. Kleinen Menschen gefallen Helden, die erst nur alte Töpfe flicken dürfen und dann auf Himmelschlitten Abenteuer erleben, von denen sie nicht zu träumen gewagt hätten. Sie können sich damit identifizieren, dass ihr Vater nicht ständig um sie herum ist - sei es, weil er viel arbeitet oder eben nicht mehr bei der Familie lebt -  und ein Gegenstand, der zum Leben erweckt wird, kommt in der Fantasie eines jeden kleinen Mädchen oder Jungen vor. In Thors Fall ist dieses nun der Hammer, der eines Tages durch sein Dach gedonnert kommt und sich als mächtige - und witzige - Waffe herausstellt.

Im Kriegerparadies

Natürlich ist er nicht der einzige, der scharf ist auf dieses Instrument. Auch Hel, die hinterlistige Göttin der Unterwelt, will sich das Werkzeug schnappen und mithilfe einiger wirklich riesiger, aber eher unterbelichteter Riesen das Zepter in Walhalla schwingen und die Weltherrschaft an sich reißen.

Ja, an manchen Stellen könnte der Film noch etwas witziger sein, man ist so einiges gewöhnt von den "Croods" und Co., aber an anderer Stelle dafür ist "Thor" sehr liebevoll erzählt. Allein die tumben Riesen sorgen für viele Lacher, Hel ist wirklich zum Fürchten. Und ein Film über nordische Götter - wann sieht man den schon mal im Kino, außer wenn es um Schlachten und Gemetzel geht? Eben. Dieser Film ist ideal für Kinder zwischen sechs und elf - wenn die lieben Kleinen denn gerne 3D-Brillen aufsetzen! 

"Thor - ein hammermäßiges Abenteuer" startet am 11. April 2013 in den deutschen Kinos

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Quelle: n-tv.de

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