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Der abgerockte Richie trifft die männermordende Merci.
Der abgerockte Richie trifft die männermordende Merci.

"Rock The Kasbah": Wir wollen reden, Mr. Murray!

Er aber nicht. Bill Murray, der sexieste unter den alten Käuzen, hat zwar in seinem neuesten Film "Rock The Kasbah" die Laber-Pole-Position - er versucht, Musik nach Afghanistan zu bringen, und auch wieder hinaus - Fragen beantwortet er uns aber auf seine Art.

Die Bilder sind herrlich, die Darsteller ebenso - allen voran natürlich der unverwechselbare Bill Murray als Rock-Manager und Kate Hudson als Edel-Prostituierte. In "Rock The Kasbah" geben sie ein ungleiches Paar, das zusammen allerdings großartig funktioniert. Es geht um den Alt-Rocker und Musikagenten Richie Lanz (Bill Murray), der hat schon bessere Tage gesehen. Eine Afghanistan-Tournee mit seiner neusten Entdeckung Ronnie (Zooey Deschanel) soll ihn nämlich endlich wieder nach vorne bringen. Doch kaum sind die beiden im chaotischen Kabul eingetroffen, steht Richie plötzlich ohne seine Sängerin, Geld und Papiere da.

Richie will den Produzenten der Sendung "Afghan Star" von seiner Entdeckung überzeugen.
Richie will den Produzenten der Sendung "Afghan Star" von seiner Entdeckung überzeugen.

Zusammen mit dem Söldner Bombay-Brian (Bruce Willis), der verführerischen Hure Merci (Kate Hudson) und zwei windigen Waffenhändlern lässt sich Richie wohl oder übel auf ein riskantes Geschäft ein, um Geld für seine Rückreise aufzutreiben. Dabei entdeckt er im tiefsten afghanischen Hinterland eine junge Einheimische mit phänomenaler Stimme. Richie weiß nun, was zu tun ist: Er muss dieses Mädchen mithilfe der Sendung "Afghan Star" berühmt machen, koste es, was es wolle! Dieser Wunsch könnte ihn sein Leben kosten. Was aber noch viel schlimmer ist: auch das Leben der jungen Sängerin (Leem Lubany) hängt mehr als einmal am seidenen Faden, denn ihr Vater, ihr Dorf und letztlich das ganze Land sehen das ganz anders: Eine Paschtunin singt nicht!

Der Film von Barry Levinson ("Good Morning, Vietnam") beruht auf einer wahren Geschichte. Im Film wird über die eine oder andere Tatsache, die ein Land wie Afghanistan ausmacht, relativ nonchalant hinweggegangen - das mag einigen Zuschauern, die auf mehr Information oder Wahrhaftigkeit aus sind, aufstoßen. Die, die eine gut erzählte Geschichte sehen wollen, werden bestens bedient. Tragisch ist, dass in der Realität keine solche Lockerheit wie im Film herrschen kann: die Stellung der Frau hat sich beispielsweise nicht verbessert, und die Teilnehmer der Sendung bekommen Drohbriefe.

Das Aufeinandertreffen der Kulturen ist und bleibt schwierig, in einem Film darf man aber der Kunst einen größeren Raum geben als der Realität. Wir haben jedenfalls mal Bill Murray gefragt, was er so von der ganzen Sache hält.

Mr. Murray, in "Rock the Kasbah" spielen Sie einen Rockmanager. Wie war das, als Sie selbst noch einen Manager hatten?

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Jetzt, da Sie nur noch für sich sprechen - wie ist es eigentlich, Bill Fucking Murray zu sein?

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Es heißt, Sie hinterließen eine Spur der Hysterie, egal wo Sie auftauchen. Stimmt das?

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Wie kamen Sie zu dem Ruf eines Partycrashers?

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Und wer sind Sie, wenn Sie allein sind?

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In Ihrem neuen Film teilen Sie sich das Bett mit Ihrem Kollegen Bruce Willis. Wie war er?

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Wird Ihren Fans "Rock The Kasbah" gefallen?

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"Rock The Kasbah" startet am 24. März in den deutschen Kinos.

Quelle: n-tv.de

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