Marhaba
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Freitag, 06. November 2015

Marhaba - Ankommen in Deutschland : Deutsches Essen, deutsches Bier

Reinheitsgebot und Schweinelendchen, Spätzle und gedeckter Apfelkuchen: Essen ist ein Stück Heimat. Für viele Flüchtlinge ist es nicht einfach, sich in die hiesige Essens- und Trinkgewohnheiten einzufinden.

Eisbein mit Sauerkraut war mal – heute ist Deutschland auch in Sachen Essen multikulturell und vielfältig. Ob Sternerestaurant, Dönerbude oder deutsche Bauernstube – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Aber für viele Menschen, die aus islamischen Ländern zu uns kommen, gibt es in einige Gewohnheiten, die für sie sehr fremd sind. Natürlich gilt das für alkoholische Getränke, die in vielen arabischen Ländern bei Strafe verboten sind. Bier und Wein zählen bei uns, wie in eigentlich allen westlichen Ländern, dagegen zu einem guten Essen oder einem geselligen Abend mit Freunden einfach dazu.

Aber auch da gibt es große Unterschiede in arabischen Ländern. Im Libanon und in Ägypten, Ländern mit einem hohen Anteil an Christen, gibt es in vielen Restaurants auch Wein, Bier und weitere alkoholische Getränke. In Saudi-Arabien oder Libyen ist Alkohol hingegen strikt verboten. Zahlreiche westliche Ausländer, die in diesen Ländern leben und arbeiten, brauen ihren Alkohol daher selbst, was immer wieder zu Polizeiverfolgung und harten Strafen führt.

Alkohol und Schweinefleisch kann man in Deutschland vermeiden, indem man die entsprechenden Restaurants einfach nicht aufsucht. Aber für muslimische Menschen, die zu uns kommen, gibt es auch immer wieder Momente – ob Geburtstagsfeier oder Betriebsfest – bei denen sie mit unseren Essens- und Trinkgewohnheiten konfrontiert werden. Und viele fühlen sich dann ganz einfach unwohl. Wir haben einen libanesischen Koch getroffen und mit ihm über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der deutschen und arabischen Küche gesprochen.

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Quelle: n-tv.de