| SA | 9° / 23° |
| SO | 11° / 23° |
Bei mehreren Anschlägen in Iraks Hauptstadt Bagdad sind am Ostersonntag mindestens 30 Menschen getötet und über 220 verletzt worden.
Die drei Explosionen ereignen sich innerhalb weniger Minuten.
Sie werden von Selbstmordattentätern in mit Sprengstoff beladenen Fahrzeugen verübt.
Ziel waren verschiedene ausländische Botschaften - unter anderem die ägyptische, die iranische und auch die deutsche.
Ein Taxifahrer, der sich während des Anschlags vor der iranischen Botschaft in der Nähe aufgehalten hatte, sprach von einer "sehr starken" Explosion.
Solche Taten von Aufständischen träfen immer die Zivilbevölkerung. "Sie töten nie Minister, Regierungsvertreter oder Staatschefs. Sie töten Taxifahrer, Behördenmitarbeiter und Ladenbesitzer", sagte der fassungslose Mann.
Das Auswärtige Amt in Berlin teilt mit, bei dem Anschlag in unmittelbarer Nähe der deutschen Botschaft seien eine irakische Sicherheitskraft der Botschaft getötet und drei weitere irakische Sicherheitskräfte verletzt worden.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle telefonierte unmittelbar nach den Anschlägen mit dem deutschen Botschafter. Der Minister verurteilte die Bombenanschläge in Bagdad "auf das Schärfste".
Vertreter des irakischen Innenministeriums erklärten, bei den Explosionen im westlichen Stadtviertel Mansur habe es sich offenbar um abgestimmte Selbstmordattentate gehandelt.
Die ägyptische Botschaft ist schwer beschädigt.
Bei zeitlich aufeinander abgestimmten Explosionen sind im Irak seit August mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen.
Nach der Parlamentswahl Anfang März wird derzeit um die Regierungsbildung gerungen - ein Vakuum, das Terroristen offenbar zu nutzen wissen.
Sicherheitskreise hatten davor gewarnt, dass eine schleppende Regierungsbildung es Aufständischen im Irak erleichtern könne, das Land zu destabilisieren.
Ihre Warnung scheint berechtigt gewesen zu sein.
Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.
Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.