Suche
hier klicken, um den Ort für die Startseite festzulegen
Berlin
17
SA 9° / 23°
SO 11° / 23°
Bilderserien

"Und es geschah plötzlich ein Brausen ...": Darum wird Pfingsten gefeiert

 
"Und es geschah plötzlich ein Brausen ...": Darum wird Pfingsten gefeiert

Zu Pfingsten wird der Geburtstag der Kirche(n) gefeiert. "Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander", erzählt die Apostelgeschichte im Neuen Testament.

"Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, ...

... und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. ...

... Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. ...

... Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: 'Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn jeder seine eigene Muttersprache? ...

... Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien und Judäa, Kappadozien, Pontus und der Provinz Asien, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Einwanderer aus Rom, ...

... Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hören sie in unsern Sprachen von den großen Taten Gottes reden.' ...

... Sie entsetzten sich aber alle und wurden ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll von süßem Wein."

Dann hält Petrus eine Pfingstpredigt und sagt: "Ihr Juden, liebe Männer, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, und lasst meine Worte zu euren Ohren eingehen! ...

... Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde am Tage".

Petrus sagt weiter, Gott habe Jesus auferweckt; "dessen sind wir alle Zeugen. Da er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr hier seht und hört."

Die Zuhörer sind sofort überzeugt und sie antworten: "Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun?"

Petrus darauf: "Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes."

So bildet sich die erste Gemeinde: "Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet."

Pfingsten ist damit die Gründung der Kirche und der Beginn der weltweiten Mission. Mit dem "Pfingstwunder" wurde aus christlicher Sicht die "babylonische Sprachverwirrung" aufgehoben, mit der Gott die Menschen für ihre Selbstüberschätzung beim Turmbau zu Babel bestraft hatte.

Das Fest wurde erstmals im Jahr 130 erwähnt.

Für die Christen endet erst zu Pfingsten die Osterzeit. Der Name Pfingsten geht auf das griechische Wort "Pentekoste" zurück, zu Deutsch "fünfzig". Gemeint ist der 50. Tag nach Ostern.

Neben Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte bedeutende Fest des christlichen Jahreskalenders. Die Synode von Elvira beschloss im Jahr 305, Pfingsten zu einem kirchlichen Fest zu machen.

Im Lauf der Jahrhunderte entwickelten sich auch zahlreiche weltliche Pfingstbräuche. So war es in ländlichen Gebieten früher weit verbreitet, einen mit bunten Bändern und Laubkränzen geschmückten Ochsen, ...

... den Pfingstochsen, durchs Dorf zum Schlachten zu führen. Dieser Brauch stammt vermutlich noch aus vorchristlichen Opferritualen und geht auf uralte Fruchtbarkeitsmythen zurück.

Natürlich ist Pfingsten für die meisten längst ein weltliches Fest. Viele Familien machen Ausflüge, ...

... oder stehen im Stau.

Viele Jugendliche fahren über Pfingsten ins Zeltlager.

Daneben haben viele regionale Traditionen überlebt: In der Lüneburger Heide gibt es das Pfingstbaumpflanzen, ...

... auf dem Erlanger Burgberg die Bergkirchweih, ...

... das "Spitzenreiten" im fränkischen Irmelshausen, ...

... das Igelfest in Fürstenberg (Kreis Waldeck-Frankenberg), ....

... die Kerzenwallfahrt im niederbayerischen Bogen, ...

... den Pfingstritt im oberpfälzischen Kötzting, ...

... in Frankfurt am Main den Wäldchestag.

Eine jüngere Tradition ist der Karneval der Kulturen, der alljährlich zu Pfingsten in Berlin stattfindet.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Pfingstmontag ein arbeitsfreier Feiertag. Wenn in Deutschland immer mal wieder über die Feiertage diskutiert wird, dann steht meist auch der Pfingstmontag zur Debatte.

Erst 2005 forderten die Arbeitgeber, den Pfingstmontag abzuschaffen. Dies lehnten jedoch alle Parteien mit Ausnahme der FDP ab.

Bilderserie versenden
Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.