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Dienstag, 13. September 2016

Höhepunkt islamischer Pilgerfahrt : Muslime steinigen den Teufel

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Hunderttausende Pilger beginnen in Saudi-Arabien mit der symbolischen Teufelssteinigung. (Foto: REUTERS)

Hunderttausende Pilger beginnen in Saudi-Arabien mit der symbolischen Teufelssteinigung.

Hunderttausende Pilger beginnen in Saudi-Arabien mit der symbolischen Teufelssteinigung.

Über mehrere breite Straßen werden dafür etwa 1,8 Millionen Pilger zu der mehrstöckigen Dschamarat-Brücke in Mina geleitet.

Im Tal von Mina werfen die ganz in weiß gekleideten Gläubigen Steine auf drei Säulen, die den Teufel symbolisieren.

Polizisten kontrollieren den Pilgerstrom, unterstützt von Hubschraubern und Überwachungskameras.

In den vergangenen Jahren war es in Mina immer wieder zu tödlichen Massenpaniken gekommen.

Auf dem Weg zu der Teufelssteinigung, einem der Höhepunkte der islamischen Pilgerfahrt Hadsch, starben 2015 rund 2300 Menschen.

Unter ihnen waren auch viele Iraner. Teheran macht die saudische Regierung für die tödliche Massenpanik verantwortlich.

Ihren Streit über Sicherheitsvorkehrungen konnten die beiden Länder nicht beilegen. Iranische Gläubige sind deswegen diesmal vom Hadsch ausgeschlossen.

Für das Ritual, das am islamischen Opferfest Eid al-Adha stattfindet, werden in diesem Jahr außerdem weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

So wird das Gelände erweitert und die Zeit für die Steinigung begrenzt. Zudem erhalten Pilger aus dem Ausland ein elektronisch lesbares Armband ...

... mit ihren persönlichen Informationen, um im Fall eines Unglücks ihre Identifizierung zu erleichtern.

Im Anschluss an die Teufelssteinigung lassen sich die Pilger ihre Haare scheren.

Denn männliche Pilger dürfen sich während der anstehenden Wallfahrt weder rasieren, kämmen, noch Haare oder Nägel schneiden.

Nach der Teufelssteinigung opfern die Pilger ein Tier in Erinnerung an den Stammesvater Abraham aus dem Alten Testament ...

... und dessen Bereitschaft, Gott seinen Sohn zu opfern. Das Fleisch wird armen Muslimen überlassen.

Nach dem Opfer pilgern die Gläubigen in Mekkas große Moschee, um dort die Kaaba zu umschreiten.

Die Teilnahme an der Pilgerfahrt zur heiligsten Stätte des Islam in Mekka ist für jeden gläubigen Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, einmal im Leben Pflicht.

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