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Samstag, 10. Oktober 2015

Fest der Superlative: Nordkorea feiert 70 Jahre Arbeiterpartei

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In Pjöngjang, steht am Samstag ein noch nie zuvor da gewesenes Großereignis an ... (Foto: REUTERS)

In Pjöngjang, steht am Samstag ein noch nie zuvor da gewesenes Großereignis an ...

In Pjöngjang, steht am Samstag ein noch nie zuvor da gewesenes Großereignis an ...

... Nordkorea feiert den 70. Geburtstag der Arbeiterpartei. Das kommunistische Land, das als eines der ärmsten der Welt gilt, hat keine Kosten und Mühen gespart und zeigt seine größte Militärparade aller Zeiten.

Natürlich überträgt das Staatsfernsehen das Spektakel. Voller Stolz blickt Machthaber Kim Jong Un auf die Feierlichkeiten. Neben ihm steht das Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas Liu Yunshan, die Nummer fünf der mächtigsten Politiker des Landes.

Außerdem jede Menge hochrangige Militärs. Internationale Gratulationen gab es indes keine.

Die Vorbereitungen für das aufwendige Fest wurden bereits im Februar angekündigt ...

... mittlerweile ist die ganze Hauptstadt Pjöngjang mit Postern und Bannern dekoriert.

Im Juli wurde bereits damit begonnen, auf einem Flughafengelände nahe der Hauptstadt Panzer, Raketenwerfer und anderes schweres Gerät für die Feier zusammenzuziehen.

Bei der Parade soll die militärische Stärke des Staates demonstriert werden.

Auf dem Kim-Il-Sung-Platz marschieren Tausende Soldaten im Stechschritt.

Viele Nordkoreaner wollen diesen Anblick nicht verpassen ...

... Und so laufen sie in Scharen zum Ort des Geschehens und bringen Blumensträuße mit.

Die gefeierte Partei hatte nach dem Tod von Kim Jong Il 2011 und die Machtübernahme durch Sohn Kim Jong Un noch mehr Einfluss bekommen.

Aber die Parteimitgliedschaft ist längst nicht mehr so begehrt, wie sie einst war, ...

... denn private Unternehmen bieten mittlerweile andere lukrative Einnahmemöglichkeiten.

Außerdem waren die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag so kostspielig, dass vieles im Land teurer wurde. Zum Beispiel Elektroartikel, Lebensmittel und Treibstoff.

Deswegen beobachten einige die Parade ohnehin mit Argwohn, im Land macht sich Unmut breit.

Während des Miltärmarsches ist davon nichts zu spüren. Auf den Bannern lächelt den Zuschauern das perfekte Antlitz von Kim Jong Un entgegen.

Das sonst weitgehend abgeschottete Land hat zu diesem festlichen Anlass seine Pforten sogar für ausländische Journalisten geöffnet.

Diese beobachten die gigantische Parade genau. Taucht eventuell neue Waffentechnik auf, die eine militärische Weiterentwicklung dokumentiert und damit zu einer Gefahr werden könnte?

Zunächst war befürchtet worden, dass Nordkorea während der Feier eine Satelliten-Rakete abschießt, um ein Zeichen zu setzen. Doch diese Hinweise verdichteten sich schließlich nicht.

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