Bilderserie
Montag, 03. Juli 2017

Eilantrag abgelehnt: So verlief die Räumung des G20-Protestcamps

Bild 1 von 15
Das Protestcamp auf der Elbhalbinsel in Hamburg: Erst verboten - dann vom Bundesverfassungsgericht im Eilverfahren gerichtlich genehmigt - und nun, in einer nächtlichen Aktion, von der Polizei geräumt. (Foto: picture alliance / Bodo Marks/dp)

Das Protestcamp auf der Elbhalbinsel in Hamburg: Erst verboten - dann vom Bundesverfassungsgericht im Eilverfahren gerichtlich genehmigt - und nun, in einer nächtlichen Aktion, von der Polizei geräumt.

Das Protestcamp auf der Elbhalbinsel in Hamburg: Erst verboten - dann vom Bundesverfassungsgericht im Eilverfahren gerichtlich genehmigt - und nun, in einer nächtlichen Aktion, von der Polizei geräumt.

Am späten Sonntagabend kommt es im Elbpark Entenwerder zu einem turbulenten Konflikt zwischen der Polizei und G20-Gegnern.

Bereits am Nachmittag wollen die Aktivisten ihre Zelte auf der beantragten Parkfläche aufbauen. Sie gehen davon aus, dass sie auch die Nacht im Camp verbringen dürfen.

Doch die Polizei sieht dafür keine Erlaubnis und blockiert den Zugang.

Laut Polizei haben die Protestler Anspruch auf ein 16.000 Quadratmeter großes Areal, auf dem demonstriert, aber nicht übernachtet werden darf.

Die Beamten hindern die Protestler daran, den Park zu betreten. Erst nach einigen Stunden kommt es zu einer Annäherung mit den Protestcamp-Organisatoren: Die Polizisten lassen die Demonstranten auf das Gelände.

Beide Seiten einigen sich zunächst auf eine Versammlung auf dem Gelände ohne Übernachtungen.

Trotz der Abmachung planen einige Aktivisten, die Nacht im Camp zu verbringen und stellen Zelte auf. Dadurch spitzt sich die Lage zu. Als die Polizei verkündet, dass Übernachtungen nicht geduldet werden und elf Zelte entfernt, …

… wehren sich die 600 Demonstranten. Ein Großaufgebot an Polizisten umstellt daraufhin das Lager. Die Beamten nutzen Pfefferspray und nehmen einen Protestler fest. Laut Angaben der Aktivisten werden mehrere unter ihnen verletzt.

Teilnehmer des Protestcamps streamen den Konflikt live im Internet.

In der Hamburger Innenstadt protestieren mehrere Hundert Demonstranten gegen die Camp-Blockade.

Innensenator Andy Grote twittert nach der Räumung: "VG Hamburg bestätigt Linie der Versammlungsbehörde: Kein Übernachtungscamp. Eilantrag der Camper heute Nacht abgelehnt."

Laut NDR verbringen trotzdem etwa 50 Personen die Nacht im Camp.

Die Organisatoren des Protestcamps werfen den Einsatzkräften vor, "unverhältnismäßig" vorgegangen zu sein. Das Vorgehen der Polizei kritisieren sie als rechtspolitischen Skandal.

"Die Hamburger Polizei verhindert eine angemeldete, rechtlich bestätigte Versammlung und bewegt sich mit ihrem Handeln klar im rechtsfreien Raum", heißt es in einer Mitteilung der Protest-Organisatoren.

weitere Bilderserien