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Dienstag, 04. Juli 2017

Goodwood Festival of Speed: Autos heiß wie Frittenfett

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Zweimal im Jahr pilgern Unmengen von Menschen in das kleine Dorf Westhampnett; genauer gesagt zum alles überragenden Anwesen des Earl of March, Darnley und Kinrara: Goodwood House. (Foto: Michael Gebhardt)

Zweimal im Jahr pilgern Unmengen von Menschen in das kleine Dorf Westhampnett; genauer gesagt zum alles überragenden Anwesen des Earl of March, Darnley und Kinrara: Goodwood House.

Zweimal im Jahr pilgern Unmengen von Menschen in das kleine Dorf Westhampnett; genauer gesagt zum alles überragenden Anwesen des Earl of March, Darnley und Kinrara: Goodwood House.

Der Hausherr – von seinen Freund nur Lord March genannt – lädt nämlich im Frühjahr und im Herbst zu zwei Motorsportveranstaltungen der Extraklasse.

Während im September beim Goodwood Revival auf der hauseigenen Rennstrecke mit historischen Flitzern und in traditioneller Kleidung der guten, alten Zeit gedacht wird, ...

... geht es beim Festival of Speed im Juli nur um eins: Spaß – an Leistung, und an teuren Autos.

Dann wird schon mal das Fairway des ersten Abschlags des ebenfalls zum Herrschaftssitz gehörenden Golfplatz kurzerhand zur Parkmöglichkeit umfunktioniert, ...

... und was zumindest ein Teil der knapp 180.000 Besucher des Festivals dort abstellt, dürfte so manchen Carspotter schon die Tränen in die Augen treiben. Rolls-Royce, McLaren und Aston Martin, Ferrari, Porsche und Lamborghini sind hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel:

Viele Gäste reisen mit Preziosen an, die ihrerseits eines Auftritts vor dem Goodwood House würdig wären.

Die Fahrzeuge, die aufs Festival-Gelände kommen, haben vor allem eins gemeinsam: jede Menge Leistung unter der Haube.

Ein anderes Kriterium, um auf dem Festival of Speed vorfahren zu dürfen ist die Kuriosität.

Da wäre zum Beispiel der Aston Martin DB5 Radford Shooting Brake von 1965.

Oder die illustre Runde von Modellen aus der Rehe der Fiat- 500-Modellen, die in Goodwood den 60. Geburtstag feiern.

Noch nicht ganz so alt ist der Fiat 500 Vignale Gamine aus dem Jahr 1968.

Der von Alfredo Vignale gestaltete 500 ...

... wird immerhin 97 km/h schnell, was seinerzeit für ein so kleines Auto enorm war.

Interessant auch die Interpretation des Ghia Fiat 500 Jolly aus dem Jahr 1960.

Fast schon skurril wirkt der Fiat 500 Zanzara Zagato von 1969.

Gestaltet wurde das Spaß-Auto von Ercole Sparda.

Der Mann hat übrigens auch den Aston Martin DB4 GT Zagato designt. Ähnlichkeiten sind also rein zufällig.

Der kleine Freund sieht vielleicht aus wie ein Fiat 500 ist aber ein Neckar Weinsberg Coupe aus dem Jahr 1964.

Und was ist das? Ein Ferves Ranger aus dem Jahr 1967. Kein geringerer als Carlo Ferrrai hat dieses Kuriosum ersonnen.

Ein Kracher ist natürlich auch der Aston Martin 2.0-Litre Sports DB1 von 1950.

Aber die Historiker sind nur ein Teil der Hingucker, die in Goodwood beim Festival of Speed die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen.

Zukunftweisend die Studie zur Wiederbelebung der 8er-Baureihe von BMW. Unter der Haube des 2018 erscheinenden M8 sind sowohl ein stimmgewaltiger V12 als auch ein drehmomentstarker V8-Turbomotor vorstellbar.

Der M8 GTE beerbt den M6 GTE und soll sein Rollout noch in der ersten Jahreshälfte feiern können.

2018 tritt BMW seit einigen Jahren erstmals wieder werksseitig beim Langstreckenklassiker an der Sarthe an. Dabei kämpfen die Münchner in der GTE-Klasse in Le Mans gegen die Teams von Porsche, Ferrari und Co.

Bugatti präsentiert den Chiron in der Julisonne, ...

... während Rolls-Royce die neue, ...

... um 30 PS erstarkte Power-Version seines Cabrios Dawn, ...

... mit dem düster klingenden Namenszusatz ...

... Black Badge zeigt.

Auch der Porsche 911 GT2 RS ....

... feiert in Goodwood seine Weltpremiere.

Sage und Schreibe 700 PS schlummern unter der mit einem silberfarbenen Streifen verzierten Karbon-Haube des von Porsche-Chef Blume präsentierten 911 GT2 RS.

Doch wer nach Goodwood kommt, ...

... der wartet natürlich auch immer darauf, die Boliden in Bewegung zu sehen.

Und während man beim neuen BMW M8 noch rätselt was ihn antreibt, gibt es bei einem Bugatti Chiron keine Zweifel.

Unter der Haube pumpt mit 1500 PS aus 16 Zylindern der stärkste Serienmotor der Welt.

Da ist ein Lamborghini Huracan Coupé mit 5,2-Liter-V10 mit 610 PS geradezu lächerlich.

Dennoch: Der Standardsprint auf 100 km/h dauert 2,9 Sekunden, bis 200 km/h vergehen 8,9 Sekunden, maximal sind 325 km/h drin.

Im öffentlichen Verkehr kaum zu sehen ist der Lexus LFA. Auf 500 Stück limitiert macht sich der Japaner mit 4,8-Liter-V10 recht rar.

Was der bereits damals über 300.000 Euro teure LFA heute wert ist, kann an dieser Stelle nicht gesagt werden.

Natürlich ist auch "The Beast" in Goodwood aufgelaufen. Unter der Haube des Mercedes GT R ein 4.0-Liter-V8-Biturbo, der 585 PS leistet.

Die neue Alpine bescheidet sich mit 1080 Kilogramm und wird dabei von einem 250 PS starken 1,8-Liter-Benziner in nur 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt.

Beeindruckender ist da vielleicht das auf 500 Einheiten limitierten Sondermodell Porsche 911 Turbo S Exclusive.

Der 911 wurde zusammen mit dem GT2 RS in Goodwood präsentiert.

Immer wieder ein Hingucker der Pangani Zonda R.

Der Zenvo ST1 kommt vom dänischen Kleinserienhersteller Zenvo Automotive. Ob die 15 Fahrzeuge zu jeweils 830.000 Euro verkauft wurden ist nicht bekannt.

Wenn man Autos wie den Rimac Concept One auf Messen sieht, glaubt man kaum dass sie fahren können. In Goodwood beweist der zweisitzige Elektrobolide das Gegenteil.

Mit einer Leistung von 1088 PS und 1600 Newtonmeter Drehmoment beschleunigt er von 0 auf 100 km/h in 2,8 Sekunden und gilt auch als erster elektrischer Supersportwagen.

Aber nicht nur die Autos sind in Goodwood heiß wie Frittenfett, ...

... sondern auch das britischen Nationalgericht: Fish and Chips.

Noch am Kauen, beweist Nissan, dass auch die Zukunftsvisionen der Japaner fahrbereit sind.

Tonal beeindruckender sind aber nach wie vor die Sportwagen, ...

... die mit fetten Heckspoilern in Goodwood ihre Runden drehen.

Das einzige Modell von Briggs Automotive Company (BAC) Limited ist der Supersportwagen Mono, der natürlich in Goodwood nicht fehlen darf.

Weniger beeindruckend, weil bekannt, ist der Audi R8 V10.

610 PS und 560 Newtonmeter Drehmoment katapultieren den Allrader in knapp drei Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Jaguar startet einen Angriff auf den BMW M4 GTS und bringt mit dem XE SV Project 8 das stärkste Serienfahrzeug aller Zeiten. In Goodwood driftete die Katze erstmals vor Publikum ums Eck.

Dazu wurde das V8-Triebwerk von 575 PS auf 600 PS aufgeblasen, was den XE SV Project 8 – auch dank Allradantrieb – in nur 3,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 schießt.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 322 km/h.

Natürlich dürfen die Rennsportboliden in Goodwood nicht fehlen.

Zum Beispiel von Aston Martin.

Mit einem Lamborghini Centenario kann man in Goodwood auch nichts verkehrt machen.

Mit V12 und 755 PS reiht er sich locker im die Phalanx der Supersportwagen ein.

Den SLS AMG Roadster gibt es seit 2014 nicht mehr. In Goodwood fuhr er natürlich.

Befeuert vom 6,2-Liter-V8 beschleunigt der Bolide in 3,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und wird 317 km/h schnell.

Der Wraith ist mit 632 PS und einer Länge von 5,27 Meter das Coupé der kleinen Rolls-Royce-Baureihe Ghost.

Wer mit dem aber zu schnell um die Kurve fegt, muss aufpassen, dass er nicht die Spur verliert.

Etwas langsamer, aber dafür sehr elegant, zieht der Jaguar E-Type in Goodwood seine Runden.

Und weil Alt sich neben neu ganz phantastisch macht, lässt McLaren gleich mal seinen neuen 570S Spider über den Kurs preschen.

Gefolgt vom McLaren 720S, dessen Eckdaten sich einfach phantastisch lesen: 4,0-Liter-V8-Benziner mit 720 PS.

Ein maximales Drehmoment von 770 Newtonmeter und eine Sprintzeit von 2,9 Sekunden von Null auf 100 km/h. Ach so, in der Spitze ist Tempo 341 möglich.

Auf besonderen Wunsch eines einzelnen Kunden hat Rolls Royce den Sweptail gebaut. Die Entwicklung des Einzelstücks dauerte vier Jahre und ...

... kostete rund 12 Millionen Euro. Giles Taylor, Designchef der Marke vergleicht das Einzelstück mit Haute Couture: "Es wurde maßgeschneidert, um einem ganz bestimmten Kunden zu gefallen."

Zeit für eine Verschnaufpause ...

... bei Kaffee und Schnittchen.

Und weil Autos gucken müde macht, kann auch ein power nap nicht schaden.

Bevor es zurück an die Rennstrecke geht, ...

... um sich an Nascars zu ergötzen ...

... oder alte Rennschlitten von Ford zu bestaunen.

Richtig nostalgisch wird es wenn der Alfa Romeo P3 von 1932 ums Eck zieht, den einst auch Don Lee fuhr.

Das hier im Bild dürfte wohl eine Nachfolger des legendären "BlitzenBenz" sein.

Das man mit diesem Dampfer Rennen fahren konnte, scheint nach heutigem Ermessen eigentlich unmöglich.

Der Mercedes GV 602 erfreut jedes Jahr das Publikum in Goodwood.

Und während man noch dem Nostalgiker hinterherblickt, kommt schon der nächste Bolide angerauscht.

Ein alter Renner von McLaren.

Auch Dieter Quester fuhr in Goodwood ums Eck. Na oder wenigstens ein Wagen mit seinem Namenszug.

Eine ungewöhnliche Farbkombination kommt hier zum Tragen.

Eindeutig zu identifizieren ist der Ferrari 375 Grant Piston Ring mit dem Johnny Parsons 1952 versuchte sich für die Indy 500 zu qualifizieren, aber grandios scheiterte.

Mit anderen Rennwagen und ...

... bei anderen Rennen war Ferrari deutlich erfolgreicher.

Aber auch das passiert in Goodwood: Ein klassischer Totalausfall.

Den hatten die Brüder Rodríguez im Jahr 1960 nicht, als sie die 24 Stunden von Daytona Beach im Ferrari gewannen.

Überhaupt dominieren die Rennwagen der Italiener ...

... den Rundkurs in Goodwood.

Aber sie haben eben über Jahrzehnte Renngeschichte geschrieben.

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