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Vom Ladenhüter zum Megaseller: Corvette: Mythos und Ikone

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Die Corvette ist heute Mythos und Ikone zugleich. In  Europa ist die "Vette" allerdings nie so richtig angekommen.

Die Corvette ist heute Mythos und Ikone zugleich. In Europa ist die "Vette" allerdings nie so richtig angekommen.

Die Corvette ist heute Mythos und Ikone zugleich. In Europa ist die "Vette" allerdings nie so richtig angekommen.

Dabei ist die aktuelle Version ein Sportwagen auf der Höhe der Zeit, schlägt in Vergleichstests renommierte Konkurrenten, ist preiswert, rostunempfindlich und erstaunlich sparsam.

Schon die Premiere war ein Knaller. 1953 stellte Chevrolet einen selbst für US-Verhältnisse radikalen Roadster vor. Zwei Jahre zuvor war dem legendären GM-Chefdesigner Harley Earl, ...

... der die Heckflossen erfunden hatte, bei einem Rennen in Watkins Glen ein eleganter offener Zweisitzer von Jaguar ins Auge gefallen, der XK 120. Um den neuen Sportler wirklich im Geheimen entwickeln zu können, ...

... erhielt das Projekt den Decknamen "Opel". Nach Beginn der Serienfertigung hielt sich die Nachfrage nach dem Zweisitzer freilich in Grenzen. Ein uralter Vorkriegs-Sechszylinder mit 152 PS brachte bei Weitem nicht die Leistung, die die Form erwarten ließ. Im ersten Jahr konnte Chevrolet nicht mal die Hälfte der Produktion verkaufen.

Erst ab 1955 nahm die Karriere des ältesten und erfolgreichsten Sportwagens der Welt richtig Fahrt auf, als General Motors den 197 PS freisetzenden "Smallblock"-V8 vorstellte.

Der technisch einfache Achtzylinder mit einer zentralen Nockenwelle zwischen den Zylinderbänken und ...

... der Ventilsteuerung über Stößelstangen avancierte augenblicklich zur Standard-Motorisierung der Corvette.

Während die nächsten Jahre der Corvette nur regelmäßige Modellpflegen und erste Motorsporterfolge bescherten, ...

... eröffnete Chevrolet das Jahr 1963 mit einem Paukenschlag: Die Corvette Sting Ray zeigte sich in völlig neuem Design alternativ als Cabriolet und als Coupé. Für viele Fans ist die Sting Ray die ultimative Corvette, ...

... besonders als Coupé mit geteiltem Rückfenster. Unter GM-Designchef Bill Mitchell entwarf Larry Shinoda eine aufregende Form, die sich am Prototypen Stingray von 1958 orientierte.

Fast schon spektakulär waren die Leistungswerte der bereits im ersten Jahr über 21.000 Mal verkauften Sting Ray. Offiziell setzten die bis zu 7,0-Liter großen V8 maximal 450 PS frei, ...

... inoffiziell sollen aber bis zu 600 PS möglich gewesen sein. Und mit 276 km/h erzielte die zweite Corvette-Generation 1967 ...

... einen Geschwindigkeitsrekord in Le Mans. Allerdings stand da schon die nächste Corvette in den Startlöchern, ...

... erstmals mit einer frühen Form markanter Klappscheinwerfer. Das zeitgeistige "Coke-Bottle"-Design orientierte sich an der GM-Studie Mako Shark II, ...

... dagegen war das optionale "T-Top"-Dach mit herausnehmbaren Einsätzen stilprägend für zahlreiche amerikanische Muscle-Cars und japanische Sportwagen.

So wurde 1969 die Auslieferung der 250.000sten Corvette der Gesamtproduktion gefeiert ...

... und 1973 meldete Chevrolet trotz der ersten Ölkrise einen Jahresabsatz von über 30.000 Einheiten. Noch im hohen Alter von elf Produktionsjahren war die dritte Corvette-Generation für Überraschungen gut: ...

... 1979 wurden zum ersten Mal über 50.000 Zulassungen in einem Jahr erzielt. Auch die vierte Corvette blieb über einen außergewöhnlich langen Zeitraum aktuell.

In zwölf Jahren wurde sie rund 360.000 Mal gefertigt, darunter waren allerdings nur 74.000 Cabriolets.

Die Linienführung war eher zurückhaltend und die Motoren nach bisherigen Corvette-Maßstäben nur mäßig kräftig.

Gegen starke Ferrari oder Porsche konnte erst wieder die 405 PS leistende Corvette ZR-1 punkten, die 1990 ihren Einstand feierte und dies mit gleich einem Dutzend Geschwindigkeitsweltrekorden.

Ein anderer einzigartiger Bestwert in der Geschichte von Hochleistungssportwagen wurde 1992 mit einem weißen Convertible zelebriert: ...

Die einmillionste Corvette rollte vom Band, passend zur Eröffnung der Corvette American Hall of Fame in Cooperstown, New York.

Ihren 50. Geburtstag beging die Corvette bereits mit einem Sondermodell der fünften Generation. Obwohl der intern C5 genannte Chevrolet-Sportwagen der Jahre 1997-2004 nicht mit extrem starken Motorisierungen beeindrucken konnte, ...

... vermochte er dies mit außergewöhnlichen Fahrleistungen. So kratzten die schnellsten Corvette an der 300-km/h-Marke und der Sprint auf Tempo 100 gelang in 4,7 Sekunden.

Dies alles mit robuster, alltagstauglicher V8-Technik zu Preisen, ...

... die weit unter dem Niveau vergleichbarer Wettbewerber lagen. Noch besser beherrscht die aktuelle Corvette diese Disziplinen.

Als Z06 gilt sie als schnellstes GM-Fahrzeug aller Zeiten. Sogar in Europa, der ursprünglichen Heimat aller Supersportwagen, ...

... kann der als Porsche-Rivale entwickelte amerikanische Volks-Ferrari jetzt neue Image- und Absatzerfolge erzielen. So mancher Sammler deutscher, italienischer oder britischer Boliden stellt erstmals eine Corvette in seine Garage. Eine Ehre, ...

... wie sie sonst wahrscheinlich keinem anderen millionenfach produzierten Massenauto gewährt wird. Die Leistung des V8 ist ohne Fehl und Tadel. Dass ein dertiger Hubraum automatisch ein Dampfmaschinenhaftes Drehmoment erzeugt, ...

... verdeutlicht ein Zahlenvergleich. Die Corvette stellt ab 4600 U/min 575 Newtonmeter bereit, beim aktuellen Porsche 911 Carrera mit 350 PS weist das Datenblatt 390 Newtonmeter bei 5 600 U/min aus.

Dank des extrem lang übersetzten sechsten Gangs der Corvette-Schaltung lässt sich der Chevrolet auf langen Strecken entspannt und vor allem erstaunlich genügsam bewegen.

Die Idee, die berühmteste Corvette wieder auferstehen zu lassen, liegt seit einiger Zeit in den Schubladen bei Chevrolet. Das wohl interessanteste Konzept wurde ...

...2011 vorgestellt. Die Herausforderung bei der Entwicklung des Concept Cars lag für die Designer in der Kombination klassischer Corvette-Merkmale mit überraschenden High-Tech-Features, ...

... modernen Materialien und einem neuen, markanten Außendesign. Eine Version des Fahrzeugmodells taucht auch als "Sideswipe" in den Filmen "Transformers: Revenge of the Fallen" und "Transformers: Dark of the Moon" auf.

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