Rassig und heißblütig, ganz südländisch eben gibt sich der Seat Exeo. Der Spanier basiert auf dem Vorgängermodell des Audi A4. Wer das aber nicht weiß, der wird unter dem roten Blechkleid keinen Bayern erkennen.Bild 1 von 19 | Foto: Markus MechnichDennoch hat Seat es geschafft dem Auto einen eigenen Charakter zu verpassen. Und dieser ist sehr sportlich. Ganz dem Image der Marke entsprechend.Bild 2 von 19 | Foto: Markus MechnichVergleicht man den Exeo mit dem aktuellen A4, so fallen aber durchaus einige Ähnlichkeiten auf.Bild 3 von 19 | Foto: Markus MechnichDie Abmessungen stimmen weitgehend überein ...Bild 4 von 19 | Foto: Markus Mechnich... doch der Seat kommt bulliger daher. Dabei liegt er, trotz Sportfahrwerk, kaum tiefer als der A4.Bild 5 von 19 | Foto: Markus MechnichDie sportlliche Herangehensweise ist denn auch das wichtigste Merkmal des Exeo. Unser Testfahrzeug hat den Zwei-Liter-Benziner mit 200 PS Leistung an Bord.Bild 6 von 19 | Foto: Markus MechnichDazu das Sportpaket mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, straffem Fahrwerk und Sportsitzen. Eine Kombination, die viel Fahrspaß mit sich bringt, aber nichts für Weichspüler ist. Der Seat ist bretthart und hat mit dem Spitzenbenziner jede Menge Kraft in petto.Bild 7 von 19 | Foto: Markus MechnichInnen ist alles Audi. Der Schaltknüppel beispielsweise stammt aus Ingolstadt, viele Regler und Bedienelemente sind ebenfalls wiederzuerkennen. Da ist der Exeo eben ganz Produkt eines Großkonzerns.Bild 8 von 19 | Foto: Markus MechnichHinten geht es recht eng zu. Fünf Personen finden theoretisch Platz. Die Beine der Fondpassagiere dürfen allerdings nicht zu lang sein.Bild 9 von 19 Vorne ist das Platzangebot ordentlich. Auch Menschen jenseits der zwei Meter können hier anständig sitzen. Das Auto ist durch das Sportfahrwerk allerdings sehr tief und ein Einstieg erfordert durchaus etwas Beugung.Bild 10 von 19 Der Zwei-Liter-TSI-Motor ist ein lauffreudiges Stück Technik. Das Aggregat, das ebenfalls im Vorgänger-A4 seinen Platz hatte, wurde nicht umsonst auch als "Engine of the Year" ausgezeichnet. Ein Drehmomentplateau stellt zwischen 1800 und 5000 Umdrehungen pro Minute das Maximum von 280 Newtonmeter bereit.Bild 11 von 19 Das macht aus dem Spanier einen echten Kurvenräuber. In Kombination mit dem straffen Fahrwerk macht der Exeo eine Menge Spaß auf verwinkelten Landstraßen. Er zieht aus dem Drehzahlkeller stramm nach oben.Bild 12 von 19 | Foto: Markus MechnichBei flotter Kurvenfahrt zeigt er ein braves Untersteuern, das das bewährte Audi-ESP souverän wegregelt. Trotz der nicht unerheblichen Leistung ist er somit gut zu beherrschen.Bild 13 von 19 | Foto: Markus MechnichIn 7,3 Sekunden gelingt dem Exeo der Sprint auf 100 km/h. Die 200 PS sollen für 241 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit gut sein. Das war im Test nicht nachzuvollziehen. Im oberen Geschwindigkeitsbereich wird es zäh mit dem Exeo.Bild 14 von 19 | Foto: Markus MechnichBeim Verbrauch zeigt sich der Exeo maßvoll. Im Testdurchlauf genehmigte er sich in Durchgang Eins 10,5 und im zweiten Durchgang 8,9 Liter. Laut Norm sollte der Verbrauch bei 7,7 Litern liegen.Bild 15 von 19 | Foto: Markus MechnichDas Kofferraumvolumen liegt bei 460 Litern. Damit bietet er nur 20 Liter weniger als ein aktueller Audi A4. Die Rückbank ist serienmäßig geteilt umlegbar.Bild 16 von 19 | Foto: Markus MechnichKommen wir zu den Kosten. Dank der Übernahme der Technik des "alten" A4 kann Seat den Exeo zu einem recht niedrigen Preis anbieten. Unser Testwagen mit dem Zwei-Liter-Benziner an Bord kommt zu einem Grundpreis von 28.290 Euro daher. Mit Business-Navi und Sportpaket kommt der Exeo auf einen Preis von 33.480 Euro.Bild 17 von 19 | Foto: Markus MechnichErfreulicherweise bringt der Exeo in der Basisausstattung schon recht viel serienmäßig mit. So kann der Exeo gegenüber der Konkurrenz durchaus glänzen. VW Passat, Audi A4 oder der 3er von BMW kosten alle mindestens 3000 Euro mehr. Der Skoda Octavia liegt im Vergleich 200 Euro unter dem Seat mit dem gleichen Motor.Bild 18 von 19 | Foto: Markus MechnichAls Fazit lässt sich sagen, dass der Seat Exeo kein schlechtes Angebot ist. Für eine Familienkutsche ist er wohl zu sportlich. Aber wer Dynamik sucht und Nutzwert nicht komplett abschreiben will, für den ist der rassige Spanier eine Überlegung wert. (Text: Markus Mechnich)Bild 19 von 19 | Foto: Markus Mechnich