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Schön waren sie schon immer, die Alfa Romeos. Aber sie bereiteten auch meist ihren Besitzern Kummer. Das Herz schlägt dennoch immer ein Stückchen schneller, wenn einer der flotten Italiener zu sehen ist. Das ist auch beim MiTo der Fall.
Auch der kleinste Alfa erregt Aufsehen, egal wo man hinkommt. Kein Wunder, denn gerade mit der braun-metallicfarbenen Lackierung zeigt sich der MiTo von seiner Sahne-Seite.
Im Test fuhren wir den 120-PS-Diesel. Mit seinem 1,6-Liter-Motor ist er recht sportlich.
Damit ist er zwar nicht der Dauergast auf der linken Autobahnspur, aber die 200 km/h schafft er dennoch locker.
Im Vergleich zur direkten Konkurrenz bietet der Alfa bei etwas mehr als vier Metern Länge und 1,72 Metern Breite viel Raum. Zum Vergleich: Der VW Polo ist 14 Zentimeter kürzer und sieben Zentimeter schmaler.
Damit verschlingt der Italiener 270 Liter Gepäck. Umgeklappt sind es 950 Liter Volumen im Heck. Bis zu 485 Kilogramm dürfen zugeladen werden.
Im Innenraum herrscht ein sportlich-jugendliches Ambiente. Die Bedienung ist unkompliziert. Lediglich der Tempomat ist etwas ungünstig gelegen.
Der gute erste Eindruck wird allerdings durch viel Hartplastik gestört. Die Verarbeitung ist nicht ganz makellos.
Spaß macht das D.N.A.-System. Damit lässt sich das Auto auf sportlich oder komfortabel trimmen. Das funktioniert gut. In der Sport-Einstellung wird aus dem Alfa in Verbindung mit dem stärksten Diesel ein Kraftzwerg.
Das unterstreicht den Anspruch des MiTo, der laut Hersteller "sportlichste Kleinwagen" überhaupt zu sein.
Auf jeden Fall sticht er mit seinem eigenwilligen Design aus der Masse hervor. Er zieht die Blicke auf sich. Das können in seinem Segment nur wenige von sich behaupten.
Auch in Sachen Nutzwert muss sich der Italiener nicht verstecken. Er bietet ausreichend Platz für Fahrgäste und Gepäck.
Lediglich die Frage nach der Qualität stellt sich, wie bei vielen Alfas, auch bei ihm. Vibrationen des Diesels am Lenkrad und am Schalthebel irritieren. Die ungenaue Verarbeitung trübt etwas den Genuss.
Dennoch macht der schmucke Italiener Spaß. Vor allem in der Sporteinstellung. Die ist zwar unvernünftig, aber lässt den "Italian Stallion" von der Leine. Denn sonst kann auch der große Diesel mit 4,8 Litern auskommen.
Damit zeigt er seine zwei großen Stärken: Er ist eben kein Auto von der Stange, sondern etwas Besonderes. Und er hat eindeutig Sport-Gene. In der Summe ein echter Alfa eben.
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