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Nissan Murano: Der zeigt Zähne

 
Nissan Murano: Der zeigt Zähne

Ganz schön dick: Nissans Murano ist keine Grazie der Straßen. Das Schwergewicht ist eine Mischung aus Limousine und Geländewagen. Herausgekommen ist dabei ein mächtiges Stück Auto.

Mit knapp zwei Tonnen bringt er ein anständiges Gewicht auf die Räder. Doch der Crossover-SUV ist mit einem V6-Motor auch gut motorisiert.

Der 3,5-Liter-Motor erzeugt 256 PS. Viel Leistung, mit der sich das Auto aber auch anständig bewegen lässt.

Daran arbeiten auch die 334 Newtonmeter Drehmoment mit. Und vor allem das CVT-Getriebe. Nahezu stufenlose Schaltvorgänge werden damit ermöglicht.

Bei den Abmessungen ist er tatsächlich weniger groß als er wirkt. 4,83 Meter ist er lang, 1,89 Meter breit und 1,73 Meter hoch. Durch die klobige Front sieht er sehr massiv aus. In sich sind die Proportionen aber stimmig. Wenn er von hinten anrollt, sieht er so aus, als wolle er gleich zubeißen.

Bis auf 210 km/h lässt sich der Murano beschleunigen. Im Innern bekommt man davon relativ wenig mit. Das Auto ist ausgesprochen komfortabel ausgelegt.

Er ist eben für den amerikanischen Markt entwickelt worden. Daher ist das Fahrwerk relativ weich. Dennoch ist er keine Schaukel. Der Kompromiss wird erst bei höheren Geschwindigkeiten gefühllos.

Dennoch gibt die Aufhängung ein ordentliches Feedback ans Steuer. Ebenso wie die Lenkung. Diese wird allerdings bei hohen Geschwindigkeiten etwas schwammig.

Die Karosserie ist unübersichtlich. Daher hat Nissan dem Murano drei Einparkhilfen spendiert: Eine Rückfahrkamera und eine Kamera für die rechte Seite vorne. Diese ist im rechten Außenspiegel integriert. Zusätzlich noch ein akustisches Abstandswarnsystem.

Im Innenraum geht es luxuriös zu. Doppelt genähtes Leder auf den Sitzen, Lenkrad und Seitenverkleidungen umschmiegen die Insassen. Die Verarbeitung ist tadellos.

Mehr Licht gibt es durch das zweigeteilte Sonnendach - auch auf der Rückbank.

Dort gibt es Luxus pur. Eine eigene Entertainment-Anlage sorgt für Kurzweil. Ledergepolstertes Gestühl behütet die Passagiere.

Angenehm ist auch die elektrische Heckklappe.

Per Knopfdruck öffnet oder schließt sie die Kofferraumabdeckung.

Die Ladekante ist für ein Auto dieser Größe dennoch erstaunlich niedrig.

Praktisch ist auch der ausklappbare Boden mit zusätzlichen Gepäcknetzen für den kleinen Einkauf.

Bis zu 402 Liter lassen sich in den Murano verfrachten.

Die Rückbank ist hälftig umlegbar. Dann passen bis zu 838 Liter rein.

Maximal 447 Kilogramm dürfen dem Murano zusätzlich auf die Räder geladen werden.

Mit einer zulässigen Anhängelast von 1500 Kilogramm ist er nur bedingt ein echtes Lastentier. Das reicht für ein kleines Boot oder ein einzelnes Pferd.

In acht Sekunden kann der Nissan die 100 km/h erreichen. Wenn der V6 allerdings seine Kräfte freilässt, wird er auch trinkfreudig.

Mit 10,9 Litern Superbenzin ist der Murano als Normverbrauch gelistet. Um diese Werte zu erreichen, braucht es allerdings ein sensibles Gasfüßchen.

Die Realität liegt irgendwo zwischen 12 und 15 Litern. Je nachdem, wieviel Beherrschung im rechten Bein steckt.

In unserem Test kamen wir mit 12,8 Litern im Mix aus.

Der Nissan ist kein Schnäppchen. In der Grundausstattung kostet er 46.740 Euro. Wer die zahlt, sollte auch noch 3800 Euro drauflegen und die "Executive"-Ausstattung mitbuchen.

Damit bekommt man viel Auto fürs Geld. Denn der Murano ist sehr gut ausgestattet, so dass kaum Wünsche offen bleiben.

Am Ende ist der Luxus-Japaner durchaus eine runde Sache. Er bietet viel Komfort sowie zahlreiche technische Helferlein. Dafür ist er nicht der Günstigste, und an die Ausmaße muss man sich sicher gewöhnen. In seinem Segment kann er sich auf jeden Fall sehen lassen. (Text: Markus Mechnich)

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