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Highlights der Automarken: Die Imageträger

 
Highlights der Automarken: Die Imageträger

Sie sind die Aushängeschilder der Konzerne, die technologischen Speerspitzen der Prouktpaletten: Nahezu jeder Autokonzern hat einen Imageträger im Programm.

Ein Auto, in dem die ganze Kompetenz gebündelt ist. Manche sind Supersportler, andere Luxuslimousinen und wieder andere einfach die größten und teuersten Modelle, die im Angebot sind. Wir zeigen Ihnen die Imageträger der Autohersteller.

Schöne Autos baute Alfa Romeo schon immer. Aber der Leitwolf der aktuellen Produktpalette der Italiener ist sicherlicher der 8C Spider. Zusammen mit seinem Bruder, ...

... dem Alfa Romeo 8C Competizione bildet das Paar die technologische Speerspitze des traditionsreichen Autobauers. Beide Modelle waren auf 500 Einheiten begrenzt und sind natürlich schon längst ausverkauft. 292 km/h Spitze und 450 PS aus einem V8 sind aber auch Werte, bei denen echte Alfisti ins Schwärmen geraten.

Audi hat sich mit dem R8 im Jahr 2007 einen lange gehegten Traum erfüllt. Endlich ein Supersportler mit den vier Ringen. In diesem Frühjahr legten die Ingolstädte eine offene Version nach und der Zehnzylinder-Spitzenmotor leistet nun 525 PS.

Für den Kundensport gibt es mittlerweile eine auf 333 Exemplare beschränkte GT-Version mit 560 PS und 100 Kilogramm weniger im Gepäck.

Imageträger sind für Audi mittlerweile auch die E-Tron-Modelle. Allen voran der R8 E-Tron Concept, der auf der letztjährigen IAA gezeigt wurde. Der Elektrosportler mit 313 PS soll auch 2013 in einer Kleinserie gebaut werden.

Das Flaggschiff bei BMW ist zweifellos der 7er. Hier zeigen die Münchner ihr ganzes Können in Sachen Luxuslimousine. Allerdings haben andere Hersteller auch solche Autos im Programm.

Der neue 6er, der im kommenden Frühjahr auf den Markt kommt, ist schon eher etwas Besonderes. Alleine schon wegen seines ansprechenden Designs.

Der echte Imageträger von BMW trägt aber den komplexen Namen Vision EfficientDynamics und wurde im vergangenen Jahr gezeigt. Der Hybridsportler mit 328 PS und einem Verbrauch von 3,76 Litern wird ab 2013 in Serie gebaut.

Chevrolet baut mittlerweile hauptsächlich Kleinwagen und das auch noch in Asien. Dennoch haben die Amerikaner unter dem Dach von General Motors noch zwei echte Kracher im Programm: den Camaro ...

... und die Corvette ZR1. Letztere bietet aus einem aufgeladenen 6,2-Liter-V8 638 PS und somit echten Supersport made in USA.

Cadillac selbst ist das technologische Aushängeschild von General Motors. In der Produktpalette ist das brandneue, erst kürzlich in Paris gezeigte CTS-Coupé das Highlight. Ein V8 mit 556 PS macht aus dem 2+2-Sitzer eine Sportskanone.

Der C6 führt bei Citroën die Tradition der großen Limousinen, wie einst die DS, CS oder XM, fort. Allerdings ist das Obere-Mittelklasse-Auto mittlerweile etwas in die Jahre gekommen und wird möglicherweise auch nicht mehr ersetzt werden.

Technologisch ist am ehesten der Survolt der Imageträger, der im Frühjahr auf dem Genfer Automobilsalon gezeigt wurde. Zwei Elektromotoren leisten 300 PS und bringen ihn auf eine Spitzengeschwindigkeit von 260 Stundenkilometer.

Aushängeschild und derzeit der Ferrari schlechthin ist der 458 Italia. Er trägt den ambitionierten Titel "bester Ferrari aller Zeiten" zu sein. 570 PS und 3,4 Sekunden bis zu 100 km/h sind für einen solchen Ferrari Standard.

Da Fiat Ferrari sein Eigen nennt, sucht man in deren Produktpalette richtige Highlights vergebens. Der Bravo ist noch das schickste, was der italienische Kleinwagenspezialist zu bieten hat.

In der Produktpalette von Ford Europa gibt es ebenfalls wenig Berauschendes. Der Mondeo ist neben den großen Vans namens S-Max und Galaxy noch das interessanteste Auto.

In den USA hat man dagegen mit dem Mustang ein richtig heißes Eisen im Feuer. Ein echtes Muscle-Car mit V8 und jeder Menge Image an Bord. In Europa aber nur über den Import zu haben.

Mit großen Autos hatte Honda nie wirklich Erfolg. Deshalb ist der Insight wohl noch am ehesten das, was man einen Imageträger nennen kann. Der Hybride will mit Spritspartechnik zu einem günstigen Preis überzeugen.

Mit dem Genesis Coupé ist Hyundai jüngst ins Sportwagengeschäft eingestiegen. Das hübsche Auto ist mit einem V6 mit 303 PS zu haben.

Größeres vor hat Hyundai mit dem Equus, der ab nächstem Jahr hier zu haben sein wird. Es soll sogar eine eigene Luxusmarke der Koreaner, nach dem Vorbild von Lexus und Infiniti geben.

Infiniti, Nissans Edel-Marke, ist auf unseren Straßen eher eine Randerscheinung. Flaggschiff der Modellpalette ist der M37 mit 320 PS, den seit kurzem auch in einer Dieselvariante gibt.

Jaguar hat sein Flaggschiff XJ erst kürzlich neu auf den Markt gebracht. Der große Name wurde mit allem bestückt, was die britische Marke so kann oder von Ford bekommen hat.

Neue Zierde im Sortiment könnte der CX-75 werden. DIe Technik ist außergewöhnlich. Jet-Turbinen produzieren Strom für den Antrieb. Eine Serienproduktion ist aber unwahrscheinlich.

Lamborghini selbst ist ein Aushängeschild von Mutter Audi und damit auch von VW. Der Performante ist derzeit wohl das spektakulärste Serien-Auto. Nächstes Jahr soll wieder ein großer Zwölfzylinder dem Murcielago folgen.

Der Range Rover ist das Spitzenmodell von Land Rover und ein Auto mit großer Tradition. Deshalb geht man sehr behutsam mit dem Spitzenmodell um, hat ihn dieses Jahr nur ganz zart renoviert und bietet ihn nur mit zwei V8-Motoren an.

Lexus, der Edel-Marke von Toyota, ist auf dem deutschen Markt nur bescheidener Erfolg beschieden. Der LS, hier in getunter Version, hat eigentlich alles, was einer Oberklasselimousine ausmacht. Nur kein Image.

Für großen Sport bei Lexus steht der LFA, der sich schon beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring bewährt hat. Jetz geht er in Serie. Mt 560 PS und 325 km/h Spitze ein echter Supersportler.

Mazda hat als Akteur auf dem Massenmarkt nur wenig im Spitzenbereich zu bieten. Für Image sorgt sicherlich der Roadster MX-5, der als bezahlbarer Sportwagen mittlerweile schon ein Traditionsmodell ist.

Für Aufsehen sorgte die Studie Shinari, die wohl auch etwas vom Design des kommenden MX-5 vorweg nimmt.

In Sachen Design hat Mercedes in diesem Jahr gezeigt, wo die Reise hingeht. Der CLS ist ein wichtiger Wegweiser für die Optik der Marke in den kommenden Jahren.

Der wahre Imageträger ist aber der Mercedes SLS AMG, mit dem sich die Stuttgarter nach der Trennung von McLaren wieder einen echten Supersportler gegönnt haben. 571 PS treiben den Boliden mit dem Stern voran. Die Optik und die Flügeltüren sollen an den legendären 300 SL erinnern.

Im kommenden Jahr wird es den SLS auch als Roadster geben. Prototypen wurden schon gesichtet, aber Details sind noch nicht bekannt.

Der Hingucker in den Showrooms von Nissan ist sicherlich der GT-R. Der Supersportler der Japaner bietet sich mit 485 PS und einer Beschleunigung von 3,5 Sekunden auf 100 km/h als echte Sportsgranate an.

Große Limousinen baut Opel schon länger nicht mehr. Daher ist der Insignia aus dem Opel Performance Center (OPC) das stärkste Straßenmodell der Rüsselsheimer. In 6,0 Sekunden auf Tempo 100 - da wirkt die Limitierung auf 250 km/h fast wie Willkür.

Gut fürs Image ist auch der Opel Ampera. Das Elektroauto mit Range Extender (1,4-Liter-Vierzylinder-Benziner) bringt es auf eine beachtliche Reichweite von 500 Kilometern. Aber das Modell wurde aus dem GM-Konzern vom Chevrolet Volt adaptiert.

In Le Mans zeigt sich Peugeot schon lange sportlich. In der Modellpalette war das allerdings kaum wiederzufinden. Bis zu diesem Frühjahr, als die Franzosen den RCZ auf den Markt brachten. Der günstige Sportler hat der Marke schon viel an Aufmerksamkeit eingebracht und zeigt deren Ambitionen.

Das will auch der Peugeot 508 schaffen. Mit dem Auto traut sich die Marke wieder einen großen Wurf im Bereich der Mittelklasse-Limousinen zu.

Porsche ist die neue Zierde im Markensortiment von VW. Auch, weil sie viele schöne Autos im Sortiment haben. Alleine 21 Ableger des 911 gibt es. Jüngstes Kind ist der Speedster, der nur 356 Mal gebaut wird und natürlich schon ausverkauft ist.

Die Oberklasse ist für Importeure ein ganz schwieriges Pflaster. Renault versucht jetzt mit dem Latitude einen neuen Anlauf. Zwei starke Diesel und ein eher schwacher Benziner sollen das Auto, das es nur zu leasen gibt, zu einem Erfolg machen. Allerdings ist das Modell eher auf russische Kundschaft ausgerichtet.

Ja, Saab lebt noch. Und mit dem 9-5 haben die Schweden in niederländischem Besitz wieder ein neues Spitzenmodell auf dem Markt. Mit dem Wagen will Saab Spyker in eine sichere Zukunft fahren. Der neue Saab ist ein Fünfmeterschiff mit einer schlichten Silhouette.

Skoda verdient sein Geld mit günstigen Modellen und darf sich innerhalb des VW-Konzerns auch nicht sonderlich ausbreiten. Was die Tschechen mit dem Material aus dem VW-Regal so können zeigt der Superb, der sich als günstigere Alternative zu Passat und Co. präsentiert.

Ähnliches gilt für Seat. Die spanische Marke hat aus dem alten Audi A4 mit dem Exeo ein schickes Auto gezaubert. Das Topmodell der Marke kann sich, dank bewährter Technik, wirklich sehen lassen und mit bis zu 211 PS geht es mit dem Iberer auch flott voran.

Der Kleinwagenspezialist Suzuki hat sich mit dem Kizashi erst jüngst ein Spitzenmodell für den deutschen Markt gegönnt. Er tritt in der Mittelklasse an und wil mit viel Ausstattung für relativ wenig Geld die Kunden locken.

Volkswagen hat eigentlich ganze Marken als Imageträger im Konzern. Dazu würden Bentley zählen, aber auch Lamborghini und als neuster Zugang auch Porsche. In der eigenen Produktpalette ist aber sicherlich der Phaeton das Maß der Dinge.

Auch wenn der Luxuslimousine ein großer Erfolg am Markt eigentlich nie beschieden war. Ob der der größte VW noch ein langes Leben haben wird, ist unklar.

Der Volvo V60 soll für die sportliche Note in der Modellpalette der Schweden in chinesischem Besitz sorgen.

Das Spitzenmodell von Volvo heißt aber S80 und soll es mit BMWs 5er und Audis A6 aufnehmen. Ein neuer Downsizing-Benziner demonstriert die Sparfähigkeit von Volvo-Motoren und im Interieur gibt es alles, was an Annehmlichkeiten und Sicherheitsausstattungen so bei Volvo zu haben ist.

Mit diesen Autos wollen die großen Autokonzerne ihre Leistungsfähigkeit zeigen. Und natürlich auch Kunden in ihren Autohäusern beeindrucken. Mit unterschiedlichem Erfolg, wie die Verkaufszahlen zeigen. Ein Spitzenmodell hat aber ein jeder Autobauer am Start. Reinsetzen und genießen, heißt die Devise. Gekauft werden dann aber meist die günstigeren Modelle. (Text: Markus Mechnich)

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