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Nissan hat den Qashqai verlängert und die Anzahl der Sitze erhöht. +2 nennt sich das Ganze. Der Erfolg des Kompakt-SUVs soll damit ausgeweitet werden.
Denn mit mehr als 15.000 Zulassungen im vergangenen Jahr ist er ein Erfolgsmodell für die Marke. In diesem Jahr sind es, der Abwrackprämie sei Dank, bereits 12.203 Anmeldungen. Das kann sich sehen lassen. Deshalb haben wir dem Qashqai +2 mal auf den Zahn gefühlt.
Die erste Etappe führt uns über ereignislose Autobahnkilometer nach Rostock. Das Navi erfüllt seinen Zweck einwandfrei und erfreut mit nett anzusehenden und sehr hilfreichen grafischen Hinweise an jedem Autobahnkreuz.
In Rostock angekommen, heißt es: "Warten auf die Fähre". Bis zur ostdeutschen Hafenstadt hat der Qashqai sich rund acht Liter auf 100 Kilometer genehmigt.
Beim Rangieren auf die Fähre machen sich die kompakten Ausmaße des Autos positiv bemerkbar. Mit 4,52 Metern Länge lässt sich der Japaner mühelos auf's Parkdeck manövrieren. Die Breite beträgt 1,78 Meter und die Höhe 1,62 Meter.
Nach sieben Stunden Überfahrt erreichen wir am frühen Morgen wieder Festland.
Schwedens Wälder rufen. Unendlich lange Straßen durch urzeitliche Wälder. Nahezu unberührte Natur.
Da kann sich der geländefähige Kompakte von Nissan beweisen.
Das schwedische Tempolimit verringert den Durst des Qashqai sehr. Bei maximal 120 Kilometern pro Stunde kommt er auf einen Verbrauch von rund sechs Litern.
Nach etwas mehr als 600 Kilometern steht ein Durchschnittsverbrauch von 8,4 Litern auf der Anzeige.
An der Tankstelle messen wir allerdings sogar nur 7,6 Liter für die zurückgelegte Strecke.
Das ist ein guter Wert, zumal das Auto voll beladen ist.
Die Bedienung des Autos ist unkompliziert und schnell zu erfassen. Dank der gute Ausstattungsvariante "Tekna" haben wir einige Annehmlichkeiten an Bord.
Das gute Vorwärtskommen verdanken wir auch dem potenten Zwei-Liter-Diesel an Bord.
Dieser stellt 150 PS zur Verfügung und bietet Allradantrieb. Diesen gibt es nur mit dem Zwei-Liter-Diesel oder dem gleich großen Benziner. Der Aufpreis beträgt 1850 Euro.
In 10,9 Sekunden erreicht der Qashqai +2 die 100 Kilometer pro Stunde..
Bei 190 km/h endet der Vortrieb. Benzinsparend wirkt sich bei höheren Geschwindigkeiten der lang übersetzte sechste Gang aus.
Die Reichweite liegt bei 630 Kilometern.
Dank der 21 zusätzlichen Zentimeter, die der Qashqai +2 bietet, passen hinten noch zwei weitere Sitze hinein.
Die sind sicher nichts für Großgewachsene, aber auf Kurzstrecken können schon mal sieben Personen an Bord.
Wenn die dritte Sitzreihe aufgestellt ist, verringert sich der Platz im Heck auf magere 130 Liter.
Bei umgeklappter zweiter Sitzreihe werden aus den 550 Litern Ladevolumen 1582 Liter.
In Schweden sind rustikale Dinge wie Holzmachen oder Rasenmähen sehr beliebt. Daher ist auch die Zuladung von bis zu 400 Kilogramm im Norden ein wichtiger Parameter.
Ebenso wie die Zugkraft. Bis zu 1,4 Tonnen kann der Qashqai mit einer optionalen, abnehmbaren Anhängekupplung ziehen.
Doch wie geländefähig ist der Kompakte von Nissan am Ende wirklich? Um das herauszufinden, haben wir die befestigten Straßen verlassen.
Auch tief in Schwedens Wäldern macht der Qashqai +2 eine gute Figur. Das Fahrwerk ist straff genug, schlägt aber auch bei rauerem Untergrund nicht übermäßig durch.
Wenn es enger wird, heißt es: ESP raus und permanenten Allradantrieb rein.
So gab es eigentlich nie die Gefahr, irgendwo stecken zu bleiben. Zum Glück, denn der Weg zum nächsten Hof wäre unter Umständen sehr weit gewesen.
Den Geländetest hat der Nissan gut gemeistert. Einzig die Lenkung hinterlässt einen recht schwammigen Eindruck. Da wäre etwas mehr Feedback schön.
Ansonsten hat sich der Qashqai aber gut geschlagen. Wir haben zwar nicht Gelegenheit gehabt, ihn durch die allertiefsten Schlammlöcher zu fahren.
Doch auch abseits der befestigten Straßen hat er sich gut gemacht.
Die 320 Newtonmeter Drehmoment stehen schon bei 2000 Umdrehungen zur Verfügung.
Das verleiht dem Zwei-Liter-Diesel einen recht agilen Eindruck. Das Auto wirkt nicht schwerfällig.
Mit der Ausstattungsvariante "Tekna" bringt der Qashqai +2 viele Extras schon serienmäßig mit. Alle Qashqai +2 haben ein Panorama-Dach, Lederbezüge und 18-Zoll-Alufelgen an Bord.
Dafür schlägt der Zwei-Liter-Diesel mit Allrad in der "Tekna"-Variante mit 32.540 Euro zu Buche.
An Extras hatten wir nur noch den Sechsfach-CD-Wechsler für 650 Euro und das Navigationssytem mit Rückfahrkamera zum selben Preis an Bord.
Unser Fazit fällt positiv aus. Der Nissan Qashqai +2 verbindet einen hohen Nutzwert mit den Vorteilen eines SUVs. Und das zu einem vernünftigen Preis. Kleinere Schwächen sind da leicht zu verschmerzen. Drei Elche beim Schweden-Test!
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