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Papamobile im Wandel der Zeit: Die heißen Stühle seiner Heiligkeit

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Seit seine Heiligkeit motorisiert unterwegs ist, erhält er eigentlich immer die luxuriösesten Autos. Und da der  technische Fortschritt auch vor den Toren des Vatikans nicht Halt macht und Mercedes sein M-Klasse-SUV mittlerweile in dritter Generation baut, erhielt auch Papst Benedikt XVI. vor gar nicht allzu langer Zeit von den Stuttgartern ein Modell mit neuester Technik – umgebaut zum Papa-Mobil.

Seit seine Heiligkeit motorisiert unterwegs ist, erhält er eigentlich immer die luxuriösesten Autos. Und da der technische Fortschritt auch vor den Toren des Vatikans nicht Halt macht und Mercedes sein M-Klasse-SUV mittlerweile in dritter Generation baut, erhielt auch Papst Benedikt XVI. vor gar nicht allzu langer Zeit von den Stuttgartern ein Modell mit neuester Technik – umgebaut zum Papa-Mobil.

Seit seine Heiligkeit motorisiert unterwegs ist, erhält er eigentlich immer die luxuriösesten Autos. Und da der technische Fortschritt auch vor den Toren des Vatikans nicht Halt macht und Mercedes sein M-Klasse-SUV mittlerweile in dritter Generation baut, erhielt auch Papst Benedikt XVI. vor gar nicht allzu langer Zeit von den Stuttgartern ein Modell mit neuester Technik – umgebaut zum Papa-Mobil.

Der Heilige Vater sollte vor allem von einer neuen Glaskuppel profitieren. Der transparente Aufbau wurde deutlich verlängert, so dass der Papst zum einen leichter einsteigen kann, zum anderen einen besseren Blick auf die Gläubigen genießt.

Damit das diamantweiß lackierte Auto für Auslandsreisen weiterhin ins Flugzeug passt, wurde die Gesamthöhe leicht reduziert.

Über die Motorisierung schweigt sich Mercedes aus. Allerdings könnte der Heilige Stuhl hier zu einem echt heißen Stuhl werden. Denn der Achtzylinder in der M-Klasse leistet bis zu 525 PS. Und einen Hybridantrieb, über den im Vorfeld spekuliert wurde, gibt es auf keinen Fall.

Wenn der Heilige Vater ohne Emissionen unterwegs sein wollte, dann hätte er sich in seinen Renault Kangoo Maxi Z.E. schwingen können. Der rein elektrische Kangoo wurde speziell an die Mobilitätsbedürfnisse des Papstes angepasst.

Zwei maßgeschneiderte, komfortable Einzelsitze im Fond ersetzen die serienmäßige Rücksitzbank. Darüber hinaus verfügt der Kangoo Maxi Z.E. über ein weit öffnendes Schiebedach, ...

... herausnehmbare Seitenscheiben und hinten angeschlagene Türen statt der für Kangoo typischen Schiebeportale. Elektrisch ausfahrbare Trittstufen erleichtern den Zugang zum Fond. Für nahezu lautlosen Vortrieb sorgt der Elektromotor mit 60 PS, der aus einer Lithium-Ionen-Batterie gespeist wird.

Allerdings ist der Renault hier nur eine Art "Ausrutscher". Haus- und Hoflieferant für seine Heiligkeit ist und bleibt wohl Mercedes. Basis des ersten richtigen Papamobils war der Geländewagen Mercedes G, ...

... der nach dem Anschlag von 1981 auf Papst Johannes Paul II. zum Standard-Fahrzeug für öffentliche Auftritte wurde.

Der Allradler bekam ein spezielles Getriebe verpasst, das eine konstante Fahrt bei niedrigem Tempo ermöglicht. Hinter dem Fahrer montierte man einen erhöhten Sitz, der von einer Panzerglas-Kuppel umschlossen war.

1985 erhielt Johannes Paul II. von Mercedes auch noch eine S-Klasse, die mit umfangreichen Sonder- und Sicherheitsausstattungen versehen wurde.

Allerdings wünschte sich das Oberhaupt der katholischen Kirche im Jahr 2007 wieder ein offenes Fahrzeug, aus dem er bei freundlichem Wetter den Schäfchen freundlich zuwinken kann.

Mercedes bastelte daraufhin auf der Basis des G 500 ein solches Fahrzeug mit umklappbarer Frontscheibe und Haltebügeln. Bezeichnend ist der Name der Farbe, in der das Auto lackiert wurde: mystikweiß.

Im Jahr 1930 übergab Mercedes-Benz den ersten Papstwagen, einen Nürburg 460, an Pius XI. Unter der Haube wummert ein Achtzylinder-Reihenmotor.

Wenn der Papst dem Chauffeur seinerzeit das Signal zur schnellen Fahrt gab, konnte dieser den Nürburg auf eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h beschleunigen.

Auch 30 Jahre später ist Gottes Bote, Johannes XXIII. in einem offenen Mercedes-Benz 300 d Landaulet unterwegs.

Dieser Wagen aus der aktuellen Produktion war ein Mercedes-Benz Typ 300 d mit verlängertem Radstand. Die Übergabe im Winter 1960 an Papst Johannes XXIII. fand in den Remisen des päpstlichen Fuhrparks statt.

Denn im Gegensatz zur Limousine von 1930 war dieser zweite Mercedes-Benz des Vatikans als Landaulet ausgeführt. Diese Form des Aufbaus – mit einem festen Dach über den Vordersitzen und einem Verdeck über dem Fond – war die klassische Wahl für repräsentative Fahrzeuge mit Chauffeur.

Da die Nobelkarosse gut ankam, wurde auch der nächste Mercedes 1965 als Landaulet für den Papst Paul VI. gebaut.

Die Sonderanfertigung der Repräsentationslimousine für den Vatikan war in Zusammenarbeit von Versuchsabteilung und Produktion in Sindelfingen entstanden.

Die Sonderanfertigung für den Vatikan basierte auf dem Mercedes-Benz 600 der Baureihe W 100 mit langem Radstand (3900 Millimeter). Gegenüber der Serie hatte sich allerdings die Ausstattung verändert. So waren die Fondtüren um 256 Millimeter verbreitert und schlossen direkt an die vorderen Türen an.

Das Landaulet-System wurde bereits ein Jahr nach der Übergabe des Mercedes-Benz 600 an Papst Paul VI. bei einem weiteren Fahrzeug für den Heiligen Stuhl eingesetzt. Aus einer Limousine Mercedes-Benz 300 SEL entstand der Papstwagen mit einem Einzelsitz, der nach rechts verschoben werden konnte, um einem Beifahrer auf dem Klappsitz an der Zwischenwand Raum zu schaffen.

Das Dach des Pullman-Landaulets wurde um 70 Millimeter erhöht, um eine ausreichende Kopffreiheit zu ermöglichen. Denn der Boden des Fahrzeugs war im Fond eben ausgeführt, der Kardantunnel verschwand unter einer planen Fläche.

Doch nicht immer war der Papst in den Luxuskaleschen der Stuttgarter unterwegs. Bei einem Besuch im Jahr 1965 saß Paul VI. im Fond eines Lincoln Continental von US-Präsident Lyndon B. Johnson. Nach dem Mord an John F. Kennedy wurde der Wagen mit einem gepanzerten Dachaufsatz gebaut.

Auch andere Hersteller bauten in der Folge Papamobile, um dem Papst bei Staatsbesuchen auch selbst ein angemessenes Fahrzeug zur Verfügung stellen zu können. Für eine Mexiko-Reise von Johannes Paul II. im Jahr 1999 ließ General Motors einen Cadillac Deville umbauen. Statt eines Sicherheitskäfigs gab es hier einen Thron.

Rund 60 verschiedene Modelle soll es weltweit geben. Zu den bekanntesten zählt wohl das Papamobil auf Basis des Range Rover.

Fast schon skurril mutet das Papamobil auf Basis des Seat Panda an; der Kleinwagen musste bei einem Spanien-Besuch in den 80er-Jahren extra umgerüstet werden, weil die Mercedes G-Klasse nicht durch die schmalen Gassen der Altstadt von Barcelona passte.

Doch der Papst fuhr auch schon Ferrari. Allerdings hatte der Mondial keinen Glaskäfig.

Für die Audienzen auf dem Petersplatz etwa kommt häufig der Geländewagen Fiat Campagnola zum Einsatz, ...

... für Fahrten innerhalb der Vatikanstadt ein Lancia Thesis Jubileo, den bereits Johannes Paul II. nutzte.

Die privaten Auto-Vorlieben der Heiligen Väter sind nur bei einem bekannt. Als Papstaussteiger Benedikt XVI. noch Joseph Ratzinger hieß und den Posten eines Kardinals inne hatte, fuhr er einen profanen VW Golf IV.

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