Rückrufwelle in der Autobranche: Diese Autos müssen rein
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Das Rückruf-Desaster bei Toyota nimmt kein Ende. Ein Debakel, das den weltgrößten Automobilbauer bereits jetzt nachhaltig beschädigt hat.Bild 1 von 47 | Foto: picture alliance / dpaToyota-Chef Akio Toyoda zeigt sich zerknirscht und reumütig. Der Konzern hat sicherlich die ersten Anzeichen unterschätzt und die Beschwerden von Kunden nicht ernst genommen.Bild 2 von 47 | Foto: picture alliance / dpaDabei ist Toyota nicht der einzige Hersteller, der seine Fahrzeuge in die Werkstatt beordern muss. Jedes Jahr finden zahlreiche Rückrufe statt. Allerdings werden die meisten davon nicht in der Öffentlichkeit bekannt.Bild 3 von 47 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebWir zeigen ihnen die wichtigsten Rückrufe in Deutschland aus 2009 und in diesem Jahr.Bild 4 von 47 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebDer Prius zum Beispiel ist der jüngste Rückruf aus dem aktuellen Jahr. In Deutschland sind es 4000 Autos, die in die Werkstatt müssen. Das Problem mit den Bremsen soll durch ein Softwareupdate behoben werden.Bild 5 von 47 Der iQ hingegen ist von dem umfangreichen Rückruf des japanischen Autogiganten wegen der defekten Gaspedale betroffen.Bild 6 von 47 Ebenso wie sein Kollege, der Aygo. Der hat sogar noch Autos aus anderen Konzernen in Mitleidenschaft gezogen.Bild 7 von 47 Die Modelle Peugeot 107 und Citroen C1 sind baugleich mit dem Aygo und laufen auch im tschechischen Kolin vom Band.Bild 8 von 47 | Foto: picture alliance / dpaAnsonsten reiht sich bei Toyota die halbe Modellpalette in die Problematik ein. Der RAV4 ebenso ...Bild 9 von 47 ... wie der flexible Familien-Van Verso, ...Bild 10 von 47 ... der Kleinwagen Yaris, ...Bild 11 von 47 ... der kompakte Auris, dessen Vorgänger Corolla auch vom Rückruf betroffen ist.Bild 12 von 47 Und zu allem Überfluss auch noch das Mittelklasse-Flaggschiff Avensis.Bild 13 von 47 Aber in diesem Jahr gab es schon einige andere Rückrufe, die weniger Schlagzeilen machten. Teilweise auch, weil die Stückzahlen weitaus geringer waren. Vom Ford Focus RS mussten beispielsweise 650 Fahrzeuge wegen Problemen mit den Gaspedalen in die Werkstatt. Das kennen wir doch irgendwoher.Bild 14 von 47 Audi musste seinen Q5 in den ersten beiden Monaten dieses Jahres in die Werkstatt beordern. Bei den 8000 Autos ging es aber nur um einen Verkleidung des Kopf-Airbags.Bild 15 von 47 | Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honoraBei gut 3000 C-Max von Ford hingegen korrodiert das Kühlerlüfter-Modul. Das ist weniger witzig und kommt in den Baujahren 2006 und 2007 vor.Bild 16 von 47 Auch im vergangenen Jahr wird Audi von einem Rückruf getroffen. Beim TT und A3, die zwischen September 2008 und August 2009 gebaut werden, gibt es Probleme mit dem Sechsgang-STronic-Getriebe. Insgesamt müssen 3000 Autos zum Check.Bild 17 von 47 | Foto: Picture-ServiceBei Ford hat man große Probleme mit dem Bremskraftverstärker. 12.000 Autos mit dem Zwei-Liter-TDCi müssen bei Ford vorfahren. Alle zwischen November 2008 und März 2009 gebaut.Bild 18 von 47 Ja, ja, der Karneval. Da kann unter den kölschen Jecken schon mal was schief gehen. Betroffen sind die Modelle Focus, S-Max, Mondeo, Kuga, Galaxy und C-Max. Daneben gibt es noch ein Problem mit dem Kühlerlüfter beim Focus, von dem 6400 Autos betroffen sind.Bild 19 von 47 Auch der X5 macht Probleme. Wegen der hinteren Bremsscheibe soll der Edel-Geländewagen 2009 ebenso in die Werkstatt ...Bild 20 von 47 ... wie sein Bruder, der X6. Insgesamt sind etwa 3000 Fahrzeuge betroffen.Bild 21 von 47 Auch bei Citroën klemmt es mal. In 2009 müssen die Modelle C2, C3 und C3 Pluriel (Bild) zum Check. Der Grund sind Probleme mit der Software des Steuergerätes. Immerhin 22.201 Autos sind betroffen.Bild 22 von 47 Und natürlich gibt es auch beim französischen PSA-Konzern Sippenhaft. Die gleichen Probleme haben auch der Peugeot 307, 308 und Expert III.Bild 23 von 47 Auch der Berlingo hat in 2009 einen Rückruf. Das Hitzeblech im Motor kann sich lösen. 5687 Autos müssen in die Werkstatt.Bild 24 von 47 Bei Daihatsu klemmt's am Lenkrad. Die Modelle Sirion, Copen und YRV müssen in die Werkstatt. In Deutschland allerdings nur 6226 Autos.Bild 25 von 47 Selbst ein Luxushersteller wie Ferrari ist nicht gefeit vor Rückrufen. Letztes Jahr muss der F430 Spider zurückgerufen werden. Allerdings nur in den USA, wo 1950 Autos einbestellt werden. Möglicherweise können Lecks in der Hydraulik entstehen. 500 F355 aus den Baujahren 1994 bis 1998 müssen wegen leckender Kraftstoffleitungen ebenfalls in Werkstatt.Bild 26 von 47 Auch Volvo hat Probleme mit den Bremsen. Knapp 1200 Autos müssen der Modelle V50, V70 und S40 werden zurückgerufen.Bild 27 von 47 Zwei weitere Rückrufe betreffen den XC70. Kondenswasser in der Klimaanlage und Probleme mit Benzinpumpe und Motorlüfter sind die Gründe.Bild 28 von 47 Auch bei Volkswagen läuft es nicht immer problemlos. Bei mehreren Modellen aus dem Zeitraum September 2008 bis August 2009 gibt es Probleme mit dem Doppelkupplungsgetriebe. Mehr als 22.000 Autos der Modelle Scirocco, Golf, Jetta, Passat, Eos, Caddy und Touran sind betroffen.Bild 29 von 47 | Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honoraDie tschechische VW-Tochter Skoda muss ebenfalls unter den Problemen leiden. Die Modelle Ocatvia und Superb sind betroffen.Bild 30 von 47 Und schließlich hat auch Seat bei den Modellen Leon und Altea das Problem.Bild 31 von 47 Bei Suzuki stellt sich der Swift als Sorgenkind heraus. Gleich zwei Rückrufe gibt es für den japanischen Kleinwagen in 2009, einmal wegen einer Korrosion an den Gurtlaschen und ein zweites Mal wegen der Gefahr eines Schmorbrandes im Kofferraum. Gar nicht witzig. Es waren jeweils rund 25.000 Autos betroffen.Bild 32 von 47 Der Yaris von Toyota war 2009 übrigend schon einmal von einem großen Rückruf betroffen. Wegen fehlerhaftem Dämmmaterial müssen fast 45.000 Autos in die Werkstatt.Bild 33 von 47 Beim Peugeot 4007 gibt es bei nur 85 Autos ein Problem mit dem Bremskraftverstärker.Bild 34 von 47 Beim Peugeot Partner sind es aber mehr als 2000 Autos, die wegen eines wackligen Hitzeblechs in der Werkstatt vorfahren müssen.Bild 35 von 47 Auch der andere französische Hersteller Renault muss auf einige Rückrufe im Jahr 2009 zurückblicken. Beim Koleos kann möglicherweise die Lenkung ausfallen. Mehr als 5000 Autos müssen in die Werkstatt.Bild 36 von 47 Beim Scenic und Megane bis Juli 2009 gibt es ebenfalls Probleme mit dem Bremspedal. 3690 Autos müssen zum Mechaniker.Bild 37 von 47 | Foto: RenaultDer Kangoo und der ältere Scenic werden mit Problemen an der Servolenkung zur Werkstatt beordert. Insgesamt 40.330 Autos.Bild 38 von 47 Bei Mazda gibt es in 2009 nur ein Problem mit dem Partikelfilter. Damit sind aber gleich alle Zwei-Liter-Diesel der Baureihen 3,5 und 6 betroffen. Insgesamt sind es 37.771 Fahrzeuge.Bild 39 von 47 Mercedes kann leider ebenfalls nicht ohne Rückrufe auskommen. Die beiden Transporter Viano (Bild) und Vito haben Probleme mit der Halterung des Reserverades. 44.000 Autos müssen bei einer Mercedes-Niederlassung vorstellig werden.Bild 40 von 47 Die M-Klasse hat eine undichte Heckklappe, zumindest manche Wagen. Zahlen werden nicht bekannt gegeben.Bild 41 von 47 Bei Mitsubishi gibt es 2009 mehrere Rückrufe. Zwei davon betreffen den Outlander, der wegen eines defekten Bremslichtschalters (5214 Autos) und dem Bremskraftverstärker (315 Autos) in die Werkstatt muss.Bild 42 von 47 Nissan hat 2009 ernste Probleme mit dem Erfolgsmodell Qashqai. Wegen eines möglichen Ausfalls der Lenkung müssen 40.204 Autos in die Werkstatt. Betroffen sind die Fahrzeuge der Baujahre November 2006 bis Juni 2009.Bild 43 von 47 | Foto: Markus MechnichDer erste Astra und der erste Zafira müssen auf ihre alten Tage noch einen Rückruf erleben. Die Beschichtung der Hilfsrahmen ist der Grund. 266.000 Autos sind betroffen. Der einzige Rückruf in 2009, der annähernd die Dimensionen von Toyota erreicht.Bild 44 von 47 Aber nicht der einzige Rückruf für Opel. Auch der neue Corsa muss nochmal vorgefahren werden. Von der mangelhaften Sitzverschraubung sind aber nur 680 Autos betroffen.Bild 45 von 47 Beim Opel Vivaro sind allerdings weitaus mehr Autos betroffen. 24.680 Fahrzeuge der Baujahre 2001 bis 2008 müssen in die Werkstatt, weil sich die hinteren Gurtschlösser lösen könnten.Bild 46 von 47 Toyota ist also in bester Gesellschaft. Allerdings bringt es kein Hersteller auf derart stattliche Zahlen. Opel musste mit 266.000 noch die meisten Fahrzeuge zurückbeordern. Der Toyota-Rückruf wird wohl in die Automobilgeschichte eingehen. (Text: Markus Mechnich)Bild 47 von 47
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