Früh morgens geht es los. Auf dem Testgelände in Groß-Dölln bei Berlin stehen die Audi R8 in Reih und Glied und warten auf ihren großen Auftritt. Im Inneren sitzen acht Glückliche, die dabei sind, im Rahmen des Audi-Trainingsprogramms "R8 Pilots" eine Motorsportlizenz zu machen.Bild 1 von 33 In einem der Cockpits wartet Thomas Luserke aus Hamburg auf den Beginn des Trainings. Der R8 ist ihm wohl vertraut, fährt er doch selbst bereits den zweiten, jetzt mit dem Zehnzylinder an Bord. Doch diesen Boliden im Grenzbereich zu bewegen, ist auf der Straße nicht möglich. Deshalb macht er den Lehrgang mit.Bild 2 von 33 Zu Beginn wird es glitschig. Es wird geübt, das Auto beim Unter- und Übersteuern zu beherrschen.Bild 3 von 33 Ups, doch ausgebrochen. Die Übung ist selbst für geübte Fahrer enorm schwierig.Bild 4 von 33 Doch mit der Zeit gelingt die Rutschpartie immer besser.Bild 5 von 33 Profi-Rennfahrer Frank Biela erklärt, was bei der Übung schief gelaufen ist und wie man es besser machen kann. Das Besondere an "R8 Pilots" ist die Anwesenheit von erfahrenen Piloten wie Biela. Sie geben Tipps, erzählen Anekdoten und bereichern den Kurs mit ihrer wertvollen Erfahrung.Bild 6 von 33 Auf ein Neues. Das ESP wird bei dieser Übung übrigens ausgeschaltet. Sonst wäre der R8 selbst auf nasser Fahrbahn weitaus besser zu beherrschen.Bild 7 von 33 Beim Ausbrechen des Autos entwickeln die Teilnehmer viel Gefühl für das Fahrzeug.Bild 8 von 33 Wichtig ist es, das Feedback des Autos richtig zu deuten. Mit einiger Übung lässt sich so früh erahnen, wie das Auto reagieren wird. Der physikalische Grenzbereich des R8 ist so erfahrbar.Bild 9 von 33 Ausweichen bei hoher Geschwindigkeit: Die Übung kann im Motorsport überlebenswichtig werden.Bild 10 von 33 Der Indy-Start wird mit der nächsten Übung trainiert. Dabei fahren die Autos eine Einführungsrunde und starten dann fliegend.Bild 11 von 33 Thomas Luserke in der Pole Position: Neben dem fliegenden Start müssen sich die Teilnehmer auch beim Grand-Prix-Start aus dem Stand messen.Bild 12 von 33 Erster. Es ist nicht ganz einfach, den richtigen Punkt zum Gasgeben zu finden. Man darf nicht zu früh dran sein, aber auch auf keinen Fall zu spät. Eine Kunst.Bild 13 von 33 Die Le-Mans-Legende Frank Biela (Fünf Siege) im Gespräch mit Thomas Luserke in der Mittagspause. Es gibt wertvolle Tipps vom Profi. Der sympathische Rennfahrer kann sich durchaus noch in die Probleme der Anfänger hineinversetzen.Bild 14 von 33 Nach der Pause geht es auf den Rundkurs. Zunächst wird im Konvoi gefahren, um den Teilnehmern Gelegenheit zu geben, die Strecke zu verinnerlichen.Bild 15 von 33 Die Pylonen stecken teilweise den Kurs ab, zeigen aber auch die Brems- und Einlenkpunkte an.Bild 16 von 33 Von Runde zu Runde steigert sich der Kampfgeist zwischen den Teilnehmern.Bild 17 von 33 Die Geschwindigkeit steigert sich mit jedem Durchgang. Die Piloten tasten sich an den Grenzbereich heran.Bild 18 von 33 Es geht eng zu. Die Fahrer schenken sich nichts.Bild 19 von 33 Die Instruktoren müssen zwischendurch die heißgelaufenen Teilnehmer wieder etwas zähmen. Auf der Strecke gibt es Adrenalin pur.Bild 20 von 33 Eine kurze Pause tut da gut. Der Instruktor gibt Tipps, wie die Kurven optimaler zu fahren sind. Thomas Luserke (l.) lauscht gespannt.Bild 21 von 33 Danach geht es wieder auf die Piste. Die Übungen werden akribisch von den Instruktoren protokolliert. Schließlich muss eine ausreichende Zahl an Punkten erreicht werden, um den Lehrgang zu bestehen.Bild 22 von 33 Jetzt dürfen sich die Kursteilnehmer ohne vorausfahrendes Fahrzeug auf die Strecke wagen.Bild 23 von 33 Eng an den Curbs: Mit jedem Durchgang wird die Kurvenfahrt präziser. Für den Alltag auf der Straße bringt der Lehrgang durchaus wertvolle Erfahrungen mit sich. Wer hier das Auto beherrscht, wird auch in einer Gefahrensituation im Alltag richtig reagieren können.Bild 24 von 33 Dabei gilt es stets, die Konzentration hoch zu halten. Das Training ist nur etwas für Ausgeschlafene.Bild 25 von 33 Der Audi R8 ist mit seinen 525 PS ein ideales Trainingsauto. In 3,9 Sekunden beschleunigt der Sportwagen von 0 auf 100 km/h.Bild 26 von 33 Dennoch bringt er mit einem ausgereiften ESP der achten Generation ausreichend Sicherheitsreserven mit.Bild 27 von 33 Brüder in der Basis: Als Krönung des Lehrgangs dürfen die Teilnehmer den Audi R8 LMS (l.) fahren.Bild 28 von 33 Dieses Motorsportgerät ist nach dem Reglement der GT3-Gruppe aufgebaut und für den Kundensport gedacht. Für Thomas Luserke ist es das erste Mal, dass er in einem echten Motorsport-Boliden sitzt.Bild 29 von 33 Der Direkteinspritzer leistet 500 PS und erreicht ein Drehmoment von 500 Newtonmetern. Auf dem Papier bringt der R8-V10 etwas mehr Leistung. Das Besondere ist allerdings die kompromisslose Auslegung des Fahrzeugs. Komfort sucht man vergebens, dafür gibt es eine knallharte Performance.Bild 30 von 33 Der Trainingstag neigt sich dem Ende entgegen. Alle Teilnehmer haben den Kurs bestanden.Bild 31 von 33 Der mobile Operationssaal, in diesem Bus an der Rennstrecke stationiert, kam nicht zum Einsatz. Der Kurs verlief gänzlich ohne Unfälle.Bild 32 von 33 Für die Teilnehmer war das eineinhalbtägige Training ein unvergessliches Erlebnis. Neben viel aufgebautem Adrenalin nehmen sie die Erfahrung mit, einen R8 einmal am Limit bewegt zu haben. Das können nicht viele von sich behaupten. (Text: Markus Mechnich)Bild 33 von 33