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Lamborghini Reventón, ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Auto.
Vom ersten Zeichenstrich bis zum Verkauf stand Exklusivität im Vordergrund.
Diese ist durchaus gelungen bei nur 20 Exemplaren, die gebaut werden. Auch preislich ist das Auto durchaus etwas Besonderes. Eine Million Euro netto kostet der Reventón.
Selbst für Lamborghini-Verhältnisse ein stolzer Preis. Dafür bekommt der Käufer aber wirklich einiges geboten. Übrigens: Auch beim Reventón öffnen die Türen nach oben. Seit dem Countach Tradition im Konzern.
Die Fahrleistungen sind vergleichbar mit einem Kampfflugzeug (Im Hintergrund ein Tornado). Beim Design haben sich die Italiener an der Optik der Stealth-Flugzeuge der US-Armee orientiert.
So gut wie keine Rundungen, harte Abrisskanten. Der seitliche Schweller mit den großen Lufteinlässen bringt Frischluft zu den hinteren Bremsen und dem Motor.
Auch innen geht es edel zu. Die Materialien sind Alcantara, Leder, Aluminium und Carbon.
Das Cockpit glänzt ebenfalls durch Flugzeug-Optik. Das automatische Schaltgetriebe wird durch eine Formel-1-Wippe bedient.
Basis für den Reventón ist Lamborghinis Murciélago. Die Ähnlichkeiten sind durchaus erkennbar. Vor allem die Lufteinlässe in den Seitenschwellern. Sie versorgen den baugleichen Motor des Reventón mit Frischluft.
Der andere Pate ist der neue Gallardo LP 560-4. Diesem sind unter anderem die Lufteinlässe in der Frontschürze entlehnt.
Glaslamellen gewähren Einblick auf das Herz dieser Fahrmaschine. Ein 6,5-Liter-Motor mit 650 PS bei 8000 Umdrehungen pro Minute.
Für den Vortrieb stellt das Aggregat ein Drehmoment von 660 Newtonmetern zur Verfügung.
Erwartungsgemäß lassen sich damit enorme Fahrleistungen erzielen. In 3,4 Sekunden wird das Auto auf 100 km/h katapultiert. Die Spitzengeschwindigkeit liegt jenseits der 340 km/h.
Mit solchem Potenzial fährt der Reventón in einer Liga der schnellsten straßenzugelassenen Autos der Welt. Nur wenige Sportwagen bieten eine solche Performance.
Doch der ernorme Preis wird nicht nur durch brachiale Leistung gerechtfertigt.
Der Reventón will auch mit sehr exklusiven Details bestechen. Der Tankdeckel ist beispielsweise aus einem einzigen Block Aluminium gefräst.
Die hinteren LEDs sind in drei Stufen pfeilförmig angeordnet. Im Heck mussten besonders hitzebeständige LEDs eingesetzt werden, da durch die Abluft hohe Temperaturen entstehen.
Im Innenraum geht es für einen Supersportwagen regelrecht gemütlich zu.
Der Name prägt sich ein, nicht nur im Gedächtnis.
Ein echter Hingucker ist das Cockpit. Das Gehäuse ist wie der Tankdeckel aus einem Aluminiumblock gefräst. Links der Drehzahlmesser, rechts das G-Force-Meter. Es zeigt die Kräfte beim Beschleunigen, Bremsen und in Kurven an.
Auch hier wie beim Design der klare Bezug zur Flugzeugtechnik. Die Farbe wurde speziell entworfen. Ein mattes Grau ohne den üblichen Glanz. In der Sonne zeigt der Lack aufgrund von Metallpartikeln dennoch Tiefe.
An die Aluminiumfelgen sind Flügel aus Carbon geschraubt. Reventón ist übrigens, wie üblich bei Lamborghini, der Name eines edlen Kampfstiers. Dieser wurde aus der Zucht des Don Rodriguez geboren und tötete 1943 den Torero Felix Guzman im Kampf.
"Der Reventón ist der extremste Sportwagen von allen Lamborghinis, ein Superlativ auf Rädern", sagt Stephan Winkelmann, der Präsident von Lamborghini.
"Auf der technischen Basis des Murciélago haben unsere Designer im Centro Stile Lamborghini die DNA der Marke, ihren genetischen Code, komprimiert und weiter verschärft", schwärmt der Manager.
In der Tat ist das Auto eine auf vier Räder gebaute Sensation. Das Design ist atemberaubend, die Fahrleistungen phänomenal - der Preis leider auch.
Zu schade, dass es einem Lottogewinn gleichen wird, das Auto mal auf der Straße zu sehen.
Nur 20 Auserwählte werden diesen Supersportwagen kaufen können. Gleichwohl würden sich sicher mehr Interessenten finden.
Doch die werden wohl in die Röhre schauen. Mit der gesparten eine Million Euro lässt sich allerdings sicher auch was anderes Nettes kaufen. (Alle Bilder Lamborghini)
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