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Auto

Seat Altea Freetrack: Familien-Van in Gummistiefeln

 

Die Kombination zweier Welten versucht der Seat Altea Freetrack: Ein Familien-Van soll mit einem Offroad-Auto kombiniert werden.

Diesen Anspruch macht er bereits mit seinem Auftritt deutlich. Plastikbeplankt sind die Radläufe, sowie Front und Heckpartie. Die Bodenfreiheit wurde um 40 Millimeter erhöht.

In der Offraod-Variante Freetrack gibt es außerdem noch Parksensoren hinten und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen serienmäßig.

Ansonsten ist das Auto von den Abmessungen her identisch mit dem Altea XL.

Das bedeutet recht viel Platz im Innenraum. Vorne und im Fond finden Erwachsene ausreichend Platz.

Das Fahrwerk des Altea Freetrack ist sportlich straff gehalten. Trotz des relativ hohen Aufbaus zeigt er sich als braver Geselle bei der Kurvenfahrt.

Dank des Unterbodenschutzes hinten bleibt die Auspuffanlage auch im Gelände geschützt.

In unserem Testwagen verrichtete ein Zwei-Liter-Diesel mit 170 PS sein Werk. Der Motor mit einem Drehmoment von 350 Newtonmetern ist eine üppige Motorisierung für das Auto.

Lediglich bei höheren Geschwindigkeiten lässt der Seat etwas Saft und Kraft vermissen. Zwischen 150 km/h und der Spitzengeschwindigkeit von 204 km/h vergehen doch so einige Sekunden.

Dafür lässt er sich dank des Drehmoments, das zwischen 1750 und 2500 Umdrehungen pro Minute anliegt, im unteren Drehzahlband gut bewegen.

Das macht sich vor allem im Stadtverkehr positiv bemerkbar. Anfahren und auch der Durchzug sind tadellos. Zumindest, wenn das Auto mit dem Sechsganggetriebe nicht schaltfaul gefahren wird.

Der Normverbrauch des Seat Altea Freetrack liegt bei 6,0 Litern im Schnitt. In unserem Test genehmigte sich der Spanier 6,8 Liter bei einem Stadtanteil von rund 40 Prozent.

Damit liegt er doch erfreulich nahe an der Vorgabe des EU-Zyklus. Mit dem Normverbrauch emittiert der Altea Freetrack 159 Gramm CO2 pro Kilometer.

Der Innenraum des Autos wirkt aufgeräumt und funktional. Besonders die Mittelkonsole übt sich in Bescheidenheit, was die Zahl der Knöpfe und Schalter angeht, ohne dabei aber auf technische Optionen zu verzichten.

Leider wirkt das Hartplastik des Armturenbretts qualitativ nicht sehr hochwertig. Auch die Abdeckung der Rundinstrumente sieht billig aus. Die Anzeigen sind hingegen gut einsehbar und übersichtlich.

Mit 452 Litern Ladevolumen kann der Seat keine Rekorde aufstellen. Da schlucken andere in seiner Klasse teils deutlich mehr.

Dennoch ist das Raumangebot in Ordnung. Zumal sich die Rücksitzbank horizontal um 16 Zentimeter verschieben lässt. Das schafft Platz, entweder für Passagiere im Fond oder Gepäck.

Wenn die Rückbank umgeklappt wird, entstehen 1521 Liter Laderaum. Das ist wiederum ein ordentlicher Wert, mit dem sich wohl auch eine vierköpfige Familie abfinden kann.

Der Basispreis des Seat Altea Freetrack liegt bei 28.790 Euro. Das ist nicht wenig, aber im Vergleich zu Altea XL mit gleicher Motorisierung nur ein Aufpreis von rund 3500 Euro.

Mit Paketen und Sonderausstattungen werden wohl die meisten Freetrack-Modelle für etwas mehr als 30.000 Euro über den Tisch gehen. Dafür bekommt ein vielschichtiges Auto, dass Dynamik, aber dabei auch Fahrsicherheit und Nutzwert mit bringt.

Ob es der Allrader dann wirklich sein muss, bleibt die Entscheidung der Käufer. Auch die Plastikteile an der Außenhaut muss man mögen. Aber die können auch im Großstadtdschungel so ihre Vorteile haben. Schließlich muss nach dem Parkplatzrempler nicht lackiert werden. (Text: Markus Mechnich)

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