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Von der Sichel bis zum Kanaldeckel: Genfer Felgen-Fantasien

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Die zierlichen Felgen des Aston Martin Edelrenners Vanquish wollen so gar nicht zum brachialen Auftritt unter der Haube passen. Schmale, fast zierliche Stege stellen ein V dar und mit dem blau illuminierten Felgenkranz und einzelnen Stegen der Speichen bekommt das Rad etwas von Apple-Hightech.

Die zierlichen Felgen des Aston Martin Edelrenners Vanquish wollen so gar nicht zum brachialen Auftritt unter der Haube passen. Schmale, fast zierliche Stege stellen ein V dar und mit dem blau illuminierten Felgenkranz und einzelnen Stegen der Speichen bekommt das Rad etwas von Apple-Hightech.

Die zierlichen Felgen des Aston Martin Edelrenners Vanquish wollen so gar nicht zum brachialen Auftritt unter der Haube passen. Schmale, fast zierliche Stege stellen ein V dar und mit dem blau illuminierten Felgenkranz und einzelnen Stegen der Speichen bekommt das Rad etwas von Apple-Hightech.

Scharf präsentiert sich das Rad von Hondas künftigem Supersportler NSX. Zum einen wirken sie wie die Schaufeln eines Turboladers, zum anderen könnte es auch das Innenleben einer Moulinette sein. Vor politisch ungewollten Assoziationen schützt Gott sei Dank die fünfte Speiche.

Auch die vielen eckigen Felder der Studie Kia Provo erinnern an die Raspelschneide einer Küchenmaschine. Dabei zielt der koreanische Straßensportler eher nicht auf die brave Hausfrau. Mit dem Zentralverschluss adaptiert die Felge hier den Motorsport.

Der Gestalter der Königgsegg-Karbonfelgen hat sich an den klassischen optischen Eigenschaften der ebenfalls aus Karbon geschmiedeten Karosserie gehalten. Dazu gibt es schlicht, aber schön, fünf Speichen.

Der Stier, der dem Lamborghini Veneno seinen Namen gab, hat scheinbar den Kampf gegen den Torero gewonnen. Das Blut des Kämpfers findet sich auf den Felgen des Supersportlers. So richtig wirken die Siebenspeichenfelge erst mit den rot beschrifteten Pirelli-Pneus.

Mattschwarz ist in. Beim Lancia Y ergänzen zusätzlich frei geschliffene Aluminiumkanten die Optik des Momo-Rades. Die Felge sorgt für eine sportliche Komponente des sonst eher eleganten Italieners.

Auch die Felgendesigner des Aventador haben sich der Sicheloptik bedient. Scharfer Mansory, scharfe Felge ist hier das Motto. Das Rad ist aus Karbon, wobei die aufgeschraubten Aplikationen auf den Sicheln die Struktur der Karosserie aufnehmen.

Wenn man sich zwischen Speichen und Vollrad nicht entschieden kann, kommt eine Felge heraus, wie sie Maserati verwendet. Sie erinnert eher an einen Kanaldeckel – zugegeben, einen Designerkanaldeckel. Allerdings sei angemerkt, dass der Retrollook sich an die der alten Maserati Campagnolofelgen anlehnt.

Der Gestalter dieser Felge bearbeitet zu Hause wahrscheinlich häufiger Kreuzschlitzschrauben mit dem falschen Schraubendreher. Das Ergebnis sind dann verformte Schrauben. Immerhin hat ihn das handwerkliche Fehlverhalten zu einer Felge inspiriert. Und um es nicht ganz so offensichtlich zu machen, hat er einen fünften Schlitz hinzugefügt.

Für die Studie des BMW Active Tourer greifen die Formgestalter auf das Design der Turbinenschaufel zurück. Übrig bleibt eine klassisch-elegante Leichtmetallfelge. Chrom und Schwarz bestimmen den Fünfspeichenlook. Nicht zu auffällig, aber auch nicht langweilig.

Französische Designer lieben Rundungen. Im Falle dieser Citroen-Felge könnte das Gängewirrwarr am Pariser Flughafen Charles de Gaulles als Inspirationsquelle gedient haben. Es geht wild durcheinander, aber am Ende sind alle wesentlichen Punkte miteinander verbunden. Und wer will, sieht auch hier wieder die Sicheln. Dynamisch ist das allemal.

Ökologisch und effizient, das sind die Begriffe, die man mit Eco verbindet. Ford packt noch Sport dazu. Was das mit der Felge zu tun hat? Nichts. Fünf höckerförmige Fünfecke verbinden Rad und Achse. Das war es aber auch schon. Sieht ein wenig aus wie der Tritt in der Küche, mit dem Oma die Vase vom Regal holt.

Fünfmal Ypsilon macht zehn Speichen, dezent in Silber mit Schwarz abgesetzt – Giugiaro kombiniert klassische Elemente, die allerdings etwas ungeordnet daherkommen. Weniger wäre auch hier mehr gewesen, zumal diese Felge einem Offroader gehört.

Wer diese Felgen von Gemballa wählt, will um alles in der Welt auffallen. Die grün lackierten Speichen lenken den Blick auf die massive Bremsanlage. Allerdings steht die in Konkurrenz zum brutalen Anbausatz und den Aufklebern im Kohlefaser-Look.

Die Studie Brivido Giugiaro nimmt starke Anleihen bei den Fahrzeugstudien der 70er Jahre. Auch die ...

... Reifen-Felgen-Kombination hätte es so ähnlich schon früher geben können. Allerdings wäre da der Querschnitt deutlich höher gewesen.

Der Lamborghini Aventador Jota geht mit seinen Felgen noch einmal deutlich aggressiver ins Rennen als das Ausgangsmodell. Passend dazu: die messerscharfen 21-Zöller auf 295 Reifen.

Die Felge des Lexus-Studie LF LC wurde extra für das Concept Car entworfen. Die Speichen sind leicht in sich verdreht und greifen die Struktur auf, die sich vom Kühlergrill bis in die A-Säule des Sportwagens erstreckt.

Das ist die Felge des Magna Mila. Mit der Studie empfiehlt sich der österreichische Magna-Konzern der versammelten Industrie als Entwicklungsdienstleister. Die Felge ist also auch nur schmückendes Beiwerk.

Anders bei Maybach. Das glänzend polierte 12-Speichen-Rad sorgt für einen würdigen, aber wohl auch letzten Auftritt der Luxusmarke auf einer Automesse. Sie ist dem Untergang geweiht und soll 2013 eingestellt werden.

Schlicht fällt das 5-Speichen-Rad AMG LMR des Mercedes SL aus. Die Stuttgarter haben hier auf auffällige Schluffen verzichtet und unterstützen so dezent den Charakter des Wagens.

Beim Opel Ampera steht nur eine Felgenform zur Wahl: die schwarz lackierten 5-Y-Speichen-Räder. Schlicht, dynamisch, schön, aber um Gottes Willen nicht auffällig.

Stilistisch nimmt der Pininfarina Cambiano den kommenden Maserati Quattroporte VI vorweg. Technisch geht er mit Elektromotor und Gasturbine eigene Wege. Das Felgendesign greift die Idee auf und erinnert an Turbinenschaufeln.

Der Winzling Renault Twizy denkt Mobilität neu, bietet Platz für zwei und wird rein elektrisch betrieben. Insofern reichen ihm 13-Zoll-Felgen auf 125er-Reifen. Ganz nach Art der Franzosen: modern und grazil.

Die Rallye-Felgen von OZ Racing gehören zu den automobilen Legenden. Selbst einen Kleinwagen lassen sie wie einen Sieger aussehen. Und tatsächlich soll der Skoda Fabia WCR für VW in die Rallye-WM einsteigen.

Der Toyota FT-Bh ist extrem aerodynamisch geformt. Damit wirft er gewachsene ästhetische Normen über Bord und bietet auch bei den Felgen Neues. Durch die leicht gefärbten Schaufeln ergibt sich fast eine Dreidimensionalität.

Auch das weit in die Zukunft weisende Concept Car Diji der Japaner glänzt mit futuristischen Felgen, die die Elektromobilität des Toyotas hervorragend visualisieren.

Ebenfalls zukunftsweisend, aber nicht ernsthaft für den Gebrauch bestimmt sind Felgen und Reifen des Renault DeZir. Die Felgen bestechen durch in sich gedrehte Speichen, die mit Hilfe des Farbspiels von Schwarz und Silber die Perspektive verzerren.

Beim Audi A4 setzen die Ingolstädter auf verchromte 5-Speichen-Felgen, die wie Schaufelräder einer Turbine wirken.

Die große Geländewagenstudie von Bentley gehört zu den Autos in Genf, die polarisieren dürften. Nicht nur, dass die Sinnfälligkeit eines solchen Wagens infrage gestellt werden darf - er steht auch auf 23-Zoll-Rädern. Die eng stehenden Speichen erinnern an ein Flugzeugtriebwerk. Die Reinigung nach einem Geländeeinsatz dürfte zum Wochenendprojekt werden.

Gemessen an aufdringlichen Tuning-Felgen wirkt die neue Monoblock-Generation angenehm ruhig und unaufdringlich elegant. Die von Brabus entworfene Felge in den Maßen von 18 bis 22 Zoll passt sich den Linien der neuen Mercedes-Modelle hervorragend an.

Der Bugatti Veyron donnert auf klassischen 5-Y-Speichen-Rädern daher. Die Farbsprache lehnt sich an das Gesamtkonzept des 1200 PS starken Cabrios an und unterstreicht Sportlichkeit und Dynamik.

Die Felgen des Renault Capture sind ein Fake. Das Konzept-Auto hatte 2011 auf der Messe in Genf nicht mal einen Motor. Hier zählt einzig und allein die Idee der Form.

Beim Edag Light Car Sharing hat man sich nicht am herkömmlichen Autodesign orientiert, sondern an Bussen und Bahnen. Die Fahrzeuge vom Entwicklungsdienstleister Edag sind in Bezug auf die Felge, frei von aufreizenden Innovationen.

Der Mercedes SLS AMG ist ein brachiales Kraftpaket. Das spiegelt sich auch in der Formsprache wider. Der SchweizerTuner FAB setzt noch einen drauf und verpasst dem SLS einen roten Mattlack und vielgliedrige, zerklüftete Felgen, die durch den Nietenbesatz am Rand wie angeschraubt wirken.

Das Retro Design des Fiat 500 bietet endlose Möglichkeiten, in der Geschichte zurückzugehen. Hier eine Variante mit weißer Stahlfelge, Radkappe und breitem Chromring.

Dass es auch anders geht, beweisen die 15-Zoll-Leichtmetallsportfelgen. Plötzlich ist der kleine Fiat nicht mehr retro, sondern hip.

Fisker behauptet, dass sich die Felgen seines Karma an die Ästhetik von Computerplatinen anlehnen. Weit hergeholt. Dennoch unterstreichen die Alus aber die Stilistik des 2,4 Tonnen schweren Elektroautos, das mit einem Vierzylinder-Range-Extender ausgestattet ist.

Filigraner macht es da der italienische Tuner Gemballa. Die offenen 5 Speichen der Felge sorgen für einen klaren Blick auf die Bremsanlage des McLaren MP 12-4C, des vielleicht derzeit kompromisslosesten Sportwagens der Marke.

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