Der neue Golf ist da: Gestatten: Golf, der Sechste
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Der neue Golf ist da: Mit der sechsten Generation hat Volkswagen seinem Umsatzträger nicht nur eine Auffrischung verpasst. VW betont, dass jede Linie des Autos neu gezeichnet wurde. Mehr als 26 Millionen Autos des Modells wurden seit 1974 verkauft.Bild 1 von 47 Seit seinem Debüt ist der Golf das wichtigste Modell des VW-Konzerns. Ganze Generationen sind mit dem Kompakten aus Wolfsburg aufgewachsen. Große Fußstapfen also, in die das Modell der sechsten Generation tritt.Bild 2 von 47 Die Karosserie ist deutlich aufgepeppt worden. Stramme Lichtkanten, komplett neue Front im Scirocco-Stil und skulpturenhafte Scheinwerfer machen das Auto wesentlich dynamischer als der Vorgänger.Bild 3 von 47 Down-Sizing heißt das Prinzip beim Antrieb: Mehr Leistung aus weniger Hubraum. Der 1.4 TSI setzt das überzeugend um. 160 PS aus 1,4 Litern sind stark. Der Verbrauch von sechs Litern erfreut den Geldbeutel.Bild 4 von 47 Das Fahrwerk DCC gibt es gegen Aufpreis. Zusammen mit dem ESP bringt es ein Menge Fahrspaß, auch auf Islands Schotterpisten.Bild 5 von 47 Die Klimaanlage gibt es diesmal serienmäßig. Der Fehler bei der Premiere des Vorgängers wurde nicht wiederholt. Ansonsten ist die Aufpreisliste lang und nicht unbedingt billig.Bild 6 von 47 Der neue Platzhirsch in der Kompaktklasse zeigt sich optisch gut aufgestellt und technisch bestens gerüstet. Er dürfte erneut Maßstäbe setzen. Volkswagen will noch in diesem Jahr 100.000 Fahrzeuge ausliefern. Dabei fing alles mit einem Misserfolg an.Bild 7 von 47 1974 betrat der erste VW Golf die Bühne. Der Käfer, bis dato der Bestseller aus Wolfsburg, steckte in einer technischen Sackgasse. Die Karosserieform und der Heckmotor ließen kaum noch technische Weiterentwicklung zu. VW drohte den Anschluss zu verlieren.Bild 8 von 47 Ein Zwischenmodell auf Basis des Käfers wurde kurz vor Veröffentlichung 1971 eingestampft. Der Heckmotor heizte den Inneraum auf, war schlecht zu warten und brachte dem Auto eine ungünstige Balance. Eine Alternative musste her.Bild 9 von 47 Vor allem weil der VW-Konzern Mitte der 70er Jahre finanziell schwer angeschlagen war. In nur 18 Monaten entwickelten die Ingenieure eine neue Karosserieform samt dem technischen Innenleben. Im Frühjahr 1974 debütierte so der Scirocco als Coupé.Bild 10 von 47 Im Herbst kam dann der Golf I. Aber zunächst mal hagelte es Kritik. Besonders die stark betonte C-Säule missfiel. Heute ist sie ein Markenzeichen. Dennoch war das Auto wegweisend. Verabschiedete es sich nicht nur von der Stufenheckkarosserie, ...Bild 11 von 47 ... sondern auch vom gängigen Heckantrieb. Der Motor wurde erstmals quer eingebaut und brachte damit mehr Platz im Innenraum. Der war damals noch recht spartanisch gehalten. Der Golf I wird übrigens noch heute in Südafrika als Citi Golf vertrieben.Bild 12 von 47 Der Golf rettete trotz aller Kritik den VW-Konzern. Bereits die erste Variante verkaufte sich glänzend. 1976 legte VW den ersten GTI auf. Die Bezeichnung kommt von "Grand Tourisme Injection". Seither ist der GTI ein Standard im Golf-Programm.Bild 13 von 47 Als Nachfolger des beliebten Käfer Cabriolets brachte VW 1979 das Golf Cabrio. Die kantige Bauweise und der markante Überrollbügel machen ihn heute zu einem begehrten Youngtimer.Bild 14 von 47 Ganz auf das Stufenheck wollte man dann doch nicht verzichten, weshalb 1979 der Jetta ins Leben gerufen wurde.Bild 15 von 47 In Europa blieb die biedere Limousine eher eine Randerscheinung, aber in Südamerika und vor allem den USA ist der Jetta bis heute sehr beliebt.Bild 16 von 47 1983 kam nach kleineren Facelifts die erste komplette Neuauflage. Der Golf war bereits das wichtigste Modell von Volkswagen. Daher war auch das neue Modell vielbeachtet.Bild 17 von 47 Das Auto verlor sein kantiges Äußeres und wurde, dem Zeitgeist entsprechend, runder.Bild 18 von 47 Dem Erfolg am Markt tat das jedoch keinen Abbruch. Es gehört zu den meistverkauften Golf-Modellen überhaupt. Natürlich auch, weil sein Lebenszyklus mit neun Jahren sehr lange war.Bild 19 von 47 Der neue Jetta kam ein Jahr später auf den Markt. Er passte sich dem Golf-Design an, behielt aber vorne seine eckigen Scheinwerfer.Bild 20 von 47 Beim Cabrio war die Modellpflege sehr behutsam. Die eckige Form wurde auch beim neuen dachlosen Golf von 1987 beibehalten. Es gab wegen des Erfolges des Vorgängers nur leichte Modifikationen.Bild 21 von 47 Daneben gab es noch weitere Varianten. Ein großer Misserfolg war der Golf Country. Damit versuchte VW dem SUV-Trend vorzugreifen. Doch nicht mal 8000 Käufer fanden sich für das Auto, auch weil der Preis mit rund 50.000 D-Mark sehr hoch war.Bild 22 von 47 1993 wurde auch das Cabrio neu aufgelegt. Wiederum blieb man bei einer recht kantigen Form, die dem Ur-Golf immer noch nahe stand.Bild 23 von 47 Richtig rund wurde es mit dem Golf III von 1992. Die Motorhaube wurde flacher, der Stoßfänger breiter und die Karosserieform windschnittiger.Bild 24 von 47 Mit dem Modelljahr 1992 wurde der Golf endgültig ein Teil vieler Familien. Die "Generation Golf" wurde in den neunziger Jahren geboren.Bild 25 von 47 Wie die Eltern schon begeisterten sich jetzt auch viele Töchter und Söhne für den braven, aber treuen Wegbegleiter.Bild 26 von 47 Für den Jetta kam in Europa das Aus. Während in den USA der Name bis heute beibehalten wurde, folgte in Europa der Vento auf den Jetta. Doch auch er konnte sein Nischendasein nicht überwinden.Bild 27 von 47 Anders dagegen das 1993 bereits lange erwartete Cabrio. VW sagte den Kanten Adé. 1998 gab es ein Facelift, welches offiziell auch Golf IV Cabrio genannt wurde. 2002 wurde das Golf Cabrio zugunsten des Eos eingestellt. Beim neuen Golf soll es wieder ein Cabrio geben.Bild 28 von 47 Der Golf in seiner IV. Auflage kam 1997 auf den Markt. Es war ein behutsames Facelift in einer Zeit, in der sich der VW-Konzern nicht über zuviel Selbstbewusstsein beschweren konnte.Bild 29 von 47 Die Linienführung und die wichtigsten Fluchten blieben erhalten. In den USA überlebte der Golf IV sogar seinen Nachfolger und wurde dort bis 2006 verkauft.Bild 30 von 47 Im Innenraum konnte man wieder eine bessere Qualität feststellen. Der von GM eingekaufte Radikal-Manager Lopez hatte in den 90er Jahren die Zulieferer von VW regelrecht kaputt gespart. Das machte sich an massiven Qualitätsproblemen bemerkbar.Bild 31 von 47 Dem glücklosen Vento folgte 1998 der Bora als Stufenheckvariante und als Kombi. Obwohl man bei VW auf die Kritik reagierte und den Bora etwas eleganter und schnittiger machte, blieb auch ihm der Erfolg in Europa versagt.Bild 32 von 47 Ganz anders dagegen der Golf Kombi, bei VW Variant genannt. Den ersten Kombi auf Golf-Basis gab es 1993. Der Golf V wurde als Variant erst 2007 vorgestellt. Dabei wurde er schon ungeduldig erwartet.Bild 33 von 47 Im Jahr 2001 begann bei VW die Ära der FSI-Motoren. Die Aggregate haben ein von der Diesel-Technik abgeleitetes Einspritzverfahren. Damit wird bei Teillast weniger Kraftstoff in den Zylinder eingespritzt. VW hat diese Technik mittlerweile deutlich weiterentwickelt.Bild 34 von 47 Mit dem Golf V kam 2005 ein etwas mutigeres Modell. Die Frontschürze wurde dynamischer durch die weit heruntergezogene Motorhaube (Im Bild der GT).Bild 35 von 47 Scheinwerfer und Heckleuchten zogen sich jetzt weit in die Kotflügel hinein. Die Außenspiegel bekamen Blinkleuchten und die Seitenlinie eine kürzere Flucht.Bild 36 von 47 Aufgerüstet wurde auch im Innenraum. Der Standardeinschub für das Radio musste einem Platz für Multimediageräte mit großem Display weichen. Bedienelemente für die Klimaanlage wurden modifiziert, und das Lenkrad bekam auf Wunsch ebenfalls neue Funktionalitäten.Bild 37 von 47 Auch wenn VW-Designer schwören, kein Facelift gezeichnet zu haben: Revolution sieht anders aus. Nichtsdestotrotz ist der neue Golf VI nochmals deutlich dynamischer geworden.Bild 38 von 47 Die Front ist sehr eng an den Scirocco angelehnt. Fast wie beim Golf I eilte das Coupé der Limousine voraus.Bild 39 von 47 Die Motorhaube wurde nochmals weiter nach unten gezogen. Ein erfreulicher Nebeneffekt des Downsizing, wo Motoren mit kleinerem Hubraum einfach weniger Platz brauchen.Bild 40 von 47 Die Außenspiegel sind in ihrer Form mehr konisch geworden und haben weniger Fläche. Damit sinkt der Luftwiderstand und die Fläche für Schmutz nebenbei auch.Bild 41 von 47 Hinten ist ein bisschen mehr Touareg eingeflossen. Zudem hat der Neue mit dem integrierten Stoßfänger fast einen Diffusor zu bieten.Bild 42 von 47 Besonders an den Lampen ist die Verwandtschaft mit dem großen Bruder fürs Gelände zu erkennen.Bild 43 von 47 Fast ein Spoiler: Die Abrisskante am Heck des Golf VI sorgt für einen besseren cw-Wert und beherbergt ein drittes Bremslicht.Bild 44 von 47 Die Radkästen wurden weiter ausgestellt, was dem Auto einen breiteren Auftritt verleihen soll.Bild 45 von 47 Bei der Innenausstattung hat man wenig Experimente gewagt. Schließlich soll sich auch jeder, der die Vorgängergenerationen gefahren hat, sofort zurechtfinden.Bild 46 von 47 Maßvoll, aber doch anders: Der Golf VI ist von Außen durchaus konservativ geblieben. Dennoch ist der Auftritt interessanter geworden. Auch der Neue hat das Potenzial, Maßstäbe zu setzen. Vorausgesetzt, er hält in der Praxis, was die ersten Bilder versprechen.Bild 47 von 47