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Mit einem echten Flaggschiff tritt Chrysler in der Klasse der Großraum-Vans an.
Jede Menge Platz und zahlreiche elektrische Helferlein sollen aus dem Grand Voyager ein komfortables Reisemobil machen. Im Zuge des Facelifts hat man leichte optische Retuschen, vor allem an der Fahrzeugfront, vorgenommen.
Mit 5,14 Metern Länge gehört der Grand Voyager sicher nicht zu den Kleinen seiner Klasse. Sieben Erwachsene finden ihren Platz.
In unserem Test haben wir den 2.8 CRDi in der Ausstattungsversion "Limited" gefahren. Generell kann der Grand Voyager mit reichlich Becherhaltern und Staufächern glänzen.
Mit 163 PS ist das Auto ausreichend motorisiert, auch wenn der Motor mit den 2175 Kilogramm durchaus seine Arbeit hat.
Beide Seitentüren und die Heckklappe lassen sich per Fernbedienung automatisch öffnen und schließen.
Zwei innovative Sitzsysteme bietet Chrysler für den Grand Voyager an. "Stow 'n Go" lässt die Sitzreihen zwei und drei im Boden verschwinden und schafft so eine ebene Ladefläche - elektrisch, versteht sich.
Mit "Swivel'n Go" können die Sitze der zweiten Reihe gegen die Fahrtrichtung gedreht werden, natürlich auch elektrisch.
Von der Fahrleistungen her ist der Grand Voyager eher zum Cruisen gemacht. In 12,8 Sekunden schafft er es auf 100 Stundenkilometer. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 185 km/h.
Zum Modelljahr 2010 hat man versucht, dem Diesel seine Trinkgewohnheiten abzugewöhnen. Im Schnitt verbraucht der Selbstzünder 8,8 Liter auf 100 Kilometer.
Das ist immerhin ein halber Liter weniger als beim Vorgänger. Doch der Motor muss seine 360 Newtonmeter Drehmoment, die zwischen 1600 und 3000 Umdrehungen pro Minute anliegen, optimal einsetzen, um das schwere Fahrzeug zu bewegen.
Angenehm dabei ist die Sechsgangautomatik, die den Motor im richtigen Drehzahlbereich hält. So lässt sich der Grand Voyager ordentlich bewegen. Der Start an der Ampel geht aber eher zäh vonstatten und auch der Durchzug zwischen 80 und 120 Stundenkilometern ist bescheiden.
Die Ausstattung des Grand Voyager fällt recht üppig aus. In der Version "Limited" hat er unter anderem bereits nette Optionen wie Niveauregulierung, elektrische Sitze und eine Audioanalage mit Soundsystem an Bord.
Doch das Ganze hat auch seinen Preis: 35.290 Euro kostet der Chrysler Grand Voyager mit dem Dieselantrieb.
Für die Version "Limited" kommt man auf einen Grundpreis von 45.590 Euro. Das ist kein Schnäppchen, auch wenn der US-Boy viel bietet fürs Geld.
Ein Schwergewicht auf Reisen: Für die lange Urlaubsfahrt mit Familie ist der Grand Voyager ein idealer Begleiter. Im Vergleich zu Autos seiner Größe und Preisklasse kann er sich durchaus sehen lassen, auch wenn die Materialien und Verarbeitung im Innenraum nicht perfekt sind.
Insgesamt zeigt sich der Grand Voyager als komfortables Reisemobil mit üppigem Platzangebot und zahlreichen netten Accessoires. Sportlich Ambitionen sollte man aber in der Garage lassen. Dafür ist der Van nicht gemacht. Wer es gemütlich mag und Platz braucht, der wird sich in dem Auto wohlfühlen. (Text: Markus Mechnich)
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