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"Auto China 2012": Im Reich der Mitte rollt was

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China ist der Markt der Zukunft für die westlichen Automobilhersteller. Auf der Auto Show in Peking zeigen sie sich daher als höfliche Gäste und bringen Geschenke mit. (Foto: picture alliance / dpa)

China ist der Markt der Zukunft für die westlichen Automobilhersteller. Auf der Auto Show in Peking zeigen sie sich daher als höfliche Gäste und bringen Geschenke mit.

China ist der Markt der Zukunft für die westlichen Automobilhersteller. Auf der Auto Show in Peking zeigen sie sich daher als höfliche Gäste und bringen Geschenke mit.

Jeep hat einen speziell nach dem nationalen Geschmack gestalteten Geländewagen dabei: die Studie einer China-Edition seines Geländewagens Wrangler.

Der komplett in Schwarz gehaltene Allrader mit dem Beinamen "Dragon" verfügt – passend zum Jahr des Drachens – über zahlreiche Zierelemente mit dem Motiv des Fabelwesens. Unter anderem prangt ...

... der goldbronzene Drache am Kühler, auf der Motorhaube und auf den Radnabenabdeckungen. Weiterer Hingucker sind die mattschwarzen 18-Zoll-Felgen mit Goldapplikationen.

Im Innenraum gibt es eine Mischung aus schwarzem und goldenem Leder in Drachenhaut-Optik.

Für den Antrieb sorgt ein 3,6-Liter-V6-Benziner mit 284 PS Leistung. Bei entsprechendem Zuspruch der Messebesucher könnte eine Serienversion aufgelegt werden.

Als geräumige Konkurrenz zur S-Klasse präsentiert sich der Mercedes Viano Vision Diamond in Peking. Bereits äußerlich setzt sich die Studie von den bürgerlicheren Versionen des Kleinbusses Viano ab. Zweifarbige Lackierung, ein schwarzer Kühlergrill und spezielle Fünfspeichen-Felgen überdecken die Nutzfahrzeug-Abstammung.

Der Innenraum ist zweigeteilt: Der Chauffeur nimmt auf einem schwarzen Ledersessel hinter einem schwarzen Armaturenbrett Platz, während die zwei Passagiere in einem großzügigen Fondabteil Platz nehmen, ...

... das komplett in Porzellanweiß gehalten ist. Die Sitze stammen dabei aus dem Oberklasse-Coupé CL, sind klimatisiert und verfügen über eine Massagefunktion. Fünf Becherhalter und eine Halterung für die Champagnerflasche plus Gläser gehören ebenso zur Komfortausstattung wie Wadenbank und Fußstütze.

Eigentlich sollte er schon in Genf stehen - doch der Konzern hatte entschieden, dass die schweizerische Bühne alleine der SUV-Studie von Bentley gehören sollte. Und so feiert der Lamborghini Urus sein Debüt nun auf der Automesse in Peking.

Dort wollen die Italiener auch einen erklecklichen Teil der Produktion absetzen, wenn der Allradler in vier Jahren in Serie geht. Die SUV-Studie hört auf die Modellbezeichnung Urus - abgeleitet vom Auerochsen, einer Wildform des Rindes. Diese Tiere zeichneten sich durch ihr aggressives Kampfverhalten aus, ...

... womit die Brücke zu den Lamborghini-Sportwagen geschlagen ist, die traditionell nach Kampfstieren benannt sind. Mit 4,99 Metern Länge und 1,99 Metern Breite liegt der Urus nahe an den Abmessungen des Audi Q7, mit 1,66 Metern Höhe ist er allerdings erheblich flacher.

Das futuristische Interieur wird dem Vernehmen nach zum Serienstart deutlich braver aussehen. Offensichtlich will die Marke zum ersten Mal auch dem Geschmack einer weiblichen Kundschaft entsprechen - ...

... und der scheint man in Sant'Agata Bolognese wenig Sinn für extreme Formen zuzutrauen. Lamborghini will 3000 Einheiten pro Jahr herstellen, womit der Urus zum meistverkauften Modell der Marke avancieren würde.

Bei Karosserie und Struktur will Lamborghini neueste Kohlefaser-Technik nutzen, wodurch allerdings nur rund 100 Kilogramm Gewicht eingespart werden sollen. Aktive Spoiler und eine verstellbare Bodenfreiheit verbessern die Aerodynamik.

Die LED-Scheinwerfer mit ihrem relativ konventionellen Umriss liefern hervorragende Lichtausbeute. Ein futuristisches Detail sind die Kameras, mit denen die klassischen Außenspiegel ersetzt werden sollen; der Volkswagen-Konzern arbeitet mit Hochdruck an der Legalisierung solcher Lösungen.

Die neue A-Klasse ist noch gar nicht auf dem Markt, da präsentiert Mercedes bereits das erste Derivat auf der Auto Show in Peking: das Concept Style Coupé Premiere, ...

... eine viertürige Limousine mit fließender Dachlinie und kurzem Heck. Der kompakte Bruder des stilbildenden Mercedes CLS könnte bereits Anfang 2013 in Serie gehen.

Das viertürige Coupé wird das neue Top-Modell in der A-Klasse-Familie und höher positioniert als die bereits auf dem Genfer Salon vorgestellte Karosserieversion mit Steilheck. Die nun in China vorgestellte Studie im Format einer Mittelklasselimousine gibt laut Hersteller bereits einen recht konkreten Ausblick auf das fertige Serienmodell.

Um den Namen macht man bei Mercedes noch ein Geheimnis - CLA wäre logisch, es muss aber nicht unbedingt so kommen.

Realistisch hingegen ist der Antrieb in Form eines 2,0-Liter-Turbobenziners mit 211 PS, der an ein Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt ist. Die Studie verfügt zudem über Allradantrieb, das fertige Modell wird es auch mit Frontantrieb geben.

Die Motorenpalette dürfte dann auf Benzinerseite mit einem 122 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinder starten, Einstiegsdiesel wird 1,8-Liter-Vierzylinder mit 109 PS. Die Preise werden knapp unterhalb der 30.000-Euro-Grenze beginnen.

Daimler und der chinesische Joint-Venture-Partner BYD haben in China eine gemeinsame Elektrofahrzeugmarke vorgestellt.

Unter dem Markennamen Denza soll ein Elektrofahrzeug entwickelt werden, dessen Studie in Peking zu sehen ist.

Das Konzeptfahrzeug mit reinem batterieelektrischen Antrieb wurde in China entwickelt und wird dort auch gebaut und vertrieben.

Citroen meldet sich mit einer noblen Studie zurück ins Oberhaus. Unter dem üppigen Äußeren geben sich die Franzosen aber bescheiden.

Der 4,93 Meter lange und nur 1,27 Meter hohe DS9 erinnert an die vor zwei Jahren vorgestellte Studie Metropolis. Das neue Modell ist aber viel seriennäher und könnte in nur leicht abgewandelter Form schon Ende 2013 auf den Markt kommen.

Neu gezeichnet ist vor allem die breite Front mit dem hinter Glas versteckten Logo. Dank eines Radstands von drei Metern bietet der durch drei Oberlichter mit Licht durchflutete Innenraum viel Platz für die Passagiere.

Fürs gute und grüne Gewissen erhält der Luxusliner einen Plug-in-Hybridantrieb mit Benzin-/Elektromotor oder Diesel-/Elektromotor, der 295 PS leistet und bis zu 50 Kilometer rein elektrisch fährt.

Das Konzeptfahrzeug auf der Messe wird einen 1,6-Liter-Benziner mit 225 PS unter der Haube haben. Die Elektroeinheit mit 70 PS treibt die Hinterachse an und bietet dadurch einen Allradantrieb, der bei schlechten Witterungsverhältnissen auch zuschaltbar ist. Der Spurt aus dem Stand bis auf 100 km/h ist in 5,7 Sekunden erledigt.

Durch die schnittige Karosserie, Spoiler und 21-Zoll-Turbinen-Räder liegt der cW-Wert niedrig, was dem Kraftstoffverbrauch zugutekommt. Im Schnitt soll m die Limousine nur 1,9 Liter auf 100 Kilometer benötigen. Die Lithium-Ionen-Batterien können in 3,5 Stunden vollgeladen werden.

Entwickelt wurde das Fahrzeug nicht allein bei PSA, sondern gemeinsam mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner Dongfeng. Ob und in welcher Form der DS9 auch in Europa angeboten wird, steht noch nicht fest.

Volkswagen ist in der Volksrepublik der absatzstärkste Autobauer. Nicht zuletzt deswegen können es sich die Wolfsburger leisten in allen Segmenten präsent zu sein.

Noch im vergangenen Jahr auf der wichtigsten Automesse Chinas war in den Augen vieler Aussteller nur schick, was elektrisch fährt. Nun werden sie wieder etwas verhaltener präsentiert. So auch der VW E-Bugster. Der zweisitzige Beetle-Speedster wird von einem 115 PS starken Elektromotor angetrieben.

Das elektrische Herz des Bugster schlägt vorn und wiegt lediglich 80 Kilogramm. Gespeichert wird die Energie zum Antrieb des Elektromotors in einer Lithium-Ionen-Batterie, deren Module sich hinter den Vordersitzen befinden. Ihr Energiegehalt von 28,3 kWh soll im städtischen Umfeld eine Reichweite von mindestens 180 Kilometern ermöglichen.

Dank einer Schnellladefunktion können die Batterien des E-Bugster an dafür ausgelegten Ladestationen binnen 35 Minuten aufgeladen werden. Der emissionsfrei arbeitende Antrieb beschleunigt den Beetle in nur 10,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Der im Juni 2008 erstmals angebotene VW Lavida eroberte binnen kürzester Zeit nach seinem Start das A-Segment in China; bereits im Januar 2012 überschritten die Verkaufszahlen die Grenze von 700.000 Exemplaren. Nach vier Jahren debütiert nun der New Lavida als neues "Familienmitglied" der Baureihe.

Sein Design spiegelt analog zum neuen Passat die aktuelle Volkswagen Design-DNA: klar strukturierte Frontpartie und scharf geschnittene Karosserielinie.

In China wird der New Lavida in drei Motorvarianten und vier Ausstattungslinien angeboten. Bereits in der Grundversion sind ABS, ESP und Frontairbags serienmäßig enthalten.

Auch den Scirocco R gibt es in einer extra für den chinesischen Markt herausgeputzten Variante. Er leistet 255 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment 330 Nm.

Die erstmals im Golf GTI vorgestellte Vorderachs-Quersperre XDS gehört beim Scirocco R ebenso zum serienmäßigen Technik-Paket wie ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Auch mit dem VW Cross Coupé Dieselhybrid wollen die Wolfsburger in China punkten. Das Konzeptfahrzeug wird von einem Turbodiesel und zwei Elektromotoren angetrieben.

Damit sollen Verbrauchswerte von 1,8 Liter auf 100 Kilometer erreicht werden, was einem CO2-Ausstoß von 46 g/km entspricht.

Mit einer Systemleistung von 306 PS soll die 1,8 Tonnen schwere Studie bis zu 220 km/h schnell fahren. Bereits auf dem Genfer Autosalon zeigte VW die Cross-Coupé-Studie.

Gleich zwei Premieren in einer feiert Audi auf der Auto China mit dem A6 L e-tron. Zu sehen ist die neue Langversion des A6, unter deren Blech der Prototyp eines Plug-in-Hybridantriebs Premiere feiert. Sowohl Auto als auch Technik sind dabei exklusiv für den chinesischen Markt vorgesehen.

Für die Premiere der wenig überraschenden Chauffeurslimousine hat sich Audi aber auch eine technische Überraschung ausgedacht. Unter dem gestreckten Blech arbeitet der erste Plug-in-Hybridantrieb der Ingolstädter.

Dank einer an der Steckdose aufladbaren Lithium-Ionen-Batterie mit großer Kapazität soll die Limousine bei einem Tempo von konstant 60 km/h rund 80 Kilometer rein elektrisch zurücklegen können. Neben dem 95 PS starken Elektromotor ist aber auch ein 2,0-Liter-Turbobenziner mit 211 PS an Bord.

Mit einem limitierten Sondermodell feiert Ferrari nun sein 20. Jahr in China. Die in einer Auflage von 20 Exemplaren gebaute Spezialauflage des Coupés 458 Italia im eigens entwickelten Farbton "Marco Polo Red" trägt über Dach und Motorhaube einen schwarz-goldenen Rallye-Streifen mit Drachenmuster.

Komplett in Gold kommen die Felgen daher und auch im Innenraum finden sich Zierelemente aus dem Edelmetall. Der Startknopf ist auf Chinesisch beschriftet. Für den Antrieb sorgt der bekannte 4,5-Liter-V8-Benziner mit 570 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h ermöglicht.

Nach Porsche setzt nun auch der italienische Sportwagenhersteller Maserati auf Dieselmotoren. Die sportliche Limousine "Maseratina" unterhalb des Oberklasse-Modells Quattroporte soll ab 2013 mit einem Selbstzünder auf den Markt kommen.

Mit einer Länge von rund 4,90 Metern tritt der Italiener in China gegen die etablierten Konkurrenz Audi A6 (4,92 Meter) BMW 5er (4,90 Meter) und Mercedes E-Klasse (4,87 Meter) an. Neben dem Diesel wird es auch einen V6-Benziner mit Biturbo geben.

Der bisherige Quattroporte wird Anfang 2013 generalüberholt und soll um sechs Zentimeter breiter und zwei Zentimeter länger werden.

Auch Hyundai präsentiert in China Geschärftes. Beim Hyundai BHCD-1 Concept kommt es dabei nicht zwingend auf die optische Beigabe an, sondern natürlich auf die äußeren und inneren Werte des Fahrzeuges.

Toyota gibt sich in China nüchtern und langsam müssen die Japaner mit ihren Alltagsautos aufpassen, dass sie bei aller Klarheit im Meer der Design-Ideen nicht vor Langeweile untergehen.

Dabei geben sich die Japaner in ihren Studien immer sehr zukunftsorientiert und mutig.

In China mag man es staatstragend. Insofern wundert es nicht, dass ein Fahrzeug wie der L7 auf der Messe zu finden ist.

Schließlich lässt man in China im hochpreisigen Segment eher fahren, als dass man selber fährt. Deshalb könnte auch ein L7 in der Volksrepublik seine Fans finden.

Auch Querschnittsmodelle finden in China großes Interesse. Schließlich kann man hier Funktionsweise und Technik am besten begutachten.

Wer hier mehr Zuspruch findet, steht wohl außer Frage.

Und während die einen putzen müssen, ...

... sehen die anderen einfach nur toll aus.

Wer auf dem Automarkt bestehen will, setzt inzwischen auf scharfe Formen.

Während Peking im Smog versinkt, macht sich BYD Gedanken um den ökologischen Transport der Menschen in der Hauptstadt und stellt ein E-Taxi auf der Messe vor.

Große Fahrzeuge sind in China in. Nicht jeder kann sie sich leisten. Aber wie bei vielen anderen teuren Dingen des Lebens ...

... werden auch hier sogenannte Blender angeboten. In diesem Fall sind es Kleinwagen, die wie die ganz Großen aussehen. Mit dem ...

... kleinen Roten wird sogar der chinesische Mittelklassewagen zum Luxusliner. Wem das ganze Gedöns um fahren oder gefahren werden auf die Nerven geht, ...

... der kann sich natürlich auch in einem Boliden von Koenigsegg durch die verstopften Pekinger Straßen schaukeln. Denn in rasender Geschwindigkeit wird in der ...

... chinesischen Metropole nichts gehen. Obwohl der Agera R, der 2013 auf den Markt kommen wird, seine Rennwagenqualitäten auf dem Nürburgring bereits unter Beweis gestellt hat: 440 km/h waren es auf der Nordschleife.

Es gibt so Dinge im Autobau, die kommen immer wieder: Flügeltüren. Für Serienfahrzeuge denkbar ungeeignet, aber auf einer Messe ...

... immer wieder ein Hingucker. So auch bei Konzeptfahrzeugen der chinesischen Hersteller.

Auch Nissan wartet in Peking mit einer heißen Studie auf. Die ist so heiß, dass sie augenscheinlich keine Beigaben benötigt.

Gediegen, groß, protzig, eben genau, wie man es von Bentley gewohnt ist, präsentieren die Briten ihr SUV EXP 9F. Als Antrieb dürfte ein mehr als 600 PS starker W12-Biturbobenziner zum Einsatz kommen.

Ebenfalls groß und protzig: der Jeep Wrangler Unlimited? Sieht ihm verdammt ähnlich, ist aber ein B70V von Beijing Automotive Industry.

Die Chinesen sind Plagiate gewohnt und mit einer preiswerten Kopie lässt sich im Reich der Mitte allemal Staat machen.

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