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Ein Mini-Van im B-Segment: Bei Kia setzt man in der Nach-Abwrack-Ära auf Kleinwagen. Der Venga soll den Absatz im kommenden Jahr stabilisieren helfen.
Bei der äußeren Formgebung versuchen die Koreaner durchaus Akzente zu setzen. Vorne prägt das neue "Gesicht" der Marke den Auftritt des Venga. Die rundliche Form sorgt für eine gewisse Freundlichkeit.
An der Seite hat man dem Venga zwei dynamische Linien verpasst. Die untere Sicke zieht sich von den vorderen Türen bis zum hinteren Kotflügel. Darüber zieht sich eine Kante vom vorderen Kotflügel bis zur Heckleuchte.
Dank einem Radstand von 2,92 Metern kann der venga recht viel Platz im Innenraum bieten. Das ist allerdings auch ein entscheidendes Kriterium für seine Klasse, bei der der Nutzwert an erster Stelle steht. Selbst auf den hinteren Sitzen lässt es sich bequem Platz nehmen.
Auch im Innenraum findet sich das neue Kia-Design. Die Mittelkonsole wird von farbigen, austauschbaren Verblendungen umrahmt. Die Verarbeitung ist solide, das Hartplastik in dieser Klasse unumgänglich.
Die Designer spielen mit dezenten Farben. So will man den Innenraum aufwerten. Die Instrumente sind gut ablesbar, die Bedienung ist problemlos.
314 Liter kann der Kofferraum fassen. Die Ladekant ist weit nach unten gezogen und weit ausgeschnitten.
Der Boden des Kofferraums kann aber auch um eine Etage tiefer gelegt werden. Dann steigt das Volumen auf 422 Liter. Unter dem Boden finden sich praktische Staufächer.
Die Rückbank ist asymmetrisch geteilt umklappbar.
Bis zu 1341 Liter Ladevolumen lassen sich maximal erzielen. Damit liegt der Venga nur leicht hinter der Konkurrenz von Renault, Citroën und Opel. Allerdings ergibt sich bei tiefer gelegtem Boden auch eine störende Kante.
Mit dem Nutzwert, den er mitbringt, kann sich Kias neuer Kleiner durchaus sehen lassen. Auch wenn er keine Spitzenwerte aufstellen kann.
Mit vier Motoren geht der Venga im Januar an den Start. Zwei Benziner und zwei Diesel, jeweils mit 1,4 und 1,6 Litern Hubraum. Der kleine Diesel geht als "Eco"-Modell durch.
Dabei ist der Selbstzünder, der mit neuer Aufladung und modifizierten Eckdaten fast eine Neuentwicklung ist, ein rauer Geselle. Er zeichnet sich durch eine nicht unerhebliche Geräuschkulisse aus.
Der Basispreis des Kia Venga liegt bei 13.990 Euro für den kleinen Benziner in der Basisaussattung. Häufiger werden sich wohl die etwas höheren Ausstattungsvarianten verkaufen. Die Ausstattung Vision mit dem 1,4-Liter-Benziner ist ab 15.570 Euro zu haben. Für den großen Diesel in gehobener Ausstattung werden rund 20.000 Euro fällig.
Mit dem Venga bringt Kia ein interessantes Auto auf den Markt. Er setzt der sonst üblichen Langweile in diesem Segment durchaus gestalterische Akzente entgegen. Beim Nutzwert muss man dabei kaum Abstriche machen. Diese Kombination könnte den Venga zum Erfolg verhelfen. (Text: Markus Mechnich)
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