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BMWs X1: Kleiner Wühler

 
BMWs X1: Kleiner Wühler

BMW erweitert seine Baureihe X nach unten und bringt den X1 auf den Markt.

Ab Herbst soll das jüngste Modell zu haben sein. Zielgruppe ist die jüngere Generation, die mit dem Spaßmobil an die Marke herangeführt werden soll.

Damit sind die Münchner der Konkurrenz aus Ingolstadt und Stuttgart zuvorgekommen. Allerdings wird Audi mit dem Q3 bald nachziehen.

"Ein neues Fahrerlebnis im Premium-Kompaktsegment" verspricht BMW. Klingt interessant. Dem Marktsegment der kleinen SUVs wird einiges an Potenzial zugetraut.

Während die Dickschiffe in Zeiten der Wirtschaftskrise eher schwer verkäuflich sind, sind kompakte Geländewagen immer mehr gefragt. Das beweist zum Beispiel die Marktführerschaft des VW Tiguan.

Unter anderem gegen diesen tritt jetzt der BMW X1 an. Da muss sich der Münchner schon anstrengen. Hübsch genug sollte er sein.

Der Einstieg in die X-Welt wird mit dem xDrive 18i beginnen. Kostenpunkt: 27.200 Euro. Allrad kostet da allerdings noch Aufpreis, Heckantrieb ist erst mal Serie.

Ein richtiges Sparmobil soll der xDrive 18d werden. BMW verspricht einen Durchschnittsverbrauch von 5,2 Litern auf hundert Kilometer. Dafür bekommt der kleinste Diesel das ganze Sparpaket namens "EfficientDynamics".

Dazu gehört eine Start-Stopp-Automatik, Energie-Rückgewinnung beim Bremsen und eine Schaltanzeige. Hinzu kommt ein lang übersetzter sechster Gang.

Weitere Motorisierungen sind der Zwei-Liter-Diesel, ebenso wie der 1,8er aus der 1er- und 3er-Reihe bekannt. Der Spitzendiesel ist der 2,3-Liter mit 204 PS und einem Drehmoment von 400 Newtonmetern.

Der Platz im Innenraum scheint durchaus knapper bemessen als bei den größeren Brüdern, dem X3 und dem X5.

Dennoch ist der Platz wohl auch für groß gewachsene Insassen ausreichend bemessen. Das Cockpit ist stark fahrerorientiert.

Nicht fehlen darf natürlich die neuste Generation des Multimediasystems iDrive.

Optional ist das Sechsgang-Automatik-Getriebe.

Bei den Benzinern gibt es neben der Einstiegsmotorisierung 18i als stärksten Antrieb den Drei-Liter-Benziner mit sechs Zylindern, 258 PS und 310 Newtonmetern. Damit soll der X1 bis zu 230 km/h schnell werden.

Die Frontleuchten sind zwischen den typischen BMW-Nieren scharf zugeschnitten. Xenon und adaptives Kurvenlicht sind optional, das Tagfahrlicht ist Serie.

Natürlich wird wohl auch der X1 im Alltag selten die befestigten Straßen verlassen. Sollte er das aber tun, dann steht mit dem XDrive sicher eines der besten Allradsysteme auf dem Markt zur Verfügung.

Der geneigte X1-Fahrer wird sich dennoch eher selten die Felgen schmutzig machen wollen. Zumal es vielfältige Optionen bei der Reifenwahl geben soll.

Die meisten der Assistenzsysteme aus dem BMW-Regal sind auch für den X1 erhältlich.

Dann dürfte der Preis allerdings auch schmerzhaft über die 30.000 Euro steigen.

Wie der Kunde den neuen X1 annimmt, wird wohl erst das kommende Jahr zeigen. Das Interesse vorab ist jedenfalls sehr groß.

Freilich startet der kleinste Geländegänger von BMW in einem sehr schwierigen Marktumfeld.

Doch wie eingangs bereits erwähnt: Das Segment der kleinen SUVs wächst immer noch.

Und damals mit dem 1er hat BMW schon einmal einen Coup gelandet, den ihnen niemand zugetraut hätte.

Wir dürfen also gespannt sein auf die erste Ausfahrt mit BMWs kleinstem Wühler. (Text: Markus Mechnich)

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