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Audi A1: Kleines in Premium

 
Audi A1: Kleines in Premium

Der neue "große Audi" ist ein kleiner.

Nach dem Flop mit dem A2 einst unternimmt Audi einen neuen Anlauf in Sachen Kleinwagen.

Dieses Mal könnte der Sprung ins Segment gelingen, denn der A1 ist deutlich hübscher geworden als sein Ahne.

Schon die ersten Reaktionen auf der Straße verraten Interesse unter den Passanten.

Kein Wunder, denn der A1 ist ansprechend. Ein frecher Kleinwagen, mit dem man sich gerne sehen lässt.

Damit das so ist, setzt Audi auf den Lifestyle-Faktor. Die Dachbögen sind farblich abgesetzt und individuell gestaltbar.

Als Extra (400 Euro) gibt es einen dezenten Dachspoiler.

Die LED-Heckleuchten gibt es serienmäßig; sie sollen den Premiumanspruch unterstreichen. Eine leichte Verwandtschaft mit dem Audi Q5 ist hinten schon erkennbar.

Darf es noch etwas mehr sein? Klar, denn der A1 will sich schon von der zahlreichen Konkurrenz der Lifestyle-Mobile absetzen.

So muss dieser Anspruch auch im Innenraum fortgesetzt werden. Bei den Luftdüsen zum Beispiel im Turbinenlook ...

... oder den neu gestalteten Bedienelementen für das Multimediasystem.

Aber es gibt auch Bekanntes und Bewährtes aus den Regalen von Audi. Beispiel Instrumententräger, die zwar neu eingefasst, aber dennoch aus anderen Modellen der Marke bekannt sind.

"Herzklopfen" nennt sich die farbliche Absetzung des Mittelteils der vorderen ...

... und hinteren Sitze. Das gibt es aber nur in der höheren Ausstattungsvariante.

An der Fahrzeugfront schließlich sorgen LED-Tagfahrlichter für den individuellen Auftritt des Modells.

Schließlich muss aber ein Kleinwagen auch ordentlich fahren.

Dazu bietet Audi zunächst drei verschiedene Motorisierungen an.

Zwei Benziner und ein Diesel stehen zur Auswahl. Ein weiterer, etwas kleinerer Diesel soll folgen.

Der kleine Benziner leistet 86 PS aus 1,2 Litern Hubraum. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,1 Litern nach EU-Norm zeigt er sich für einen Otto-Motor ausgesprochen wirtschaftlich.

Der stärkere Benziner leistet 122 PS aus 1,4 Liter Hubraum. Für den Leistungsaufschlag kann auch er mit einem moderaten Verbrauch von nur 5,3 Litern auf 100 Kilometern glänzen.

Der Diesel schließlich, mit seinen 1,6 Litern Hubraum und 105 PS, kann der Sparwut mit einem Verbrauch von 3,9 Litern im Schnitt nach EU-Norm die Krone aufsetzen. Das sind schon stramme Werte, die Audi da vorgibt.

Dabei ist der A1 keine lahme Ente. Für eine erste Probefahrt in Berlin hatten wir den 1,4-Liter-Benziner zur Verfügung.

Der lässt sich auch durchaus flott durch den dichten Stadtverkehr bewegen. In 8,9 Sekunden schafft er den Sprint auf die 100 Stundenkilometer.

Dank des straffen, aber nicht unkomfortablen Fahrwerks lässt er sich auch behände durch Kurven zirkeln.

Das Sportfahrwerk gibt es ab der höheren Ausstattungsvariante in Serie.

Bis zu 203 Stundenkilometer schafft der Audi A1 mit dem stärksten zur Verfügung stehenden Benziner.

Das ist absolut ausreichend für einen Kleinwagen. Sehr wahrscheinlich wird Audi irgendwann aber noch mal eine Power-Variante nachlegen.

Schließlich sind Kleinwagen mit ordentlich Dampf unter der Haube ebenfalls derzeit ein Trend.

Siehe Mini John Cooper Works oder VW Polo GTI.

Den Einstiegspreis hat Audi relativ moderat angesetzt.

Den kleinen Benziner gibt es ab 15.800 Euro.

Für die beiden größeren Motoren muss dann aber tiefer in die Tasche gegriffen werden. Der Benziner mit 1,4 Litern kostet 19.600 Euro ...

... und der Diesel liegt bei 20.200 Euro. Jeweils aber schon in der höheren Ausstattungsvariante.

Diese ist schon recht umfangreich und bietet beispielsweise 16-Zoll-Leichtmetallfelgen oder eben das Sportfahrwerk in Serie.

Werden einige Optionen genutzt, dann kann man für Audis Kleinsten schon bei einem Preis von 25.000 oder mehr liegen.

Nein, dieser Kleinwagen von Audi wird ziemlich sicher kein Flop werden wie einst der A2. Zielgenau hat Audi mit dem A1 ein Auto auf die junge Käuferschaft getrimmt. Ob diese den Wagen dann auch in ausreichender Zahl annehmen, bleibt freilich abzuwarten. (Text: Markus Mechnich)

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