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Schnell, schneller, am schnellsten: Kreis der 300-km/h-Boliden erweitert sich

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Wer an der 300-km/h-Marke kratzen möchte, kann sich auf den neuen Audi TTS freuen, der jetzt in Genf als Concept Car seine Premiere feiert - und bereits im Sommer 2014 auf den Markt kommen soll. (Foto: Abdruck fuer Pressezwecke honorarfrei)

Wer an der 300-km/h-Marke kratzen möchte, kann sich auf den neuen Audi TTS freuen, der jetzt in Genf als Concept Car seine Premiere feiert - und bereits im Sommer 2014 auf den Markt kommen soll.

Wer an der 300-km/h-Marke kratzen möchte, kann sich auf den neuen Audi TTS freuen, der jetzt in Genf als Concept Car seine Premiere feiert - und bereits im Sommer 2014 auf den Markt kommen soll.

Mit bis zu 310 PS dringt das Sportcoupé in ambitionierte Sphären vor. Zudem kann es den Wettbewerbern aus Zuffenhausen das Leben mit einer Beschleunigung auf Landstraßentempo binnen 4,7 Sekunden sowie abgeregelten 250 km/h durchaus schwer machen. Offen dürfte Tempo 300 kein Problem sein.

Neben moderner Antriebstechnik und hohen Sicherheitsstandards setzen die Oberbayern erstmals auf Infotainment einer fortgeschrittenen Generation. Waren im Vorgänger noch klassische Rundskalen an der Tagesordnung, so ist es jetzt eine TFT-Fläche, die den Entwicklern die Möglichkeit freier Konfiguration gibt und dem User reichlich Bedienkomfort bescheren soll.

Von elektronisch beeinflussbaren Dämpfern bis hin zum Doppelkupplungsgetriebe mit Launch-Control-Funktion zieht der TTS alle Register moderner Fahrwerks- und Vortriebstechnik. Optionale LED-Vollscheinwerfer sehen schick aus und lassen auf eine satte Lichtausbeute hoffen.

Deutlich gediegener, aber mindestens exakt so feurig wie im Ingolstädter Sportcoupé geht es im Lexus RC F zu. Unter der Haube bollert ein vor Kraft strotzender Fünfliter-V8 mit 450 PS. Er gibt sein Moment über einen Achtstufen-Automaten an die Hinterachse und ist gut für eingebremste 270 km/h.

Ein sogenanntes Torque-Vectoring-Differenzial hilft nach Kräften, das Antriebsmoment optimal einzusetzen; ein ausfahrbarer Heckspoiler sieht im Stand besser aus und sorgt für mehr Stabilität bei forcierter Gangart.

Dank Einsatz von kohlefaserverstärktem Kunststoff kommt der RC F auf akzeptable 1800 Kilogramm Leergewicht. Ab Ende 2014 wird der Bolide zu den Händlern rollen.

Wer unter 500 PS erst gar nicht den Schauraum betritt, sollte sich bei Ferrari umsehen. Dort steht die aktuelle Ausbaustufe des Einsteigers California.

Getreu dem Downsizing-Motto "Weniger Hubraum und mehr Leistung" haben die Techniker den offenen Italiener modifiziert und die jetzt 3,9 Liter (vorher 4,3) große V8-Maschine mit Turboaufladung versehen.

Damit knüpft der California an den legendären F40 an. Beschweren über mangelnde Performance dürften sich seine Interessenten nicht, der Hersteller nennt vorsichtshalber gleich den Spurt-Wert auf 200 km/h und beziffert ihn mit 11,2 Sekunden.

Bis Landstraßentempo sollen lediglich 3,6 Sekunden vergehen - und erst bei 316 km/h geht der mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ausgerüsteten Neuheit aus Maranello die Puste aus.

Das kann der etwas höher positionierte Gegenspieler aus Sant'Agata freilich keinen Deut schlechter. So presst der neue Lamborghini Huracán seine Passagiere mit martialischem Druck in die Sitze und soll nach 9,9 Sekunden 200 km/h schnell sein.

Die Höchstgeschwindigkeit beträgt laut Hersteller gar 325 Kilometer in der Stunde. Der Hurácan führt die Zehnzylinder-Tradition im Konzern fort und setzt damit einen interessanten Spot im sonst von Downsizing geprägten Umfeld.

Auch beim Hubraum klotzen die Italiener mit 5,2 Litern, über den CO2-Ausstoß von 290 g/km herrscht einvernehmlich schweigen. Statt automatisiertem Schaltgetriebe kommt ab sofort ein leistungsfähigeres Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz, das endlich zum Anspruch dieses Performance-Krachers passt.

Dank obligatorischem Allradantrieb sind auch bei widrigen Fahrbahnverhältnissen keine nennenswerten Störungen beim Antrieb zu erwarten.

Da ist die neue Corvette Z06 schon mit mehr Vorsicht zu genießen; diese wird allerdings erst 2015 auf den deutschen Markt kommen - aber sie ist bereits jetzt in Genf zu bestaunen. Mit der Leistung von 625 PS an der Hinterachse ist nicht zu spaßen. Auf den ehemaligen Sauger-V8 mit sieben Litern Hubraum müssen sich die Fans weinenden Auges verabschieden, stattdessen kommt das aus dem Konzern bereits bekannte Kompressor-Triebwerk zum Einsatz.

Allerdings sind auch 6,2 Liter Volumen nicht gerade ein Pappenstiel - und so kann der Direkteinspritzer Hubraum-Liebhaber noch immer in seinen Bann ziehen. Kräftig zupackende Brembo-Bremsen in Keramikausführung sollen dem gewaltigen Vortrieb gewachsen sein. Zwar gibt es noch keine offiziellen Fahrleistungen, doch dass die Z06 300 Sachen spielend erreicht, gilt als sicher.

Dem Gipfel der Performance noch ein bisschen näher kommt der McLaren 650 S. Mit einer Leistung von 650 PS und nur 1,3 Tonnen Leergewicht verwundern herausragende Fahrleistungen kaum: Bis zu 333 km/h schnell soll das britische Coupé mit doppelt aufgeladenem V8 (3,8 Liter) werden, ...

... die offene Spidervariante bringt es immerhin auf 329 Kilometer je Stunde.

Moderne Zeiten bekunden die McLaren-Techniker mit einer elektrischen Servolenkung sowie LED-Vollscheinwerfern. Banalitäten wie DAB und Navigationssystem seien erwähnt, schließlich legen die Verantwortlichen höchsten Wert auf die Alltagstauglichkeit ihres Boliden, ...

... so böse das Outfit des Supersportlers auch ausfallen mag. Und nicht nur die äußere Erscheinung sorgt für Aufsehen: ...

... Binnen 8,4 Sekunden soll der Insulaner 200 km/h erreichen, damit können sich selbst potente Motorräder abhängen lassen. Ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe tritt an, ...

... um den Zielkonflikt zwischen schnellen Übersetzungswechseln und angenehmem Schaltkomfort aufzulösen. Bleibt nur ein Wermutstropfen: Unter 230.000 Euro wird der Athlet kaum zu haben sein.

Das schnellste Serienfahrzeug der Welt ist immer noch der Bugatti. VW-Chef Ferdinand Piëch hat sich mit diesem Auto nicht nur einen Traum erfüllt, sondern trägt sich mit schöner Regelmäßigkeit in die Annalen der Superboliden ein.

Mit 431,072 km/h flog der Veyron 16.4 Super Sport auf der VW-Hochgeschwindigkeitsteststrecke in Ehra-Lessin nahe Wolfsburg im Jahr 2010 durch die Lichtschranke.

Damit nimmt der Luxus-Supersportwagen mit 1200 PS im Guinness-Buch der Rekorde wieder den ersten Platz ein. Den hielt bis dahin noch mit 413,6 km/h der SSC Ultimate Aero TT von Shelby-Supercars.

Den Kraftzuwachs von 200 PS gegenüber dem konventionellen Modell hat das Triebwerk den vier größeren Turboladern und den Ladeluftkühlern zu verdanken. Das Drehmoment für den Boliden steigt auf 1500 Newtonmeter.

Die eingetragene Geschwindigkeit ist allerdings nur der gemittelte Wert aus den beiden Fahrten: Die Topspeed lag sogar bei 434,211 km/h. Für die Reifen stellte die Belastung übrigens kein Problem dar – sie sind bis 445 km/h zugelassen.

Als einer der ersten Sportwagen überschritt 1984 der Ferrari 288 GTO die 300 km/h. Insgesamt entstanden nur 272 Stück des 400-PS-Flitzers.

Der GTO wurde ursprünglich entwickelt, um Ferrari in der damaligen Gruppe B ein Comeback im Rallyesport zu ermöglichen. Bei seiner Präsentation auf dem Genfer Auto-Salon 1984 war der 288 GTO der stärkste und schnellste Straßenwagen, den Ferrari bis dahin gebaut hatte.

Um die Anforderungen für eine Homologation des Wagens, die für die Zulassung zur Gruppe B nötig war, zu erfüllen, musste Ferrari 200 fahrfertige GTOs auf die Räder stellen. Letztlich wurden es doch mehr: Bis Ende 1985 wurden 272 Straßen-GTOs gefertigt. Zum Renneinsatz kam es nicht, denn die Gruppe B wurde 1986 wegen einiger tödlicher Unfälle aufgelöst.

Im ewigen Kampf der besten Sportwagen hatte Lamborghini in den 1970er Jahren kurzzeitig die Nase vorn. Aus dem Prototyp LP500 mit 5 Litern Hubraum aus 12-Zylindern war 1974 der LP400 geworden.

Der LP 400 hatte einen V12-Motor mit 3929 Kubikmeter Hubraum und eine Motorleistung von 375 PS. Die befeuerten den Lamborghini Countach LP400 so, dass er es auf eine Spitzengeschwindigkeit von 309 km/h brachte.

Eine Schönheit ist der Porsche 959 mit seinem flach auslaufenden Heck nicht. Als er im Jahr 1986 erstmals an die Kunden ausgeliefert wurde, galt er aber mit einer Spitzengeschwindigkeit von 317 km/h als das schnellste Serienfahrzeug der Welt.

Der Sechszylinder-Boxer-Motor wurde aus einer Aluminiumlegierung hergestellt, leistete 450 PS und wuchtete 500 Newtonmeter auf die Achsen. Porsche verkaufte lediglich 292 Fahrzeuge des 959. Auch die Idee, mit ihm den 911 abzulösen, wurde wieder fallengelassen.

Doch manchmal kehren Legenden zurück. Wenigstens als Idee. Bereits 2011 trug sich Ford mit dem Gedanken, den GT, der zwischen 2004 und 2006 gebaut wurde, wiederauferstehen zu lassen. Optisch sollte sich der neue am alten orientieren. Brandneu hingegen sollte die Technik sein.

Unter der Heckklappe soll ein V8-Kompressor-Benziner mit einem Elektromotor kombiniert werden. Daraus entsteht eine Systemleistung von rund 750 PS. Damit könnte der schnellste Serien-Ford in rund 3 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und 330 km/h schnell fahren.

Schon der Vorgänger GT war nicht gerade untermotorisiert: Er wurde von einem 5,4-Liter-V8-Mittelmotor mit 450 PS angetrieben und schaffte ebenfalls bis zu 330 km/h. Insgesamt wurden 4038 Einheiten verkauft, davon aber nur 101 in Europa.

Der Ur-GT 40 entstand damals, um Ferrari auf der Rennstrecke in Le Mans zu schlagen - ...

... nachdem Firmenpatriarch Enzo Ferrari 1962 seine Anteile nicht an Henry Ford II hatte verkaufen wollen.

Auch die enthusiastischen Mannen von Falcon Motor Sports trauern den Supersportwagen der 1980er-Jahre nach. Aus diesem Grunde haben sie an ihrem Firmenstandort in Holly im US-Bundesstaat Michigan einen Wagen entwickelt, der an diese Ära erinnern soll - den Falcon F7.

Ein hinter den Insassen platzierter, längs eingebauter Saug-V8 aus Aluminium besorgt im F7 den Vortrieb. Das handgebaute Siebenliter-Aggregat kommt sonst in der Corvette zum Einsatz. Im Falcon generiert es 620 PS bei 6600 Umdrehungen und ein maximales Drehmoment von 793 Newtonmetern bei 5400 Umdrehungen.

Mit dem Falcon gelingt der Sprint von 0 auf 97 km/h (60 Meilen pro Stunde) in 3,3 Sekunden. Als Höchstgeschwindigkeit werden 320 km/h angegeben.

In dieser Liga fährt auch der Audi R8 mit. Doch erst wenn Fahrzeugveredler wie Abt Hand anlegen, wird die wahre Potenz des Boliden deutlich.

Als Abt R8 V10 feuert das 5.2 FSI-Triebwerk 600 PS ab, beschleunigt den Boliden in 3,5 Sekunden auf Tempo 100 und lässt die Tachonadel bis an die 320 km/h-Marke rasen.

Aber nicht nur Sportwagen sind in der Lage, die magische 300 zu durchbrechen. Der 5er BMW zum Beispiel ist in der 5. Generation als M5 ebenfalls ein 300er Kandidat. In seiner stärksten Ausführung leistet der 4,4-Liter-V8-Turbobenziner 575 PS.

Die Kraft wird über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse geleitet und katapultiert die 5,01 Meter lange Limousine in 4,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Die Höchstgeschwindigkeit ist wie üblich bei 250 km/h elektronisch begrenzt, kann aber auf Wunsch auf 305 km/h angehoben werden.

Noch eine Schippe mehr packen die Tuner von G-Power in den M5 und hängen das Kürzel F10 an. Die Leistung wird auf 640 PS gesteigert.

Von dieser Modifikation profitieren natürlich auch die Fahrleistungen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h ist jetzt in nur 3,9 Sekunden zu bewältigen und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 315 km/h.

Legendär sind die Hurricane-Fahrzeuge von G-Power. Der M5 Hurricane RS Touring darf sich inzwischen an die Backe heften, der schnellste Kombi der Welt zu sein.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h (abgeregelt) übertrifft er den bestehenden Rekord aus dem Jahr 2009 mit 344,2 km/h (MTM RS6 R) um 15,8 km/h und den Rekord aus dem Jahr 1997 mit 320 km/h (Brabus T V12) sogar um 40 km/h.

Im Antritt wird der Hurricane RS noch vom AS6-R von Abt überflügelt. Während der gepimpte BMW 4,5 Sekunden bis auf Tempo 100 benötigt, fliegt der Audi dort in 3,9 Sekunden hin. Am Ende muss sich der Kemptener aber geschlagen geben.

Bei 310 km/h hat Abt die elektronische Grenze gesetzt. Es ist aber anzunehmen, dass aus dem auf 600 PS aufgepumpten Vier-Liter-Triebwerk einiges mehr rauszuholen wäre.

Aber auch die US-Amerikaner können ihre Kombis das Fliegen lehren. Cadillac hat mit dem CTS-V Sport Wagon einen echten Rennkombi geschaffen. Allerdings muss Cadillac Europa-Chef Wolfgang Schubert korrigiert werden, der den CTS-V zum "schnellsten Kombi der Welt" machte. Das ist er, wie wir bereits gesehen haben, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 308 km/h mitnichten.

564 PS liefert der von einem Kompressor aufgeladene V8 bei 6100 Umdrehungen. Das höchste Drehmoment liegt bei 3800 U/min an, gewaltige 747 Newtonmeter geben das manuelle Sechsganggetriebe oder die aufpreisfreie sechsstufige Automatik dann an die Hinterräder weiter.

Das reicht immerhin für eine Beschleunigung in 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Mit Automatikgetriebe muss der CTS-V alledings sogar unter Tempo 300 bleiben. Dann liegt die Spitzengeschwindigkeit lediglich bei 282 km/h.

Auch Mercedes erfreut seine Kundschaft mit schnellen Kombis. Und wenn der hauseigene Tuner AMG Hand angelegt hat, wird es noch einen Tick wuchtiger. Richtig brachial wird es aber erst, wenn ein Tuner wie Kicherer an einem C63 AMG werkelt.

Für den 6,2-Liter-V8 hat Kicherer einen Nachschlag auf 550 PS und 640 Newtonmeter parat. Statt in 4,6 hetzt der Supersport in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Serienmäßig bremst Mercedes den C63 AMG bei 250 km/h elektronisch ein. Der Kicherer wird ebenfalls limitiert – auf 320 km/h.

Nach der Kur bei Kicherer schmückt sich der C63 T mit dem Zusatz "Supersport".

Coupés sind bereits auf Sport getrimmt. Dem schon ab Werk mit 457 PS nicht schwächlich motorisierten Mercedes C 63 AMG Coupé hat Tuning-Spezialist Väth dennoch eine Kraftspritze verpasst.

Dank Kompressoraufladung kommt der 6,2-Liter-V8 nun auf 680 PS. Das maximale Drehmoment steigt von 600 auf 840 Newtonmeter.

So befeuert, sprintet der Zweitürer in weniger als 4 Sekunden auf Tempo 100 (Serie: 4,5 Sekunden), die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 335 km/h.

Noch besser lässt sich das fröhliche Aufrüsten bei einem Mercedes SLS AMG verfolgen. Der 6,2-Liter-Saugmotor entwickelt 571 PS und treibt über ein automatisches Siebengang-Sportgetriebe mit vier Schaltprogrammen die Hinterräder an.

Seine Spitzengeschwindigkeit liegt bei 317 km/h, wobei das Triebwerk ihn von 0 auf 100 in 3,8 Sekunden beschleunigt.

Der hochdrehende Athlet stemmt ein maximales Drehmoment von 650 Newtonmetern bei 4750 Touren. Klingt gewaltig. Ist es auch, aber noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Hamann schraubt den 6,2-Liter-V8 auf 636 PS und erhöht gleichzeitig das Drehmoment auf 680 Newtonmeter.

Damit rennt der Zweisitzer in 3,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und fährt bis zu 320 km/h schnell.

Tuner Väth hat aus dem SLS AMG sogar 702 PS und ein maximales Drehmoment von 850 Newtonmetern gekitzelt. Erreicht wird die Mehrleistung durch den Einbau eines Kompressor-Kits und eine optimierte Motorelektronik.

Durch die Leistungssteigerung gelingt die Beschleunigung auf Tempo 100 nun in 3,6 Sekunden. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit legt der Roadster zu. Statt bei 317 km/h ist jetzt erst bei 330 km/h Schluss.

Als Letzter sei hier Kicherer im SLS-Reigen erwähnt. Der Tuner aus Stockach am Bodensee hat sich den Flügeltürer vorgeknöpft und ihn zum SLS 6.3 Supercharged GT modifiziert.

Dank eines Kompressors erhöht sich die Leistung von 571 PS auf 700 PS. Damit ist Tempo 100 in 3,4 Sekunden erreicht, 0,3 Sekunden schneller als der SLS im Original.

Die Spitzengeschwindigkeit gibt Kicherer mit über 300 km/h an, was allerdings ebenfalls für das Serienprodukt gilt.

Geht es um superschnelle Autos, darf der Gumpert Apollo nicht fehlen. In der international bekannten britischen Sendung "Top Gear" holte sich der Apollo im Juli 2008 für rund zwei Jahre den 1. Platz in der offiziellen Liste für straßenzugelassene Fahrzeuge.

Mit dem 750-PS-Motor fuhr der Apollo eine Rundenzeit von 1:17,1 Minuten und verwies den Bugatti Veyron oder den Ferrari Enzo auf die Plätze. Im Juli 2010 wurde der Rundenrekord von einem 1200 PS starken Sondermodell des Bugatti Veyron um 0,3 Sekunden unterboten.

Die Spitzengeschwindigkeiten eines Gumpert Apollo liegen je nach Motorisierung zwischen 308 km/h und 360 km/h.

Auch Lamborghini hat einen neue Kampfmaschine am Start. Zwölf Zylinder und 6,5 Liter Hubraum hat der neue Motor des Avantadors, er protzt mit 700 PS und 690 Newtonmetern.

Die 2,9 Sekunden, in denen der Aventador auf Tempo 100 springt, entsprechen der Zeit, die ein Fernseher für den Wechsel zweier Kanäle braucht.

Während den 8,9 Sekunden einer durchschnittlichen Gelbphase hat der Brutalo-Bolide bereits 200 km/h auf der Uhr.

Und wenn der gemeine Italiener binnen 24,5 Sekunden seinen Espresso schlürft, jagt der Lamborghini-Fahrer bereits mit 300 Sachen dem Horizont entgegen. Wer sich traut und allein auf weiter Flur ist, schafft sogar 350 km/h.

Auch Ferrari fächert das Angebot seines V8-Sportwagens 458 weiter auf. Der 458 Speciale ist die bislang kompromissloseste Variante des Boliden. Sie setzt mit aktiver Aerodynamik und 605 PS auf nochmals bessere Rundstreckenperformance.

Gegenüber dem 458 Spider legt der 4,5-Liter V8-Sauger um 35 PS zu und kommt jetzt auf eine rekordverdächtige Literleistung von 135 PS. Gleichzeitig wurde das Gewicht auf 1290 Kilogramm gesenkt. Entsprechend muss jedes PS lediglich 2,13 Kilogramm Auto bewegen.

Der so erleichterte Mittelmotorsportler sprintet in glatten drei Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und passiert die 200 km/h-Marke nach 9,1 Sekunden. Über die Höchstgeschwindigkeit macht Ferrari keine Angaben, schon der normale Spider erreicht jedoch 325 km/h.

Der Koenigsegg Agera wurde 2010 vorgestellt. Er basiert technisch auf dem CCX, bekam aber eine neu gestaltete Karosserie und einen neuen Motor.

Dank des neuen Aggregats hat der Agera R 1115 PS und ist somit das neue Top-Modell von Koenigsegg. Diese Leistung erreicht er jedoch nur mit dem Treibstoff E85 (Biokraftstoff), mit normalem Super Plus ist lediglich eine Leistung von etwa 980 PS drin.

Eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von 440 km/h ist möglich, jedoch wird der Agera R bei 415 km/h oder 375 km/h (für den Straßenverkehr) abgeregelt. Nach Angaben des Herstellers beschleunigt der Agera R in 14.53 Sekunden von 0 auf 300 km/h.

Mit dem neuen GTA Spano trumpfte die Automanufaktur aus Valencia beim Genfer Auto Salon 2013 auf. Der neue GTA Spano zaubert 900 PS aus seinem 8,4-Liter-V10 Motor.

Für die Beschleunigung von 0 bis 100 km/h benötigt der neue GTA Spano des Modelljahres 2014 lediglich 2,9 Sekunden.

Der Top-Speed soll bei über 350 km/h liegen. Von dem Modell GTA Spano werden nur 99 Exemplare gebaut und zu Preisen ab 700.000 Euro verkauft.

Der Nissan GT-R hat schon seit 2008 das Zeug, die deutschen Supersportwagen das Fürchten zu lehren. Seit 2011 böllert unter der Motorhaube ein 3,8-Liter-V6-Biturbo.

Der leistet 550 PS und bringt es auf ein Drehmoment von 632 Newtonmetern. So bestückt, rennt der GT-R deutlich über 300 km/h.

Der Standardsprint aus dem Stand auf 100 km/h ist in knapp 3 Sekunden gemacht.

Mit dem FF geht Ferrari neue Wege. Nicht nur der Allradantrieb, sondern vor allem die Tatsache, dass hier ein Shooting Brake die Nachfolge des durch und durch klassischen 612 Scaglietti antritt, polarisiert die Fangemeinde.

Dabei bietet die Form echte Vorzüge: Vier vollwertige und komfortable Sitzgelegenheiten sowie ein Gepäckraum von 450 beziehungsweise bei umgelegten Rücksitzen 800 Litern verschaffen dem Boliden echte Langstrecken-Qualitäten.

Der 6,3-Liter-V12 - er hört auf die Bezeichnung F140 EB - leistet 660 PS und glänzt mit einer schier unglaublichen Klangkulisse. Damit positioniert er sich unter den Supercars dieser Welt weit oben - oberhalb etwa eines Mercedes-Benz CL 65 AMG oder sämtlicher Bentley Continental-Derivate. Extrem schnell ist er überdies: Bei genau 335 km/h wird abgeregelt.

Apropos Bentley. Auch der Flying Spur gehört zu den 300 km/h-Kandidaten. Aus 6,0 Litern Hubraum schöpft das Biturbo-Triebwerk 625 PS und toppt damit sogar die besonders kräftige "Speed"-Version des Vorgängers um 15 PS.

Das Drehmoment liegt bei 800 Newtonmetern und wird über eine von sechs auf acht Gänge erweiterte Automatik permanent an alle vier Räder geleitet. Zwischen Start und dem Erreichen der 100 km/h-Marke vergehen lediglich 4,3 Sekunden, Schluss mit der Beschleunigung ist erst bei 322 km/h.

Auch der Bentley GTC ist nicht zu stoppen. Mit seinem 6,0-Liter-V12-Motor und 575 PS treibt der Sonnenanbeter für Superreiche seine 2,5 Tonnen in 4,8 Sekunden auf Tempo 100.

Die Höchstgeschwindigkeit des 4,80 Meter langen Briten liegt bei 314 km/h.

Er ist jetzt so etwas wie ein Exot. Im japanischen Motomachi hat der letzte Lexus LFA im Dezember 2012 das Werk verlassen. Insgesamt hat die Toyota-Edeltochter exakt 500 Einheiten des Supersportwagens produziert.

3,7 Sekunden gibt Lexus für den Sprint auf 100 km/h an. Die Spitzengeschwindigkeit des mit 560 PS bewährten Boliden liegt bei 325 km/h.

Mit dem MP4-12C wollte McLaren an die Spitze der Supersportwagenhersteller aufsteigen.

Das Flaggschiff hat einen 5,0-Liter-V8-Benziner mit 810 PS und katapultiert sich in weniger als drei Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Der MP4 muss mit 600 PS und einer Spurtzeit von 3,1 Sekunden auskommen.

Im Reigen der 300er darf natürlich der Pagani Huayra nicht fehlen. Unter der Haube arbeitet der bekannte 6,0-Liter-V12 von Mercedes-AMG, allerdings mit einer Trockensumpfschmierung versehen.

Die italienische Interpretation leistet dank Twin-Turbo 700 PS und stemmt 1100 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle – zum Leidwesen aller Asphaltbauer.

Der Topspeed der 4,60 Meter langen Boden-Boden-Rakete liegt bei 370 km/h.

Der Supersportwagen Dodge Viper ist so giftig, wie es der Name verspricht. Für die Power ist ein Zehnzylinderbenziner mit 8,4 Litern Hubraum zuständig, der ohne Turbo oder Kompressor 650 PS entwickelt.

Neben einem Komfort-Modus für das Fahrwerk gibt es erstmals ESP und eine Traktionskontrolle. Der elektrische Assistent soll das Durchdrehen der Reifen verhindern und garantieren, ...

... dass die Hinterräder das fulminante Drehmoment des Supersportwagens auch auf den Asphalt bringen. Und das dürfte auch nötig werden, denn mit 814 Newtonmetern ist die Viper laut Hersteller der kraftvollste Saugmotor-Sportwagen aller Zeiten.

Seit zehn Jahren ist der Lamborghini Gallardo in immer neuen Varianten unterwegs. Was alle eint, ist die Macht der 300 km/h.

Der LP 560-4 wird von 560 PS befeuert, die ihn in 3,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h erreichen lassen.

Doch kommen wir noch einmal zurück zu den Monstern des Alltags. Mit dem Brabus Rocket 800 hat der Autoveredler aus Bottrop nach eigenen Angaben die schnellste Limousine der Welt erschaffen.

Allerdings sind die Superlative in diesem Bereich schnelllebig wie die Zeit selbst. Dennoch, Brabus quetscht den V12-Biturbo aus der 600er-S-Klasse in den Motorraum des CLS und ...

... erhöht den Hubraum von 5,5 auf 6,2 Liter. Generiert der Biturbo-V12 im S 600 bereits 517 PS, sind im Rocket 800, wie der Name schon ausdrückt, nicht weniger als 800 Pferde am Werk. Die Mehr-Power resultiert nach Brabus-Angaben mit der längsten Getriebeübersetzung in einer Höchstgeschwindigkeit von "über 370 km/h".

Da kann selbst der M6 G-Power nicht mithalten. Hier wird das 4.4-LiterV8-Triebwerk auf 710 PS aufgerüstet. 890 Newtonmeter krachen auf die Hinterachse und ...

... schießen den Boliden in 10,8 Sekunden an die 200 km/h-Marke. Wie weit sich die Nadel hier über die 300 bewegt, verrät G-Power nicht.

Porsche lässt ungern an seinen Schönlingen rumdoktern und verpasst dem rasenden Familienzimmer gleich mal in der S-Variante 550 PS.

So geladen, beschleunigt der Panamera S in 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Spitze liegt bei 306 km/h. Das lässt ihn sozusagen ab Werk in die Riege der 300er-Flitzer aufsteigen.

Auch die Corvette ZR1 ist serienmäßig mit 647 PS gut beisammen. Der Supersportwagen wird von einem kompressorgeladenen 6,2-Liter-V8 befeuert, ...

... der ein Drehmoment von 819 Newtonmetern auf die Hinterräder loslässt.

Das Resultat: In nur 3,4 Sekunden stürmt das US-Geschoss auf 100 km/h, erst bei Tempo 330 hat der Vortrieb (und auch diese Bilderserie) ein Ende.

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