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Vom Dickschiff bis zum E-Bike: Motorradträume auf der Intermot

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Motorradfahren ist in Deutschland ein Hobby, für das immer weniger Biker immer mehr Geld ausgeben. Deshalb soll die Intermot in Köln alle zwei Jahre für neue Käufer sorgen. (Foto: picture alliance / dpa)

Motorradfahren ist in Deutschland ein Hobby, für das immer weniger Biker immer mehr Geld ausgeben. Deshalb soll die Intermot in Köln alle zwei Jahre für neue Käufer sorgen.

Motorradfahren ist in Deutschland ein Hobby, für das immer weniger Biker immer mehr Geld ausgeben. Deshalb soll die Intermot in Köln alle zwei Jahre für neue Käufer sorgen.

Hier fährt auf, was Rang und Namen hat. Und um die potenziellen Käufer bei Laune zu halten, wird den Besuchern einiges geboten.

Stunt-Größen wie Chris Rid und ...

... Chris Pfeiffer unterhalten das Publikum auf den Action-Flächen des Außengeländes ebenso wie ...

.. die Fahrer beim Super-Moto-Rennen. Die Motorräder wurden ursprünglich so umgebaut, ...

... dass sie auf besonders kleinen Rundkursen fahren konnten. Heute ist eine ganze Serie nach ihnen benannt.

Kinder dürfen bei den Super-Moto-Rennen natürlich noch nicht teilnehmen, ...

... haben dafür aber jede Menge Spaß bei den Fahrten mit dem Quad.

Neben den Motorrädern das Zweitwichtigste auf der Intermot sind natürlich die Mädels.

Die präsentieren die Motorräder und posieren auf ihnen, ...

... dass es manchmal schwer fällt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Maschinen.

Die stehen natürlich im Mittelpunkt der Messe. Ganz oben in der Zulassungshitliste ist seit Jahren die BMW R 1200 GS, die jetzt gründlich überarbeitet wurde.

Im Frühjahr kommt die Reiseenduro mit wassergekühltem 1,2-Liter-Boxermotor und 125 PS sowie einem Drehmoment von 125 Newtonmeter auf den Markt.

Damit soll der Spurt auf 100 km/h in 3,6 Sekunden erledigt werden und die Höchstgeschwindigkeit deutlich über 200 km/h liegen.

Die Renovierung ist aber auch nötig, da die Konkurrenz immer stärker wird, allen voran die neue Ducati Multistrada 1200, ...

... die ab Dezember mit dem semi-aktiven Fahrwerk DSS (Ducati Skyhook Suspension System) erhältlich ist, das die Dämpfung innerhalb einer hundertstel Sekunde von extrem hart auf weich verändern kann.

Die neue KTM 1190 Adventure bietet neben 150 PS-Motor ein variables Fahrwerk, Traktionskontrolle, vier Fahrprogramme, Integral-ABS, eine höhenverstellbare Sitzbank und Verkleidungsscheibe sowie ein integriertes Gepäcksystem.

Dabei wiegt die Enduro rund 230 Kilogramm und verfügt über einen 24-Liter-Tank. Der Preis wird in einer ähnlichen Liga wie die Konkurrenz liegen.

Ein ähnlicher Brocken ist die Moto Guzzi Stelvio 1200 8V NTX, ein V2-Reisedampfer mit 105 PS und einem Tankvolumen von 32 Liter. Mit ausreichend Sitzfleisch lässt sich auch eine lange Tour absolvieren. Die Guzzi kostet 16.190 Euro

Mit der Neuauflage der Street Triple will Triumph bei den Bikern punkten. Sie soll die Eigenwilligkeit der kultigen Speed Triple mit der Performance und Wendigkeit der Daytona 675 Supersport vereinen.

Pulsierendes Herzstück der Triumph Street Triple und Street Triple R ist der flüssigkeitsgekühlte Dreizylindermotor mit 675 ccm Hubraum.

Harley feiert nächstes Jahr 110-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund gibt es sechs limitierte Jubiläumsmodelle, unter ihnen die Fat Boy Special. Alle Sondermodelle unterscheiden sich von der Serie unter anderem durch eine Zweifarben-Lackierung, Plakette und ein Tankemblem aus massiver Bronze.

Unter seiner Sparte Custom Vehicle Operations (CVO) bieten die US-Amerikaner vier Sondermodelle mit 1,8-Liter-V2 und reichlich Zubehör sowie spezieller Lackierung an, darunter die CVO Ultra Classic Electra Glide (ab 38.795 Euro). Der Reisedampfer erhält neben einer schwarzen Lackierung ein 200 Watt starkes Audiosystem, ein abnehmbares und belüftetes Windschild, Ledersitze und hochglanzverchromte Räder.

Im Rampenlicht der Verkaufsräume wird aber die überabeitete Dyna Street Bob (ab 13.295 Euro) stehen. Die Street Bob ist nun minimalistischer als ihr Vorgänger, hat polierte obere Kühlrippen, schwarze Gabeltauchrohre und Tankkonsole sowie ein neues Rücklicht.

Die Victory Judge ist ein klassisches amerikanisches Old-School Muscle-Bike. Lässig vereint sie alte Attribute mit modernster Technik. Die Judge gibt es ab 14.590 Euro.

Ein Kunstwerk auf zwei Rädern ist die Victory Jackpot. Dieses Bike rollt so stilvoll vom Band, dass es seinesgleichen sucht. Allerdings hat die Individualität ihren Preis: 18.190 Euro müssen für den mit Sechs-Gang-Overdrive-Getriebe ausgestatten Cruiser auf den Tisch gelegt werden.

Ebenfalls kein Schnäppchen, dafür aber sehr selten ist die Horex VR6 Roadster in der Saugvariante des 1,2-Liter-Motors mit 160 PS. Das Drehmoment des Dreiventilers mit Kompressor liegt bei 135 Newtonmetern, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt.

In den letzten zehn Jahren war die Yamaha FJR für viele tausend Enthusiasten das Nonplusultra.

Für 2013 hat sich das gesamte Erscheinungsbild der FJR deutlich geändert, angefangen von der neuen Verkleidungsscheibe, der neuen Frontverkleidung bis hin zu neuen, aggressiver gestalteten Doppelscheinwerfern.

Allerdings ist Yamaha nicht nur bei den großen Straßenkreuzern gut im Geschäft. Die Japaner sind auch im Rennsport erfolgreich und insofern nimmt es nicht Wunder, dass sie ihre Rennmaschinen auf der Intermot präsentieren.

Um die neue Kawasaki Z800 brodelte lange die Gerüchteküche. Auf der Intermot haben die Japaner ihre neue Super Naked für die Mittelklasse vorgestellt.

Bei der Z800 wird ein neues, stark nach vorn orientiertes Styling kombiniert mit vielen Modifikationen an Motor, Chassis und Ergonomie. Damit wird Kawasaki seine starke Position in diesem Marktsegment weiter festigen können.

Auch der Preis geht in Ordnung. Kawasaki ruft für die Z800 etwa 9500 Euro auf.

Suzuki wird wieder eine V-Strom 1000 auf den Markt bringen. Auf der Intermot zeigen die Japaner eine seriennahe Studie mit dem Zusatz Concept. Sie lehnt sich formal nicht an die kleinere V-Strom 650 an, sondern ist ein optisch völlig eigenständiges Modell.

Die Vorzüge seiner Motorräder zeigt Suzuki in einem 3D-Film, der das Publikum in den Bann zu ziehen scheint.

Mit dem X10 präsentiert Piaggio so etwas wie das Coupé unter den Rollern. Die Multimedia-Plattform im X10 erlaubt die Verbindung zwischen iPhone und Roller per Bluetooth. Wer will, kann mit einer eigens entwickelten App auch wichtige Funktionen des Rollers steuern.

Peugeot bringt im Frühjahr 2013 den Motorroller Metropolis auf den Markt. Der Vorteil der Dreiräder: Sie dürfen mit einem Autoführerschein (Klasse B) gefahren werden. Der Peugeot Metropolis wird von einem 400 ccm großen und 35 PS starken Einzylindermotor angetrieben, der eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h ermöglichen soll.

Wie bei den Autos setzen auch die Motorradhersteller zunehmend auf Elektromobilität. Die kalifornische Marke Zero bietet derzeit vier Modelle mit Elektroantrieb an. Darunter die S ZF 11.4 mit 54 PS, die eine Höchstgeschwindigkeit von 154 km/h erlaubt und den Fahrer bis zu 220 Kilometer in der Stadt und 113 Kilometer auf der Autobahn tragen soll.

Etwas langsamer geht es mit den Bikes von Elmoto. Ein 2,7 PS starker Elektromotor treibt das eher nach Fahrrad als nach Motorrad aussehende Zweirad bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h an. Im Sportmodus ohne Zulassung sind sogar 65 km/h drin.

Mit einem Gewicht von 45 Kilogramm ist es noch einigermaßen handlich und die Reichweite von 65 Kilometern reicht für den Stadtverkehr. Allerdings werden dafür auch rund 4500 Euro fällig.

Für Nostalgiker gibt es wieder eine Schwalbe, jetzt aber ganz modern als Elektroroller mit 5,4 PS oder 11 PS Antrieb und bis zu 140 Newtonmeter Drehmoment. Damit fährt der Klassiker in der schwächeren Version 45 km/h und in der offenen Version bis zu 80 km/h. Praktisch: Zum Aufladen kann der Akku herausgenommen werden. Allerdings kostet die neue "eSchwalbe" mindestens 5300 Euro, die stärkere Version gibt es ab 7000 Euro.

Die Firma Kumpan electric zeigt auf der Intermot das Modell 1954, einen Vespa-ähnlichen Roller mit einem 2,7 PS starken E-Motor, der den Zweisitzer auf bis zu 54 km/h treibt. Die Reichweite liegt bei bis zu 60 Kilometern, wenn man nicht schneller als 45 km/h fährt. Die Preise beginnen bei 2800 Euro.

Auch Peugeot bietet einen Stromroller an. Der E-Vivacity kostet rund 4000 Euro und bietet dafür eine maximale Leistung von vier PS. Damit kommt der 115 Kilogramm schwere Scooter 60 Kilometer weit.

Mehr Fahrrad als Roller, dafür aber nicht weniger flott ist das neue E-Bike von Italjet. Das 30 Kilogramm schwere Diabolo Bike hat eine Reichweite von 80 Kilometer und kostet rund 2500 Euro. Vor allem sieht es aber cool aus.

BMW präsentiert auf der Intermot seine seriennahe Studie des C-Evolution Rollers. Die Fahrleistungen sind wie bei einem herkömmlichen Zweirad dieser Art. Allerdings reicht eine Batterieladung auch hier nur für maximal 100 Kilometer, dann muss der Flitzer an die Dose.

Emco zeigt in Köln den Novum 77 und den NOVI auf der Intermot. Die Reichweite der Elektroroller wird mit 80 Kilometern angegeben. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 82 km/h, die Ladezeit für das Elektromobil liegt bei vier Stunden.

Auch die schmucken Roller von Vectrix sind Batteriegetrieben. Für einen VX-1 Li werden knapp 10.000 Euro verlangt. Die Reichweite gibt der Hersteller mit 50 bis 100 Kilometer an. Abhängig ist das von der Fahrweise. Die Höchstgeschwindigkeit liegt hier bei stattlichen 110 km/h.

Der taiwanesische Hersteller Sanyang macht auf der Intermot mit dem EX3 Concept auf sich aufmerksam. Ein dreirädriges Elektromobil, dessen innere Werte noch weitgehend unter Verschluss sind. Optisch ist der EX3 aber auf jeden Fall ein Hingucker.

Ebenso die Mädels auf ...

... oder neben den heißen Öfen.

Wer sich aber wirklich für Motorräder interessiert, lässt sich auch von den schärfsten Bräuten nicht ablenken.

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