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Auto

Eine kleine Polemik: Nano? Nein, danke!

 
Nach der Tata-Nano-Hysterie hat sich der Rauch verzogen. Jetzt darf ein subjektiver Blick auf den Wagen geworfen werden.

Nach der Tata-Nano-Hysterie hat sich der Rauch verzogen. Jetzt darf ein subjektiver Blick auf den Wagen geworfen werden.

Die deutsche Presse hat die hässliche Smart-Kopie auf den Titelseiten gefeiert - aber warum eigentlich?

Bisher galt die Lebensweisheit: "Wer billig kauft, kauft zweimal". Aber egal. Beginnen wir bei den angeblich 1.700 Euro, für die der Tata Nano in Indien zu haben sein soll.

Die Zahl stimmt nicht. Denn es ist der Preis ohne Mehrwertsteuer und Überführungskosten für das einfachste Modell "ohne alles".

Außerdem hat Konzernchef Ratan Tata bereits bei Vorstellung des Gefährts eingeräumt, dass es sich um einen "Einführungspreis" handelt. Immerhin: "Wir werden unser Bestes versuchen, um den Preis zu halten."

Merkwürdigerweise war in vielen Berichten vom "relativ niedrigen Verbrauch" von 5 Litern Benzin auf 100 Kilometer die Rede. Für ein leichtes 33 PS-Vehikel ist das aber ein in Relation zu "richtigen" Autos hoher Verbrauch.

Den Indern sei der Wunsch nach mehr Mobilität jedenfalls gegönnt.

Auch wenn die Straßen dort jetzt schon gut ausgelastet sind.

Zurück nach Deutschland und dem Ruf nach preiswerten Autos.

Der Nano dürfte für hiesige Verkehrsverhältnisse, Proportionen (und manchmal Geschwindigkeiten) eher ungeeignet sein. (Wir haben auf diesem Bild einen Nano zwischen zwei Lkw versteckt).

Vom mangelnden Komfort abgesehen, fehlt es dem Tata auch an wesentlichen Dingen wie ABS und ESP.

Ob man mit dem Nano im Eiscafe sitzende Blondinen beeindrucken kann, bleibt offen. Könnte sein, dass er dem Kindchen-Schema (süüüß!) entspricht und die Aufmerksamkeit von langweilig gewordenen Eisbären ablenkt.

"Und in der Stadt?" Das beste Auto für die Stadt ist kein Auto.

Billiger, umweltfreundlicher und manchmal auch schneller ist man so unterwegs.

Oder so.

Oder so.

Wer sich keines Besseren belehren lassen möchte, für den kommen jetzt noch einige Nano-Alternativen.

Ein paar Euro mehr als die (nicht korrekten) 1.700 sollten es aber schon sein. Schließlich verdient der Durchschnitts-Deutsche auch wesentlich mehr als sein indischer Kollege.

Wer unter 10.000 Euro bleiben möchte, sollte sich bei mobile oder autoscout umsehen. Millionen Gebrauchtwagen warten auf einen neuen Besitzer.

Sollten Sie unbedingt ein niegelnagelneues Auto haben wollen, kommen jetzt noch ein paar Vorschläge (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Der naheliegendste: Ein smart pure für 9.650 Euro - auch wenn er nur zwei Personen Platz bietet.

Auch bei VW kann man fündig werden. Der Fox startet bei 9.475 Euro.

Weiter geht es mit dem Opel Agila, der mit 9.990 Euro knapp unter der magischen Grenze bleibt.

Mit 7.200 schon fast auf indischem Niveau: Der Dacia Logan. 1.200 Euro mehr werden für die Kombiversion fällig.

Renault hat mit dem Twingo (9.250 Euro)...

... und dem Clio Campus (9.300 Euro) noch zwei weitere Autos im Köcher.

Ab 9.370 Euro kostet der Fiat Panda.

9.710 Euro werden schließlich für den Toyota Aygo fällig. Für die sparsame Kundschaft gibt es außerdem noch seine nahezu baugleichen Geschwister Peugeot 107 und Citroen C1 sowie den ein oder anderen Exoten.

Wir wünschen allzeit gute Fahrt.

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