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Tokio Motor Show: Nippon hat wieder Auto-Träumer

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Auf der Tokio Motor Show präsentiert Toyotas edle Tochter Lexus das Mittelklassecoupé RC. Damit sollen im kommenden Jahr wieder einmal die deutschen Premiumhersteller angegriffen werden. (Foto: REUTERS)

Auf der Tokio Motor Show präsentiert Toyotas edle Tochter Lexus das Mittelklassecoupé RC. Damit sollen im kommenden Jahr wieder einmal die deutschen Premiumhersteller angegriffen werden.

Auf der Tokio Motor Show präsentiert Toyotas edle Tochter Lexus das Mittelklassecoupé RC. Damit sollen im kommenden Jahr wieder einmal die deutschen Premiumhersteller angegriffen werden.

Wobei der Angriff hier eher symbolisch zu sehen ist. Denn mit dem RC will Lexus vorzugsweise das Marken-Prestige steigern statt des Absatzvolumens. Das Coupé basiert im Übrigen auf der Mittelklasselimousine IS, ...

... setzt mit seiner besonders schnittigen Front und einer dynamischen Profillinie, die einige an den neuen Mazda 6 erinnern dürfte, aber neue Maßstäbe. Die Motoren werden unverändert aus dem Viertürer übernommen.

So gibt es als Vorzeige-Antrieb die Kombination aus Vierzylinder-Benziner und E-Motor, der eine Systemleistung von 223 PS bereitstellt und so auch auf dem deutschen Markt zu haben sein wird.

Fraglich ist, ob die in Tokio ebenfalls gezeigte Variante mit dem 318 PS starken 3,5-Liter-Benziner nach Europa kommt. In der Limousine zumindest ist der große V6 hierzulande nicht zu bekommen.

Noch vor dem RC dürfte aber das neue Kompakt-SUV der Japaner den deutschen Markt erreichen.

In Tokio wird nun die neueste Entwicklungsstufe der Studie LF-NX gezeigt. Äußerlich unverändert, ...

... aber innen verfeinert und mit neuer Technik erweitert, ...

... arbeitet jetzt auch ein moderner 2,0-Liter-Turbomotor unter der Haube - dem ersten im Programm der Marke -, der auch in der für den Sommer 2014 erwarteten Serienversion Dienst tun dürfte.

Auch die Studie des Subaru Levorg solll nicht unerwähnt bleiben. Der für europäische Ohren etwas schrullig klingende Name ist eine Kombination aus "Legacy", "Revolution" und "Touring".

Optisch bleiben die Japaner ihrem unauffälligen Stil treu. Im Vergleich zum etwas verspielter wirkenden aktuellen Modell tritt der Neue mit seiner schnörkellosen Front etwas sachlicher auf. Am Heck ändert sich bis auf die vergrößerten Rückleuchten und das offenbar tiefer gezogene Fenster wenig.

Nissan will endgültig in die oberste Sportwagenliga aufsteigen. Helfen soll dabei die Tuning-Version des GT-R.

In der Nismo-Ausführung wird die Leistung des Coupés kräftig aufgerüstet. Dazu gibt es ein überarbeitetes Fahrwerk und eine bessere Aerodynamik.

Die Mehrleistung gegenüber dem Standard-GT-R ist beträchtlich. Mit 600 PS entwickelt der 3,8 Liter große Biturbo-V6 beim Nismo rund 115 PS mehr als bisher. Das maximale Drehmoment steigt auf 650 Nm. Möglich wird das vor allem durch größere Turbolader aus dem Rennsport und eine geänderte Motorsteuerung.

Auf den japanischen Markt kommt der GT-R Nismo bereits Anfang Dezember. Für die Einführung in Europa gibt es noch kein offizielles Datum. Ebenfalls noch unbekannt ist der Preis.

Er dürfte im Vergleich zur einschlägigen Konkurrenz von Porsche, Ferrari oder Lamborghini aber moderat ausfallen. Zumindest ist das beim Standard-GT-R der Fall, den es ab vergleichsweise günstige 94.900 Euro gibt.

Im Gegensatz zum brachialen Nissan setzt Honda auf Miniaturisierung: Auf der Tokio Motor Show gibt die Marke dann auch einen Vorgeschmack auf einen kommenden Mini-Roadster.

Die Angaben zur Studie S660 Concept sind im Moment noch wenig konkret. Aber, ...

... der kleine Zweisitzer steht in der Tradition des offenen Spaßmobils Honda Beat aus den 90er Jahren. Dank geringer Abmessungen dürfte der Frischluft-Flitzer mit einem kleinen Motor auskommen; möglich wäre etwa ein Turbobenziner mit 0,6 bis 1,0 Liter Hubraum.

Die Serienversion könnte 2015 starten, zunächst in Japan, später möglicherweise auch in Europa. Der Preis dürfte im Bereich von 14.000 Euro liegen.

Gleich drei Konzeptfahrzeuge stellt Mitsubishi in Tokio vor. Am interessantesten scheint aber die des AR.

AR steht für Active Runabaout. Das kompakte MPV soll mit einem variablen Innenraum und einem extrem sparsamen, ...

... kleinen Turbo-Benzindirekteinspritzer als Antrieb punkten.

Richtig aus den Vollen konnten die Designer von Nissan mit dem Bladeglider Concept schöpfen.

Den Antrieb des Nissan Bladeglider übernehmen elektrische Radnabenmotoren in den beiden Hinterrädern, die von Lithium-Ionen-Akkus gespeist werden, die ihren Platz schwerpunktgünstig tief unten im Heck haben.

Dieses schmucke Gerät ist kein Lotus, sondern stammt aus der Feder des Automobildesigners Ken Okuyma. Seinen Kode 9 hat er während einer Zugfahrt gezeichnet und ...

... wird ihn nur an Leute abgeben, die er auch mag. "Ich liebe es, mein Auto von vorn und auch von hinten zu betrachten", schwärmt der Vater des bis zu 370 PS starken, aber nur 890 Kilogramm leichten Kode 9.

Der in der Basismotorisierung von einem 1,6 Liter großen Vierzylinder-Mittelmotor angetriebene Kode 9 soll aber nicht nur ein Konzeptfahrzeug bleiben. Ab Juli 2014 geht er in die Serienproduktion. Ab 120.000 US-Dollar soll die 135 PS starke Basisversion kosten. Für die Topversion mit 370 PS, die ihre Kraft aus einem Vierzylinder-Honda S2000-Motor mit 2,0 Liter Hubraum schöpft, werden 160.000 Dollar fällig.

Auch Suzuki präsentiert sich im Rausch der Concept Cars. Der X-Lander zum Beispiel ist ein echter Allradler und verfügt über ein Hybridsystem mit einem hocheffizienten 1,3-Liter-Benzinmotor.

Das System ist mit einem automatisierten Schaltgetriebe (AMT) verbunden, das gleichzeitig an das Allradsystem gekoppelt ist.

Der Crosshiker ist ein Kleinstwagen, der dank Leichtbau lediglich 810 Kilogramm wiegt. Mit seinem neu entwickelten 1-Liter-Motor mit 3 Zylindern soll er einen Kompromiss zwischen Motorleistung und umweltschonenden Verbrauchseigenschaften schaffen.

Suzuki sieht im Crosshiker ein Auto, "das auf Erwachsene zugeschnitten ist, die im Geist jung geblieben sind".

Auch das Hustler & Hustler Coupé ist ein Crossover, der zum aktiven Lebensstil der Kunden beitragen soll, die sich Sport und Natur auf die Fahnen geschrieben haben.

Der Hustler - das Wort ist hier wörtlich zu übersetzen mit Arbeitstier - soll vor allem viel Platz bieten, aber auch im Gelände bestehen können.

In der verkaufbaren Klasse der SUV ist das Honda Urban SUV Concept ernster zu nehmen als der Hustler.

Mit Details hält sich der Hersteller noch zurück, verspricht aber ein großzügiges Raumangebot, sportlich-markantes Design und große Variabilität dank mittig angeordnetem Tank.

Mit nur einem Handgriff kann der Kofferraum in eine ebene Ladefläche verwandelt werden.

Die neue Generation des Jazz soll ebenso wie der Crossover 2014 starten, ein Jahr später soll der SUV-Ableger in den USA auf den Markt kommen, danach in Europa.

Nissan zeigt auf der Tokio Motor Show auch die Studien IDx Freeflow und IDx Nismo. Ausgehend von der gleichen Basis zeigen beide höchst unterschiedliche Charaktere.

Um aber überhaupt eine Idee für die Autos zu bekommen, haben sich die Japaner mit den Menschen zusammengesetzt, die künftig ihre Autos kaufen sollen: Digital Natives. Menschen also, die meist nach 1990 geboren und von klein auf in einer digitalisierten Welt aufgewachsen sind.

Das 4,10 Meter lange Kompaktklasse-Coupé kombiniert deswegen ein einfaches Drei-Box-Design mit einem effizienten Antrieb und ...

... einem praktischen Innenraum, dessen Elemente sich teilweise auch in einem Wohnzimmer junger Menschen wiederfinden könnten. Moderne Technik ist den Kunden demnach ebenso wichtig wie reduziertes, aber zielführendes Design.

Die charakteristische äußere Formensprache betont den Drang nach Individualität und hebt den Nissan IDx Freeflow aus der Masse hervor, erinnert aber durchaus an den alten Datsun 510 und auch an den Ford Mustang.

Wie die Metropolen London und New York soll auch Tokio sein eigenes Taxi-Modell bekommen. Als Ausblick darauf präsentiert Toyota das JPN Taxi Concept.

Beim Antrieb trägt Toyota seinem Ruf als Hybrid-Pionier Rechnung. Zwar verbrennt das Tokio-Taxi wie fast alle Taxen in Japan Flüssiggas. Doch zum ersten Mal wird der Vierzylindermotor mit einem Elektromotor gekoppelt.

Ganz anders präsentiert sich Alpina in Tokio. Die Allgäuer Tuner haben dem Vierer-Coupé, kaum dass es auf dem Markt ist, auch gleich Beine gemacht.

Die Neuerscheinung hört auf den Namen B4 Biturbo Coupé und bietet für einen Grundpreis von 68.600 Euro 410 PS. Als Basistriebwerk dient der bekannte Dreiliter-Reihensechszylinder mit Aufladung; statt Twinscroll-Lader gibt es zwei vollwertige Turbinen.

Für den Standard-Sprint auf Landstraßentempo nennen die Tuner 4,2 Sekunden, eine elektronische Tempobegrenzung existiert bei den BMW-Modellen mit den markanten Schriftzügen nicht. Der Vierer rennt stattliche 305 Kilometer pro Stunde.

Anders als beim B4 Biturbo Coupé, dessen Zeitrechnung gerade erst begonnen hat, sind die Tage des SLS AMG gezählt. Doch kurz vor dem planmäßigen Produktionsstopp gibt es nun ein Abschieds-Sondermodell, wahlweise als Coupé oder Roadster.

Das will mit kleiner Auflage und spezieller Aerodynamik punkten. Premiere feiert der SLS AMG GT Final Edition zeitgleich auf der Tokio Motor Show und der LA Auto Show. Die 350 geplanten Einheiten des Sondermodells sind die endgültig letzten Fahrzeuge ...

... des 2009 erstmals vorgestellten AMG-Sportwagens. Die Basis bilden das Coupé beziehungsweise der Roadster in der erst Ende 2012 eingeführten GT-Variante. Von dieser stammt auch der 6,3-Liter-V8-Saugmotor in der mittleren Leistungsstufe mit 591 PS. Der Preis für das Abschieds-Modell beträgt beim Coupé 225.505 Euro, den Roadster gibt es für 233.835 Euro.

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