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Lange Zeit gab es nur Gerüchte um den Nachfolger des Opel Vectra.
Einen neuen Namen sollte er bekommen. Der wurde im letzten Jahr bekannt. Insignia wird sich das Mittelklassemodell aus Rüsselsheim nennen. Verheißungsvoll.
Mit einer Salami-Taktik gab Opel dann von Zeit zu Zeit neue Details preis. Die Rückleuchten gehörten zu den ersten Bildern, die zu sehen waren.
Mitte Juli war es dann soweit: Der Insignia fiel buchstäblich vom Londoner Himmel und landete auf der London Motorshow.
Dort erregte er viel Interesse unter den Fachbesuchern. Kein Wunder, ist das neue Mittelklassemodell doch eine der wichtigsten Neuvorstellungen für Opel und die Mutter General Motors.
Denn auch in den USA soll der Insignia auf lange Sicht dem angeschlagenen Auto-Giganten helfen wieder auf die Beine zu kommen.
Das Potenzial dazu hat er allemal. Mit viel Technik und einem innovativen, dynamischen Design hat Opel den Insignia höher positioniert als den Vorgänger Vectra.
Das Äußere ist eine Mischung zwischen Coupé und Limousine geworden.
Mit dem Paket könnte Opel der Konkurrenz wieder die Rücklichter zeigen, wie es der Ascona vor vielen Jahren schon vorgemacht hat.
Alles begann Anfang der siebziger Jahre. Der Ascona als Nachfolger des Opel Kapitän war der Traum der Bausparer-Generation. Benannt nach einem romantischen Badeort am Lago Maggiore in der Schweiz.
Zwischen 1970 und 1988 befuhr das Mittelklasseauto die Straßen Europas.
Einfache Technik, gepaart mit einem hohen Nutzwert machten den Erfolg des Ascona aus. Und er lag etwas unter dem Preis für die Autos der Konkurrenz von Volkswagen. Ganze Käufergenerationen konnte der Ascona an die Marke Opel binden.
1975 kam die erste Neuauflage des Erfolgsmodells. Die Kanten des Ascona B wurden weniger, das Auto aber auch etwas langweiliger.
Bei der letzten Neuauflage des Ascona 1981 war schon die Handschrift des Windkanals zu erkennen.
1988 schließlich folgte der Vectra. Der Start des Neulings fiel in eine schwierige Zeit für Opel. Der Konzern litt unter massiven Qualitätsproblemen. Davon war auch der Vectra nicht ganz frei.
Im Laufe der Zeit gab es zahlreiche Varianten des Vectra. Einen Turbo, einen Vectra 2000 und die Allrad-Version, um nur einige zu nennen. Doch keine schaffte es so richtig den Absatz anzukurbeln.
Ein frischeres Design und mehr Qualität brachte die Version B des Vectra. Zu Anfang war das Auto durchaus gefragt, doch an die Spitze der Mittelklasse schaffte es auch die zweite Variante des Vectra nicht.
Schließlich konnte Opel auch mit dem Vectra C nochmal zulegen.
Ein durchweg solides Auto zu einem vernünftigen Preis, so das recht einmütige Motto in der Fachpresse.
Doch bis zu den Kunden sprach sich dies nicht herum. Die machten weiterhin viel zu oft einen Bogen um den aufpolierten Vectra.
Das mag auch an seinem Äußeren gelegen haben. Mit seinen etwas klobig wirkenden Scheinwerfern polarisierte er durchaus.
An dieser Tradition will auch der Insignia festhalten. Auch er polarisiert, aber auf andere Weise.
Vor allem sein Äußeres dürfte den ein oder anderen Opel-Stammkunden etwas verschrecken. Doch sicher auch ein paar neue für das Modell interessieren.
Am Heck scheiden sich die Geister. Unruhig, zu viele kreuzende Linien, so die Expertenmeinung. Die Spoilerlippe bildet dennoch einen würdigen Abschluss.
Im Innenraum setzen sich die schwungvollen Linien des Insignia fort. Das Cockpit wirkt übersichtlich und aufgeräumt.
Ein mächtige Mittelkonsole mit dem opeltypischen Allround-Info-Display bildet den Mittelpunkt.
Sehr schräg hinten. Doch es scheint ausreichend Platz im Fond zu geben.
Innovatives gibt es von den Leuchten. Ein adaptives Scheinwerfersystem registriert verschiedene Fahrsituationen und passt die Beleuchtung der aktuellen Situation an.
Linientreu: Das Formenspiel am Heck.
Breite, verchromte Kühlerlippen zieren die Front des Insignia.
Einlenken zum Erfolg. Mit dem Insignia will Opel einen Imagewandel herbeiführen und somit neue Käuferschichten erschließen.
Der Insignia ist ein wichtiger Baustein für die gesamte Markenstrategie von General Motors. Opel hat im Zuge der Klimadiskussion und horrender Benzinpreise enorm an Bedeutung gewonnen.
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