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Kampf der Edelmonster: Porsche Panamera vs. Aston Martin Rapide

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Sie sind stark, schnell, luxuriös - und sehr teurer: Aston Martin Rapide und Porsche Panamera gehören zu den sportlichsten Viertürern, die es zu kaufen gibt. (Foto: Axel F. Busse)

Sie sind stark, schnell, luxuriös - und sehr teurer: Aston Martin Rapide und Porsche Panamera gehören zu den sportlichsten Viertürern, die es zu kaufen gibt.

Sie sind stark, schnell, luxuriös - und sehr teurer: Aston Martin Rapide und Porsche Panamera gehören zu den sportlichsten Viertürern, die es zu kaufen gibt.

Immer wieder wurde die Ähnlichkeit der beiden Luxuskarossen beschrieben. Doch je genauer man hinschaut, desto unterschiedlicher werden sie.

Mit fast 3500 Anmeldungen in Deutschland ließ der Panamera dagegen sogar die S-Klasse von Mercedes hinter sich.

In der Statistik des Kraftfahrzeugbundesamtes brachte es der Aston Martin Rapide im gleichen Zeitraum nicht mal auf 50 Zulassungen.

Dass Porsche auch elegant kann, hat die Designabteilung unter Michael Maurer gerade mit dem Konzept-Fahrzeug Sport Turismo bewiesen.

Anders der Aston Martin. Katzengleich duckt sich der tiefe Kühlergrill gegen den Boden, ein melodischer Schwung wächst aus der flachen Frontscheibe über die Kabine und ...

Der dort gezeigte Hauch von Leichtigkeit ist am Panamera allerdings noch spurlos vorüber gegangen.

... wirft einen gespannten Harmonie-Bogen bis zum steil abfallenden Heck. Wer bereit und in der Lage ist die 200.000 Euro für einen Aston Martin zu bezahlen, ...

... will beim Ambiente keine Kompromisse machen. Das leuchtend rote Leder-Interieur des Rapide-Testwagens trägt dem Wunsch nach Exklusivität Rechnung, natürlich gibt es auch weniger schwüle Farbtöne, so dass man die Klimaanlage nicht im Dauerbetrieb halten muss.

Nicht nur auf den Rücksitzen fühlt man sich wie im Neopren-Anzug, weshalb der Rapide als Chauffeurs-Wagen definitiv nicht in Frage kommt. Sportlich eng geschnitten ist auch das Cockpit, in die Sitzmulden schlüpft man zügig wie in einen Handschuh. Mit 36 cm Durchmesser ist das Lenkrad extrem klein, ...

... das des Porsches misst einen Zentimeter mehr. Die mittlere Konsole ist so reichlich mit Bedienelementen bestückt, dass die Orientierung einige Zeit in Anspruch nimmt.

Im Porsche kann auf den Rücksitzen auch mal der Chef Platz nehmen. Zwar teilt auch hier eine durchgehende Konsole die beiden Rücksitze, doch sie ist flacher gestaltet und lässt so mehr Bewegungs- und Kommunikationsfreiheit, wenn beide Plätze belegt sind. Sie sind so tief montiert, dass selbst 1,90-Meter-Hühnen elegant unter die Dachkuppel gleiten können.

Bei den Triebwerken der beiden Luxusliner wird der Unterschied dann aber doch sehr deutlich. Während der Panamera von einem V8-Zylinder-Motor mit 4806 ccm Hubraum befeuert wird, ...

... brummelt, schnaubt und röhrt im Aston Martin Rapide V12-Zylinder-Motor mit 5935 ccm Hubraum so majestetisch, dass man geneigt ist, alle Downsizing-Ideen rundweg anzulehnen.

Allerdings bringt es der Panamera in der Endgeschwindigkeit auf satte 303 km/h. Damit ist der Zuffenhausener genau 7 km/h schneller als der Brite. Um nicht abzuheben, wurde der Porsche mit einem elektrischen Heckspoiler ausgestattet, der geschwindigkeitsabhängig automatisch ausgefahren wird.

Auch wenn es sich bei Luxus-Schlitten dieser Preisregion eher um Schmuckstücke als um Fortbewegungsmittel handelt, sollten Fragen nach Nutzwert und Funktionalität nicht gänzlich unterbleiben. Das dachten sich gewiss auch die Konstrukteure des Rapide, als sie die Rückenlehnen im Fond beweglich gestalteten und so die Chance auf fast 900 Liter Gepäckvolumen schufen.

Beim Porsche ist es eher die unkomfortable Ladehöhe von 80 Zentimetern, die an der Nutzung des bis zu 1250 Liter großen Gepäckabteils hindert.

Serienmäßige Luftfederung und eine optionale aktive Chassis-Kontrolle lassen den Panamera so ausgewogen und nüchtern über den Asphalt gleiten, ...

... so dass man sich durch Blick aufs Markenlogo zuweilen der Emotionalität des Unterfangens erinnern muss. Sinnliches Vergnügen auf jedem Kilometer ist vom Aston Martin zu erwarten, ...

... der die Qualität von Handling und Bequemlichkeit durch Doppeldreiecks-Querlenker mit Stahlfedern und Adaptivdämpfern sicher stellt. Die durch Transaxle-Bauweise (Getriebe an der Hinterachse) ermöglichte ideale Gewichtsverteilung hilft, ...

... Spurtreue und Lenkpräzision zu gewährleisten. Nur selten wird der vornehme Brite sich auf Kopfsteinpflaster verirren, weshalb das bei solch einem Ausflug am Testwagen festgestellte Klappern in der Lenksäule wohl ein Ausnahmefall war.

Je genauer man hinschaut, desto größer werden die Unterschiede der angeblich so ähnlichen Viertürer. Und damit sind nicht die Preisdifferenz im Gegenwert eines Mittelklassewagens oder drei Liter im Durchschnittsverbrauch gemeint. Die Protagonisten basieren nicht nur technisch auf verschiedenen Antriebskonzepten, sie taugen auch zur sozialen Standortbestimmung der Nutzer.

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