24 Stunden von Le Mans 2010: Schlaflos an der Sarthe
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Samstagvormittag am Bahnhof von Le Mans.Bild 1 von 71 Noch deutet wenig darauf hin, dass ein paar Kilometer entfernt in wenigen Stunden das legendärste Langstreckenrennen der Welt starten wird.Bild 2 von 71 Die 24 Stunden von Le Mans. Oder wie der Franzose sagt: Les vingt-quatre heures du Mans.Bild 3 von 71 Wer sich dem Gelände nähert, wähnt sich zunächst auf einem Riesencampingplatz oder auf einem Festivalgelände.Bild 4 von 71 Doch da stehen sonst eher selten Aston Martins und Ferraris neben den Zelten.Bild 5 von 71 Le Mans ist ein Magnet für Motorsportverrückte - Perlen des Automobilbaus findet man auch abseits der Rennstrecke. Vor allem Briten haben sich auf den Weg über den Kanal gemacht, um ihre motorisierten Schätze zu präsentieren.Bild 6 von 71 Vom Oldtimer ...Bild 7 von 71 ... bis zum Muscle Car...Bild 8 von 71 ... Sportwagenklassiker...Bild 9 von 71 ... und moderne Luxusschlitten - ein Gang über die Parkplätze von Le Mans kommt an diesem Wochenende einem Besuch im Automuseum gleich.Bild 10 von 71 | Foto: Markus MechnichDie Bewegungsfreiheit ist auf dem vollen Gelände allerdings etwas eingeschränkt.Bild 11 von 71 Auf zwei Rädern kommt man deutlich schneller voran, viele Besucher haben das Auto deshalb gleich zu Hause gelassen.Bild 12 von 71 Und auch auf weibliche Begleitung verzichten die meisten an diesem Wochenende. Motorsport ist offenbar immer noch weitgehend Männersache.Bild 13 von 71 | Foto: Markus MechnichHunger leiden müssen die Herren nicht: Döner gibt's für sieben Euro.Bild 14 von 71 Haute Cuisine fällt heute eben mal aus.Bild 15 von 71 Und Bier ist bekanntlich auch sehr nahrhaft.Bild 16 von 71 Und soll ja auch weibliche Rundungen fördern.Bild 17 von 71 Wenn die Liebste nicht mit will, gibt es Alternativen für den Beifahrersitz. Der sympathische Plüschbursche kann zwar keine Karten lesen, hat sich aber ordentlich in Schale geworfen.Bild 18 von 71 Steve McQueen ist ohnehin eine Zier für den Wagen eines jeden Le-Mans-Besuchers.Bild 19 von 71 Heute heißen die Helden von Le Mans Tom Kristensen, Alexander Wurz oder Allan McNish.Bild 20 von 71 Schon am Vorabend sind die 168 Piloten durch die Stadt gezogen ...Bild 21 von 71 ... und haben sich bei der traditionellen Fahrerparade feiern lassen.Bild 22 von 71 | Foto: Markus MechnichGanz Le Mans ist auf den Beinen, wenn die Piloten durch die Innenstadt defilieren und Autogramme verteilen.Bild 23 von 71 Gerast wird noch lange genug, am Freitag werden die Wagen im Schritttempo gelenkt.Bild 24 von 71 So lässt sich auch viel besser das Rahmenprogramm würdigen.Bild 25 von 71 Wer sich an schönen Autos noch nicht sattgesehen hat, findet jenseits der Rennstrecke weitere Schmuckstücke. Die Hersteller haben ordentlich aufgefahren und zeigen historische und aktuelle Highlights ihrer Produktion. Audi hat den Ur-Quattro mitgebracht.Bild 26 von 71 Und eine weitere Motorsport-Legende: Den Audi 90 IMSA GTO, mit dem unter anderem Hans-Joachim Stuck und Rennlegende Walter Röhrl einst antraten.Bild 27 von 71 Der große Rivale Peugeot präsentiert den 908 HDi FAP. Der Prototyp geht in diesem Jahr zum letzten Mal ins Rennen. Für 2011 gelten neue Reglements in Le Mans, dann kommt ein neues Modell.Bild 28 von 71 Vor dem Start donnert eine Jägerstaffel der französischen Armee über die Start-Ziel-Geraden der Rennstrecke. Ein bewegender Moment für die technikverliebten Franzosen.Bild 29 von 71 Auch der FIA-Präsident Jean Todt besichtigt vor Beginn des Rennens die Strecke und die Boxenanlagen.Bild 30 von 71 Zwischendrin zeigen Firmen aus der Region Pays de la Loire ihr Können. Vorne steht ein Ford Mustang als Werbeträger, der Claas-Traktor hinten wird in der Region gebaut.Bild 31 von 71 | Foto: Markus MechnichEin Auto als Kunstwerk: Der BMW 3,0 CSL aus der Art-Car-Collection darf keinen Kratzer bekommen und wird unter einer Plastikkuppel präsentiert. Ein unbezahlbares Stück Automobilgeschichte.Bild 32 von 71 Auch dieses Jahr schickt BMW ein Art Car auf die Rennstrecke: Der M3 startet in der GT2-Klasse. Um 20 Uhr wird das Rennen für den Jeff Koons-Rennwagen mit der Startnummer 79 allerdings zu Ende sein. Künstlerpech? Nein, technische Probleme nach einem Reifenschaden.Bild 33 von 71 Doch der BMW ist bei weitem nicht der einzige, der auf der Strecke bleibt.Bild 34 von 71 | Foto: Markus MechnichNur die Hälfte der 55 gestarteten Fahrzeuge erreicht das Ziel.Bild 35 von 71 | Foto: Markus MechnichTom Kristensen hat Glück: Nachdem sein Audi bei einem Überholmanöver in der Porsche-Kurve im Kiesbett strandet, ist erst das Schlimmste zu befürchten. Doch zurück auf dem Asphalt zeigt sich: der R15 ist noch fahrtauglich.Bild 36 von 71 | Foto: Markus MechnichKristensen hat übrigens den größten Fanblock mitgebracht.Bild 37 von 71 Hunderte von Dänen sind gekommen, um zuzusehen, wie ihr Nationalheld schlussendlich auf Platz drei fährt.Bild 38 von 71 | Foto: Markus MechnichAuch die Niederländer haben einige Fahrer im Rennen. Am weitesten kommt David Harf. Mit der brachial röhrenden Chevrolet Corvette C6.R donnert er auf Rang 15.Bild 39 von 71 | Foto: Markus MechnichDiese Herren kommen zwar aus Belgien, haben aber auch ein Faible für Orange.Bild 40 von 71 | Foto: Markus MechnichHier wird die Modefarbe mit gewagtem Haarstyling kombiniert. Ausnahmsweise sind auch mal Mädels im Bild. Ansonsten sind die ja, wie schon gesagt, eher spärlich vertreten.Bild 41 von 71 | Foto: Markus MechnichEin Boxenluder mit hohem Testosteronspiegel auf dem Weg zum Nachtanken.Bild 42 von 71 Für den motorsportlichen Nachwuchs ist Le Mans natürlich Pflichtveranstaltung.Bild 43 von 71 Falls die Autos doch irgendwann langweilig werden, gibt es ja noch das Riesenrad.Bild 44 von 71 Besonders romantisch: Die Fahrt in der Abenddämmerung, untermalt von heulenden Motoren.Bild 45 von 71 | Foto: Markus MechnichDas Wetter bleibt während des gesamten Rennens trocken. Das freut nicht nur die Fotografen.Bild 46 von 71 Während sich das Publikum im Laufe der Nacht in die Zelte zurückzieht ...Bild 47 von 71 | Foto: Markus Mechnich... drehen die Fahrzeuge weiter ihre Runden - sofern sie nicht vorzeitig in die Boxen zurückkehren müssen. Ein Schicksal, das im Laufe der Nacht zahlreiche Fahrzeuge teilen.Bild 48 von 71 | Foto: Markus MechnichIrgendwann ist auch bei hartgesottenen Trinksportlern Feierabend - Sonntag früh um 6.30 Uhr sind nur noch die Fahrer richtig wach.Bild 49 von 71 Manche verlassen die Rennstrecke nicht einmal zum Schlafen.Bild 50 von 71 Die meisten ziehen sich aber doch lieber in die Zelte zurück.Bild 51 von 71 Im Morgengrauen wird es selbst am Rande der Rennstrecke von Le Mans etwas ruhiger. Die PS-starken Motorräder werden vom Tau belagert, die Zuschauer suchen die wenigen Stunden Schlaf, die in Le Mans zu haben sind.Bild 52 von 71 | Foto: Markus MechnichWenig später beginnen schon die Aufräumarbeiten. Man rollt die Isomatten zusammen und bringt den Müll raus.Bild 53 von 71 Wer seine Wechselwäsche vergessen hat, findet auf der Einkaufsmeile abseits der Rennstrecke kleidsamen Ersatz ...Bild 54 von 71 ... und zahlreiche Devotionalien.Bild 55 von 71 Peugeot-Fans haben am Sonntag nichts zu lachen. Bis zum Mittag sind drei Fahrzeuge ausgeschieden. Um 13.46 Uhr geht der letzte Peugeot aus dem Rennen: Motorschaden.Bild 56 von 71 | Foto: Markus MechnichDabei hatte es zunächst noch nach einem Sieg der Löwen ausgesehen. Morgens früh war die Peugeot-Welt noch in bester Ordnung. Der 908 HDi lag souverän in Führung. Doch nach einer Serie von Pleiten, Pech und Pannen platzt der Traum vom erneuten Sieg auf heimischem Terrain.Bild 57 von 71 Letztlich beweist der Konkurrent aus Ingolstadt den längeren Atem.Bild 58 von 71 Audi kann sich zwar nie an die Spitze setzen. Aber die Ingolstädter halten sich konstant im Rücken der führenden Peugeots.Bild 59 von 71 | Foto: Markus MechnichDiese ereilt bereits am frühen Abend der erste Ausfall. Pedro Lamy lenkt seine Nummer drei zu heftig über die Curbs. Der Unterboden und die Aufhängung werden beschädigt - das frühe Aus für den ersten von vier angetretenen Peugeots.Bild 60 von 71 An der Spitze zog lange der 908 HDi mit der Nummer eins souverän seine Runden. Allerdings nur bis in die Nacht. Dann muss der Peugeot mit Elektronikproblemen an die Box, kann aber nach schier endlosen zehn Minuten wieder herausfahren.Bild 61 von 71 | Foto: Markus MechnichKurz nach sieben Uhr früh schlägt das Schicksal bei Peugeot erneut grausam zu. Nummer zwei muss kurz nach sieben Uhr morgens aufgeben. Flammen schlagen aus dem Auspuff - Motorschaden.Bild 62 von 71 Gegen 13 Uhr ein erneuter Schlag ins Kontor: Zwei Stunden vor Rennende fällt auch der dritte Peugeot mit der Nummer eins aus. Die große Aufholjagd über die Nacht fordert ihren Tribut.Bild 63 von 71 | Foto: Markus MechnichNutznießer dieser Ausfälle ist das Auto mit der Nummer neun. Der R15 TDI zieht souverän und ungefährdet seine Runden. Drei Audis an der Spitze. Der auf Platz vier liegende Oreca-Peugeot fällt tragischerweise 80 Minuten vor Rennende auch noch aus. Die Peugeot-Katastrophe ist komplett.Bild 64 von 71 | Foto: Markus MechnichDas Audi-Siegerauto stellt gleich mehrere Rekorde auf. Es ist der schnellste Le-Mans-Sieg aller Zeiten, das Auto musste nur 33 Mal für insgesamt 20 Minuten an die Box und mit dem 26-jährigen Mike Rockenfeller ist der jüngste Sieger in der Geschichte von Le Mans an Bord.Bild 65 von 71 Aston Martin Racing mit dem deutschen Piloten Stefan Mücke kann sich einen beachtlichen sechsten Platz im Gesamtklassement sichern. Der Sound der V12-Motoren war bei jeder Durchfahrt ein Erlebnis.Bild 66 von 71 | Foto: Markus MechnichWährend die Kommentatoren im Peugeot-Zelt das Feld räumen ...Bild 67 von 71 ... wird bei Audi gefeiert.Bild 68 von 71 Doch nicht nur dort: Nach Rennende stürmen die Fans die Strecke und feiern alle Teilnehmer, die nach 24 Stunden ins Ziel gekommen sind.Bild 69 von 71 | Foto: Markus MechnichJetzt aber schnell ...Bild 70 von 71 | Foto: Markus Mechnich... nach Hause, das Bett ruft!Bild 71 von 71 | Foto: Markus Mechnich
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