Bilderserie

Träume Marke Eigenbau: Schrott-Lamborghini aus China

Bild 1 von 24
Wenn auf der Autoshow in Peking Lamborghini seine neuesten Boliden präsentiert, läuft tausenden Chinesen das Wasser im Mund zusammen. Doch leisten können sie sich einen solchen Wagen wohl nie. Aber aus Träumen wachsen ganz besondere Kräfte, ... (Foto: REUTERS)

Wenn auf der Autoshow in Peking Lamborghini seine neuesten Boliden präsentiert, läuft tausenden Chinesen das Wasser im Mund zusammen. Doch leisten können sie sich einen solchen Wagen wohl nie. Aber aus Träumen wachsen ganz besondere Kräfte, ...

Wenn auf der Autoshow in Peking Lamborghini seine neuesten Boliden präsentiert, läuft tausenden Chinesen das Wasser im Mund zusammen. Doch leisten können sie sich einen solchen Wagen wohl nie. Aber aus Träumen wachsen ganz besondere Kräfte, ...

... dachte sich der Chinese Wang Jian aus der östlichen Provinz Jiangsu. Er wollte schon immer einen Lamborghini haben. "Ich liebe Sportautos, seit ich ein Kind war", so der Chinese. Leisten konnte sie sich der Sohn eines Bauern aber nicht. Also, dachte sich der 28-Jährige, baue ich mir selber einen solchen Wagen.

Herausgekommen ist ein Lamborghini Revention aus dem Jahr 2007. Jedenfalls auf den ersten Blick: Eine niedrige Silhouette, die scharf gezeichnete Karosserie und sogar die Flügeltüren hat Wang Jian seinem Traumwagen spendiert.

Tritt man allerdings näher an den Wagen heran, wird deutlich, dass die Kopie des italienischen Supersportlers aus jeder Menge Schrott besteht. Befeuert wird der China Lambo mit dem Triebwerk eines alten VW Santana und etliche Teile der Außenhaut stammen von einem alten Nissan.

Auch sonst besitzt Wang Jians Lamborghini nichts, was ein Auto auszeichnet. Da fehlen die Windschutzscheiben ebenso wie die Scheinwerfer. Angesichts dieser unfreiwilligen Leichtbauweise soll der Schrott-Bolide aber immerhin 160 km/h schnell sein.

Und noch etwas: Mit seiner Klapperkiste hat es der Chinese zu einem gewissen Ruhm gebracht. Nachdem seine Geschichte in einigen Blogs zu lesen war, verbreitete sie sich schnell weltweit. Inzwischen reisen etliche Chinesen an, ...

... um sich mit der Replik fotografieren zu lassen. Wie lange Wang Jian seinen "Boliden" noch auf der Straße bewegen darf ist unklar. Behörden in seinem Wohnort sollen den 28-Jährigen bereits aufgefordert haben, Fahrten mit dem Schrotthaufen einzustellen, ...

... weil er einfach zu unsicher sei. Doch bis ein offizieller Bescheid kommt, wird Wang Jian mit seinem "Lambo" den Mist auf die Felder seines Vaters karren. Und das ist gar nicht so weit hergeholt, denn Lamborghini baute in den 1950er Jahren Traktoren.

Wang Jian ist nicht der einzige Chinese, der seine Träume mangels Geldes in eigenwilligen Blechkonstruktionen Leben verleiht. Der 53-jährige Farmer Zhang Jinduo baute mit Hilfe zweier Mechaniker seinen ganz eigenen Rennwagen.

Welche Anleihen er genommen hat, lässt sich kaum erahnen, aber der Gedanke an eine Renn-Rikscha ist nicht von der Hand zu weisen. Angetrieben wird der "Rennwagen" von einem ...

... Motorradmotor, der unter dem hinteren Sitz untergebracht ist und den "Wagen" auf 60 bis 80 km/h beschleunigt.

Angespornt durch die Idee von Zhang Jinduo baute sich auch einer der Mechaniker seinen eigenen "Rennwagen".

Das Prinzip ist das gleiche: Der Motorradmotor ist unter der langen Sitzbank verbaut ...

... und treibt den China-Boliden auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Dem Rennsport sehen sich auch die Brüder Zhao verpflichtet. Sie bastelten sich im Jahr 2008 einen Formel-1-Rennwagen zusammen.

Gut, angesichts der Maße haut es mit der Formel 1 nicht ganz hin. Der Wagen ist ...

... 3,1 Meter lang, 1,25 Meter breit und ragt an seinem höchsten Punkt 1,1 Meter in die Höhe.

Auch die Geschwindigkeit von etwa 60 km/h entspricht nicht ganz den Anforderungen der "Königsklasse" des Motorsports.

Dennoch sind Xiuguo und Xiushun überzeugt, den ersten chinesischen Formel-1-Rennwagen gebaut zu haben.

Auch ein Kasache gelangte vor zwei Jahren auf ähnliche Weise zu einigem Ruhm. Die Bilder seines selbst gebastelten Rolls-Royce machten im Netz die Runde.

Der Nachbau von Ruslan Mukanow ist optisch auch sehr gelungen. Basiert doch sein Rolls Royce Phantom auf einer alten Mercedes E-Klasse (W124).

An den 124er erinnern nur noch der Türrahmen und die Innenausstattung. Bereits 2009 hat der damals 24-Jährige in gerade mal vier Monaten ...

... und für etwa 3000 US-Dollar sein Traumauto entstehen lassen.

Inzwischen ist der Wagen in der kleinen Stadt Schachtinsk eine echte Attraktion.

weitere Bilderserien