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Die IAA für Pkw hat ihre Tore der Frankfurter Messehallen geöffnet.
Und die Welt des Automobils enthüllt ihre geheimsten Neuigkeiten - eine Leistungsschau der PS-Boliden, aber auch der Zukunftstrends in Sachen alternative Antriebe.
Aber die Show steht auch im Zeichen der Autokrise. Die Messe ist rund 25 Prozent kleiner als noch vor zwei Jahren. Einige Hersteller haben ganz abgesagt. Die Branche kocht eben mit Sparflamme.
Doch Totgesagte leben länger. Und noch strahlt die Autoindustrie Innovationskraft und Tatendrang aus.
Volkswagen eröffnet das Neuheitenfeuerwerk bereits am Vorabend der IAA mit einer eigenen Show.
Der Star ist der als Weltpremiere vorgestellte E-Up! - ein komplett neu entwickeltes Elektrofahrzeug. Die Elektromobilität ist eines der ganz großen Themen dieser Messe.
Spätestens 2013 will VW ein Auto ohne lokalen Schadstoffausstoß auf den Markt bringen. Der E-Up! soll zeigen, wie ein elektrisch angetriebener Stadtflitzer von VW aussehen könnte.
Und auch die Spekulationen um ein mögliches neues Ein-Liter-Auto von VW haben Ende: Ja, sieben Jahre, nachdem der damalige Konzernvorstand Ferdinand Piech mit einer windschnittigen Karbonzigarre von Wolfsburg nach Hamburg gerollt war, hat das Unternehmen jetzt eine Weiterentwicklung des Extremsparers präsentiert.
Der VW L1, in dem die beiden Insassen hintereinander Platz nehmen, wird vom kleinsten Dieselmotor angetrieben, den VW je gebaut hat und könnte 2013 in Serie auf den Markt kommen.
Bleiben wir in der VW-Gruppe: Seat will die Ibiza-Palette erweitern und enthüllt als Ausblick auf einen neuen Kombi in der Kleinwagenklasse die seriennahe Studie IBZ.
Doch nicht nur Sparen, sondern auch Protzen ist angesagt. Lamborghini stellt den auf 15 Exemplare limitierten Reventón Roadster vor.
Der Supersportwagen kostet über eine Million Euro und ist mit einem 6,5 Liter großen Zwölfzylinder im Heck und 493 kW/670 PS einem Kampfjet fast näher als einem Auto.
Audi legt in der A4-Baureihe eine neue Version auf und macht Bioethanol als Kraftstoff möglich. Zudem zeigt der Autobauer das schnellste Audi-Cabrio der Geschichte: den Supersportwagen R8 als Roadster-Variante.
Nach dem Motto "Rasen ohne Reue" zeigt Audi zudem den elektrisch angetriebenen Supersportwagen E-Tron. Zwar soll der vorerst ein Einzelstück bleiben, aber die Faszination für das elektrische Fahren wecken und die Bandbreite der technischen Möglichkeiten aufzeigen.
Vier Motoren - je zwei an der Vorder- und Hinterachse - treiben den Sportler an und machen ihn zu einem echten Quattro.
Skoda zeigt seinen Superb in der Kombi-Version, der noch in diesem Jahr in den Handel kommen soll.
Der Superb Kombi wartet mit pfiffigen Details, wie einer elektrisch aufschwingenden Heckklappe kombiniert mit einem automatisch zurückfahrenden Laderaum-Rollo, und neuen Optionen wie ein Panoramadach und ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem auf.
Bei Porsche spielt die Elektro-Zukunft noch keine so große Rolle wie bei anderen Herstellern.
Der Autobauer zeigt vor allem klassische Sportwagen: den 911 Turbo, zwei Supersport-Versionen der 911er-Reihe und ein weiteres Sondermodell.
Er wurde mit großer Spannung nicht nur von Ostalgikern erwartet: ...
... der "new Trabi". Nur in optischen Details erinnert der Trabant nT an den alten Trabant, ansonsten ist er ein durch und durch modernes Auto.
Schon 2007 warb der Karosseriebauer IndiKar mit einem Modellauto für den "Trabant nT": Eine Neuauflage des guten alten Trabis als Elektroauto. Nun ist die Idee Wirklichkeit geworden - die Karosserie ist knapp vier Meter lang und aus Kunststoff gefertigt. Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor mit 47 kW/64 PS, der den Trabant nT auf Tempo 130 beschleunigen soll.
Ganz frisch sein eigener Chef ist GM-Europe-Boss Carl-Peter Forster, der "NewOpel" führen soll - den noch zu gründenden Autobauer.
Nach der Einigung kurz vor Beginn der Messe war er natürlich ein gefragter Mann.
Als auserkorener Lenker von "NeuOpel" durfte er erst mal für "AltOpel" den neuen Astra vorstellen. Ein ganz besonders wichtiges Modell, von dem auch die Geschicke des neuen Autobauers entscheidend abhängen werden.
Auch die Preise des neuen Astra stehen nun fest. Er steht ab Dezember bei den Händlern - für mindestens 15.900 Euro.
Auch Mercedes wagt den Spagat zwischen Sparsamkeit und Sportlichkeit und zeigt eine Elektro-Fahrzeug-Studie und die Studie eines Wasserstoffautos.
Der Supersportwagen verschreibt sich der alten Schule und wartet mit einem atemberaubenden Design und 571 PS auf.
Highlight der Schwaben ist jedoch die Premiere des SLS AMG.
Der neue SLS AMG soll den Glanz aus den fünfziger Jahren wiederbeleben und wie sein Ahne der SL 300 eine Ikone werden.
BMW setzt weiter auf "Freude am Fahren", will dies jedoch ökologisch vertretbarer machen.
Die Bayern zeigen eine ganze Flotte von "Effcient-Dynamics"-Fahrzeugen, darunter den neuen BMW X6 Active Hybrid, sowie die siebener Baureihe als Active Hybrid.
Glanzstück ist jedoch der "Vision EfficientDynamics" - ein Sportwagen der Zukunft mit sehr geringem Verbrauch.
Elektromobilität ist auch bei den Franzosen das bestimmende Thema. Mit gleich vier batteriebetriebenen Fahrzeugen präsentieret sich Renault auf der IAA. Vom urbanen Einsitzer, dem unkonventionellen Stadtflitzer Twizy, ...
... über die Elektrovarianten des Kangoo Be Bop ...
... bis zur Familienlimousine Fluence mit einer Reichweite von 160 Kilometern ist alles dabei.
Peugeot präsentiert sich mit der Studie eines Elektro-Stadtflitzers. Der BB1 wird mit Motoren angetrieben, die in den Rädern montiert sind.
Außerdem stellt die Löwenmarke den serienfertigen 308 RCZ als Sportcoupé vor, der im Frühjahr in den Handel kommen soll.
Mit einer neuen Studie erinnert Citroën an die legendäre Ente - dreht deren Grundidee dabei aber komplett um. Der Prototyp-Hybride Revolte zeigt Willen zum Luxus.
Außerdem stellt der Autobauer den Kleinwagen DS3 vor. Der Dreitürer mit der technischen Basis des C3 soll Anfang 2010 in Serie gehen.
Doch trotz aller Konzentration auf zukunftsweisende Antriebe - auch echte PS-Größen wie Ferraris 458 Italia fehlen auf der IAA nicht.
Michael Schuhmacher persönlich ist angereist, um den Nachfolger für die Achtzylinder-Reihe vorzustellen.
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