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Mercedes SLS AMG: Traumwagen mit Ahnen

 
Mercedes SLS AMG: Traumwagen mit Ahnen

Lange war es ein offenes Geheimnis, dass Mercedes an einer Neuauflage des SL arbeiten würde. Jetzt ist das Gerücht Realität geworden.

Zur diesjährigen IAA zeigen die Stuttgarter den SLS AMG. Mit diesem Auto will man in die Liga der Supersportler zurückkehren.

Eine Reminiszenz an eine Sportwagenlegende ist die Front des SLS. Ein großer Stern auf einer horizontalen Finne war markant für den 300 SL. Der Wagen war in den fünfziger Jahren ein absolutes Traumauto.

Ein Auto für Stars und Legenden. Zsa Zsa Gabor hatte einen, Gina Lollobrigida, Romy Schneider und Clark Gable auch.

Heute ist er einer der begehrtesten Oldtimer überhaupt. Unter 400.000 Euro ist kein halbwegs vernünftiges Auto zu haben. Gut restaurierte Exemplare mit Historie können gerne mal 600.000 Euro und mehr kosten.

In diese großen Fußstapfen soll also der Neue treten. Das Design stellt die optische Verbindung her. Aber der 300 SL galt auch als echter Sportwagen mit faszinierenden Fahreigenschaften.

Gleichzeitig war er aber Stilkone mit den legendären Flügeltüren in der Coupé-Variante. Diese hat auch der SLS AMG zu bieten. Die öffnen bis zur einer Höhe von 1,50 Metern.

Sie sollen in einer Norm-Garage geöffnet werden können. Dennoch sollte man wohl beim ersten Test in einer neuen Garage vorsichtig sein. In diesem Auto möchte niemand Beulen haben.

Der Kühlergrill ist das markanteste Designelement in der Front des Fahrzeugs. Aber auch die seitlichen Luftauslässe sind eine weitere optische Verbindung zum Ur-Ahnen aus den fünfziger Jahren.

Die Kotflügel sind jedoch gegenüber dem Vorbild deutlich weiter ausgestellt. Dadurch wirkt das Auto muskulöser. Entsprechend der heutigen Fahrwerkstechnik liegt das Auto auch wesentlich tiefer und satter auf der Straße.

Aber wie ist es mit der Sportlichkeit? Mercedes verspricht atemberaubende Fahrleistungen.

Der SL spielt in der U4-Klasse. Das heißt, er sprintet unter vier Sekunden von 0 auf 100 km/h. 3,8 Sekunden sind es, um genau zu sein. Damit darf er sich in jedem Fall unter den Supersportwagen einordnen.

Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 317 km/h. Allerdings nur, weil das Auto bei diesem Tempo elektronisch eingebremst wird.

Solche Fahrleistungen ermöglicht ein Achtzylinder-V-Motor. Das Aggregat mit 6,3 Litern Hubraum ist bekannt aus dem C63 AMG. Allerdings haben die Ingenieure noch einmal Hand angelegt.

571 PS haben sie aus dem Motor herausgekitzelt. Das maximale Drehmoment liegt bei 650 Newtonmetern. 4750 Umdrehungen pro Minute braucht er dazu.

Kein Wunder also, dass der SLS so schnell auf Touren kommt. Aber Mercedes verspricht auch einen annehmbaren Verbrauch. 13,2 Liter sollen es im Mittel sein. Wohl nur für Gaspedalstreichler wirklich zu realisieren, aber was kümmert das einen SL-Besitzer wohl?

Das Auto wird mit der Spaceframetechnik gebaut. Nur vier Prozent der Karosserie sind aus Stahl. 20 Prozent sind Aluminium-Guss, 45 Prozent Alu-Profile und 31 Prozent Alu-Blech.

1600 kg wiegt das Auto damit. Für heutige Fahrzeuge ein guter Wert, den sonst Kompaktklasse-Autos wie der VW Golf vorweisen können.

Damit wird ein Leistungsgewicht von 2,84 Kilogramm pro PS erreicht. Ein Spitzenwert, selbst für Sportwagen.

Das Interieur lässt kaum Wünsche offen, ebenso wie die Liste der Sonderausstattungen. Sportsitze und -pedalerie sind Serie. Auch sonst gibt es noch ein paar nützliche Dinge ab Werk.

Dennoch dürfte es den gewillten SLS-Kunden etwas mehr als die 177.310 Euro kosten, bis dieses Traumauto in die heimische Garage rollt.

Ab Frühjahr 2010 ist er zu haben. Er hat schon einiges an Potenzial, dieser Mercedes SLS AMG. Ob es aber zur Ikone reicht, wird die Geschichte zeigen.

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