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Kundenzufriedenheitsstudie 2013: Wenn die Auto-Liebe nachlässt

Von Holger Preiss

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Die zufriedensten Kunden in Deutschland sind laut der Kundenzufriedenheitsstudie des ADAC mit einem BMW unterwegs. Und so wundert es nicht, dass auch im beliebten Segment der SUV mit dem X3 ein Bayer die Nase vorn hat. 
Unter allen Modellen, die in die Statistik eingeflossen sind, bekommt das SUV
aus München die meisten Punkte (80,6 von 100).

Die zufriedensten Kunden in Deutschland sind laut der Kundenzufriedenheitsstudie des ADAC mit einem BMW unterwegs. Und so wundert es nicht, dass auch im beliebten Segment der SUV mit dem X3 ein Bayer die Nase vorn hat. Unter allen Modellen, die in die Statistik eingeflossen sind, bekommt das SUV aus München die meisten Punkte (80,6 von 100).

Die zufriedensten Kunden in Deutschland sind laut der Kundenzufriedenheitsstudie des ADAC mit einem BMW unterwegs. Und so wundert es nicht, dass auch im beliebten Segment der SUV mit dem X3 ein Bayer die Nase vorn hat. Unter allen Modellen, die in die Statistik eingeflossen sind, bekommt das SUV aus München die meisten Punkte (80,6 von 100).

Dicht auf den Fersen der Bayern ist Audi mit dem Q5. Nur um 0,6 Punkte differiert das Ergebnis der beiden. Über alle Klassen hinweg liefern sich Audi und BMW ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Den dritten Platz bei den Sport Utility Vehicles belegt 2013 der Mercedes GLK. Das SUV aus Stuttgart hat sich mit 78,8 Punkten von 100 möglichen vor den ...

... Skoda Yeti mit 78,2 Punkten geschoben. Der wird ab November mit neuem Gesicht bei den Händlern erscheinen.

Von Platz drei auf Platz fünf verdrängt, ist der BMW X1. Vor zwei Jahren präsentierten die Bayern den X1, zu einer Zeit, als der Audi Q3 noch nicht auf dem Markt und von einem SUV der Mercedes A-Klasse noch keine Rede war. Schnell stürmte der bayrische Benjamin die Spitze seines Segments und führt die Liste der noblen SUV im Schrumpfformat seitdem an. Die Kunden gaben dem Bayern nur noch 78,1 Punkte.

Weniger begeistert geben sich die Fahrer eines Nissan Juke. Ganze 72,8 Punkte gibt es hier. Die Mission des Juke war eindeutig: Mittelfristig sollte er die Erfolge des größeren Qashqai wiederholen. Das scheint nicht zu gelingen.

Mit dem ix35 wollte sich Hyundai eine Scheibe vom großen SUV-Kuchen abschneiden. Das gelang auch, doch die Kundschaft ist über den soeben gelifteten Koreaner nicht so begeistert und gibt nur 72,7 Punkte. Vorletzter Platz.

Das Schlusslicht bei den SUV gibt der Hyundai-Konzernbruder Kia Sportage mit 72,4 Punkten. Warum das so ist lässt sich kaum erklären, denn die Journalisten zeigten sich zur Markteinführung mehr als begeistert.

Im Volumensegment der Kompakten hat Audi mit dem A3 die Kunden am meisten überzeugt. Insgesamt heimste der Ingolstädter 78,9 Punkte ein. 1996 waren Kompaktwagen günstig und einfach gestrickt. Dann kam der A3 auf der Basis des Golf IV. Er bot mehr Komfort, höherwertige Ausstattung und kräftige Motoren. Damit wurde er schnell zum Liebling nicht nur von Geschäftsleuten.

Vom dritten auf den zweiten Platz hat sich der BMW 1er geschoben. Erstaunlich, denn der 1er ist relativ klein und ziemlich teuer, selbst noch als Gebrauchter. In Sachen Alltagstauglichkeit kann er mit VW und Co. deshalb kaum mithalten.

Der meistverkaufte Kompakte konnte einen Platz gut machen und steht jetzt auf Rang drei. 75,9 Punkte gab es für den Dauerbrenner aus Wolfsburg. Beim TÜV gilt der Golf als solides Langzeitauto. Das Fahrwerk ist stabil, die Bremsen sind langlebig und die Auspuffanlage kennt Rost nur vom Hörensagen. Probleme machen in der Regel nur die elektronischen Sonderausstattungen.

Vom zweiten Platz verdrängt, findet sich der VW Scirocco jetzt auf Rang vier. Seit August 2008 ist das Sportcoupé in der dritten Generation erhältlich. Hergestellt wird der Flitzer übrigens in Portugal; er vereint 75,3 der 100 möglichen Punkte auf sich.

Abgeschlagen muss sich der Golf-Gegner, der Opel Astra, mit 66,3 Punkten und dem vorletzten Platz begnügen. Erstaunlich, denn der Rüsselsheimer wartete schon mit Extras auf, die es jetzt erst im Golf VII gibt. Vielleicht zehrt aber das angeschlagene Image an den Werten des Astra.

Auf dem letzten Platz findet sich die Löwenmarke wieder. Lediglich 65 Punkte gab es für den Peugeot 308. Es scheint so, als habe der Feinschliff, den die Franzosen dem 308 im Jahr 2011 angedeihen ließen, nicht dazu geführt, dass der Funke der Begeisterung auf die Kunden überspringt. Ab Oktober kommt aber der neue 308 und der hat das Zeug, den letzten Platz zu räumen

Auch in der Mittelklasse besetzen die Ingolstädter - wie schon in den vergangenen Jahren - die Spitze. Die größte Zufriedenheit zeigen Besitzer eines Audi A5. Insgesamt gab es für das Coupé 78,9 Punkte. Für Designer Walter de Silva ist der A5 das schönste Auto, das er je gezeichnet hat. Angesichts der Platzierung muss der schicke Mittelklässler aber noch andere Qualitäten haben.

Der BMW 3er ist nicht nur auf dem Gebrauchtwagenmarkt sehr beliebt, das zeigen die hohen Preise. In der Kundenzufriedenheit hat sich die 3er-Reihe der Bayern mit 78,8 Punkten auf Platz zwei verbessert. Die Schwächen der Baureihe E46, die zwischen 1998 und 2005 gebaut wurde, sind längst ausgemerzt.

Der Audi A4 ist eines der wichtigsten Modelle der Marke. Aber die Kundenzufriedenheit hat nachgelassen. Nach dem A5 und dem 3er BMW belegt er mit 77,9 Punkten nur noch den dritten Platz in der Mittelklasse.

Schlusslicht der Kundenzufriedenheit ist der Ford Mondeo, der mit 71,6 Punkten den vorletzten Platz belegt. Dabei zeichnen den Wagen ein hervorragendes Fahrwerk und ein üppiges Platzangebot aus. Allerdings ist er inzwischen zu lange auf dem Markt und die neue Modellreihe lässt weiter auf sich warten.

Letzter in der Kundenzufriedenheit des ADAC ist der Opel Insignia. Optisch macht der Rüsselsheimer Lademeister eine Menge her. Noch mehr nach seinem Facelift, das er gerade hinter sich hat. Das scheint die Besitzer aber nicht vollends zu überzeugen, denn lediglich 67,0 Punkte konnte er auf sich vereinen.

Bei den Hochdachkombis hat der VW Caddy mit 76,5 Punkten wieder die Spitze übernommen. Gedacht war der Caddy eigentlich als Fahrzeug für Handwerker. Inzwischen hat er sich zur ernsthaften Alternative des teureren Touran gemausert.

Bekannte Klage: Heutzutage sind Autos einfach viel zu teuer. Passende Antwort: der Dacia Logan MCV, ein großer Kombi für kleines Geld. Das kommt auch bei der ADAC-Umfrage heraus, denn der Rumäne belegt mit 73,6 Punkten Platz zwei in seiner Klasse. Im Juli ist der Logan zu Preisen ab 7990 Euro in die zweite Generation gegangen.

Wahrlich abgeschlagen präsentiert sich der Skoda Roomster. Im letzten Jahr noch auf Platz eins, muss er sich nun mit dem dritten Rang begnügen. Insgesamt schlugen hier nur noch 73,0 Punkte für den Tschechen zu Buche. Vielleicht müsste er doch etwas cooler und stylischer sein und nicht nur ganz unaufgeregt auf die Kerntugenden seiner Klasse setzen.

Abgeschlagen belegt der Citroen Berlingo mit 68,1 Punkten den letzten Platz bei den Hochdachkombis. Dabei haben die Franzosen jüngst erst ihr Modell überarbeitet. Und dabei ging es nicht nur um die Optik.

Der Mini ist ein Phänomen. Während schon sein Vorgänger unter Rover größte Erfolge feierte - und das, obwohl er einen Mängelkatalog wie eine Thora-Rolle hatte - ist er unter der Ägide von BMW zu einem zuverlässigen Bestseller mit Kultstatus geworden. Das wissen auch die Kunden und gaben 78,8 Punkte. Was den Briten auf Platz eins bei den Kleinwagen wuppte.

Den musste der Audi A1 abgeben. Bei der Überprüfung derk Kundenzufriedenheit, kam der Ingolstädter mit 76,2 Punkten nur noch auf Platz zwei. Angetreten war der A1 auch als angesagter Mini-Gegner. Den konnte er aber, wenigstens im Kundenbarometer des ADAC, nur einen Moment hinter sich lassen.

Platz drei bei den Kleinwagen geht an den Honda Jazz. Mit 75,1 Punkten kickte er den VW Polo von dieser Position. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Japaner vor einem Jahr die Preise für den Kleinwagen nach unten korrigiert haben.

Die Liste der Kleinwagen ist lang. An deren Ende stehen ein Deutscher, ein Franzose und ein Italiener. Doch der Reihe nach: Mit 66,3 Punkten ist der Citroen C3 einer der Letzten. Klein und rund ist er – und hat doch viele Ecken und Kanten. Bereits beim TÜV-Mängelreport musste der kleine Franzose Kritik einstecken. Ausgeschlagene Achsen, Verschleiß an der Lenkung, Inkontinenz beim Motor und Fehler bei der Beleuchtung sind die häufigsten Mängel.

Obwohl es ihn eigentlich gar nicht mehr zu kaufen gibt, ist er bei den Besitzern präsent. Leider nicht in positiver Hinsicht. Bei der Zufriedenheitsstudie des ADAC gab es lediglich 65,9 Punkte. Das sind aber immer noch mehr, ...

... als der Renault Clio verdient hat. Dabei hatten die Franzosen im Zuge der Abwrackprämie einen wahren Boom mit dem kleinen Stadtflitzer erlebt. Qualitativ ist er aber eine Katastrophe. Ärgerliche Pannen verursachen vor allem Ausfälle der Bordelektrik, schwächelnde Radaufhängungen und durchgerostete Auspufftöpfe. Ganze 65,4 Punkte gab es für den Franzosen.

Opel-Fahrzeuge waren jahrzehntelang bekannt für ihre Zuverlässigkeit. Dann gab es eine Zeit der Schwäche. Heute stimmt die Qualität wieder, was man auch am Kleinwagen Corsa sehen kann. Doch die Kundenzufriedenheit lässt weiter zu wünschen übrig. Lediglich 64,4 Punkte vergaben die ADAC-Mitglieder.

Aber die Franzosen können es anscheinend noch schlechter. Mit 60,8 Punkten liegt der Peugeot 206+ noch hinter seinen Landsleuten und dem Corsa. Dabei war der 206 eine Zeit lang das meistverkaufte Importauto in Deutschland und der bestverkaufte Peugeot in Deutschland überhaupt. Doch der günstige Kleinwagen hinterließ ob seiner Mängel eine teure Spur hinter sich.

Noch weniger Punkte erhielt der Fiat Punto. Mit 59,9 Zählern liegt er im Kundenbarometer lediglich auf dem vorletzten Platz. Deutlich preiswerter als ein Polo galt er lange Zeit als die preiswerte Alternative zum Wolfsburger. Die dritte und noch immer aktuelle Generation des Italieners ist seit 2005 auf dem Markt und mit etwas Glück für unter 4000 Euro zu finden. Allerdings erweist sich der Italiener häufig als Kostenfalle.

Bei den ganz kleinen Stadtflitzern hat sich der VW Up! aus dem Nichts an die Spitze katapultiert. Die Besitzer vergaben 75,1 Punkte. Damit verdrängte der Wolsfsburger Zwerg ...

... den Smart fortwo mit 72,9 Zählern von der Spitzenposition. Dennoch: Nicht nur, dass man den "Elefantenrollschuh" in fast jede Parklücke bekommt - er erfreut die Besitzer auch dadurch, dass er zuverlässig seine Arbeit verrichtet.

Dicht gefolgt wird der Smart vom Toyota Aygo. Bei ihm schlagen 71,7 Punkte zu Buche. Bei dem in Tschechien produzierten Stadtflitzer freuen sich die Reisenden vor allem über bequeme Sitze und sparsame Motoren. Allerdings wird bei den Selbstzündern häufig das Einspritzsystem bemängelt und über undichte Wasserpumpen geklagt.

Während der Clio keine Punkte sammeln konnte, hat sich der Renault Twingo sogar vor den Dauerbrenner Fiat 500 geschoben. Mit 67,2 Punkten erobert er den vierten Platz.

Der Fiat 500 hingegen bringt es nur noch auf 64,9 Punkte. Obwohl der kleine Italiener Charme hat, wird ihm auch ein Hang zur Schludrigkeit nachgesagt. Die Fans scheint es nicht zu stören.

Schlusslicht bei den Kleinstwagen ist der Kia Picanto. Von 100 möglichen Punkten gab es für ihn nur 63,0. Wichtigster Kaufgrund für einen Picanto ist immer noch der Preis: Schon das neue Modell gab es für weniger als 9000 Euro, für ein Fahrzeug aus Vorbesitz werden ab 2500 Euro fällig. Auch der Unterhalt ist recht günstig. Dafür sollte man einige Euro für Reparaturen zur Seite legen.

Seit 2011 rollt die Mercedes B-Klasse in der zweiten Generation. Deutlich attraktiver sollte sie vor allem jüngere Menschen ansprechen. Die Rechnung scheint aufgegangen zu sein, denn mit einem großen Satz hat sich der Kompaktvan mit 76,9 Punkten an die Spitzenposition katapultiert und alte Bekannte hinter sich gelassen.

Zum Beispiel den VW Touran. Der Bestseller schaffte es auf Rang zwei der Kundenzufriedenheitsstatistik. Der als Fünf- oder Siebensitzer erhältliche Kompaktvan erhielt 76,3 Punkte. Viel mehr gibt es hier auch nicht zu sagen. Außer vielleicht, dass auch der Touran seinen Preis hat.

Gefolgt wird der Touran vom großen Bruder Sharan. Der vereint 73,7 Punkte von 100 auf sich und bestätigt mal wieder, dass er das fast perfekte Familienauto sein könnte, wenn er nicht so teuer und so verdammt bieder wäre.

Weniger zufrieden zeigten sich die Besitzer eines Citroen C3 Picasso. Dabei sollte die "Spacebox" alles haben, was das Familienauto braucht: viel Platz bei kompakten Außenmaßen. Die Kunden fanden wohl doch einige Mängel und vergaben nur 68,4 Punkte.

Der Opel Zafira ist als Familien-Van beliebt. Er bietet bis zu sieben Personen Platz und hat dann noch Raum für Gepäck. So praktisch der Zafira ist, so schlampig ist seine Verarbeitung. Bei der TÜV-Mängelliste schneidet der Van deutlich schlechter ab als seine gleichaltrigen Mitbewerber. Das scheint sich auch in der Kundenzufriedenheit bemerkbar zu machen: 68,1 Punkte und der letzte Platz für den Rüsselsheimer.

Wer viel Geld für sein Auto bezahlt, scheint per se zufrieden zu sein. Die Kundschaft eines Audi A6 zeigt sich mit 81,9 Punkten sehr zufrieden. Der Audi A6 gehört zu den begehrtesten Modellen deutscher Autofahrer. Neu ist er aber fast nur für Firmenwagenfahrer bezahlbar. Gebraucht hingegen sind die Preise ziviler. Gut, dass hier auch die Qualität stimmt.

Die Spitzenposition in der Oberen Mittelklasse musste der 5er BMW abgeben. Dennoch, mit 80,8 Punkten reicht es für den zweiten Platz. Insofern gibt es hier auch nicht viel zu bekritteln. Vor allem sein sportlicher Charakter spricht die Kunden an.

Einen wirklichen Verlierer gibt es im Oberhaus nicht. Mit 80,2 Punkten liegt der Skoda Superb auf Platz drei im Kundenzufriedenheits-Ranking. Was am großen Skoda überzeugt, ist die konzerntypische Sorgfalt und die Preisgestaltung.

Als Neuwagen ist die Mercedes E-Klasse extrem teuer. Wer für weniger Geld Prestige und Komfort der Businesslimousine genießen will, kauft sie gebraucht. Doch dabei ist Vorsicht angeraten – denn nicht alle Modelle werden dem guten Ruf des Sterns gerecht. Vor allem die Modelle zwischen 2002 und 2009 haben ihre Macken. Vielleicht ist auch das der Grund, warum der Stuttgarter mit "nur" 79,0 Punkten hinter dem Tschechen landet.

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