Olympia: Pleiten, Pech und Silber: Kanadischer Jubel, deutsche Tristesse
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Fangen wir mit der guten Nachricht an: Die XXI. Olympischen Winterspiele sind nach dem zwölften Wettkampftag noch nicht beendet. Im Gegenteil, sie fangen erst richtig an.Bild 1 von 49 | Foto: REUTERSZumindest für die Kanadier. Die sind nach dem 7:3-Viertelfinalsieg ihrer Eishockey-Nationalmannschaft über Weltmeister Russland …Bild 2 von 49 | Foto: dpa... einfach nur happy.Bild 3 von 49 | Foto: REUTERSGegen die Russen spielten die Kanadier im vorweggenommenen Endspiel so, wie es sich die Fans zuvor allenfalls erträumt hatten: Voller Einsatz, ...Bild 4 von 49 | Foto: dpa... kombinationssicher, ...Bild 5 von 49 | Foto: dpa... eiskalt vor dem gegnerischen Tor.Bild 6 von 49 | Foto: dpaMangelnde Chancenverwertung wie beim 3:5 gegen die USA und selbst beim 8:2 über Deutschland ...Bild 7 von 49 | Foto: dpa... mussten sich die Kanadier diesmal nicht nachsagen lassen.Bild 8 von 49 | Foto: dpaResultat: Kanadischer Freudentaumel ...Bild 9 von 49 | Foto: dpa... und russische Depression.Bild 10 von 49 | Foto: dpaVon Freudentaumel ist das Wintersportland Deutschland nach dem zwölften Wettkampftag in Vancouver so weit entfernt wie Hertha BSC von der Tabellenspitze in der Bundesliga.Bild 11 von 49 | Foto: dpaAls nach einem mäßigen Tag alles besser werden sollte, wurde es nur noch schlimmer.Bild 12 von 49 | Foto: dpaAm schlimmsten kam es für die Deutschen im Eiskanal in Whistler, den die bis zur Besinnungslosigkeit euphorisierten ARD-Kommentatoren zuvor trotz des tragischen Todesfalls zu Beginn der Spiele in "Gold-Rush-Trail" umgetauft haben.Bild 13 von 49 | Foto: APIm vierten Lauf verlor Cathleen Martini in der extrem gefährlichen Kurve 13 ("Fifty-Fifty") die Kontrolle über ihren Bob.Bild 14 von 49 | Foto: dpaIhre Anschieberin Romy Logsch wurde bei Tempo 140 aus dem Schlitten geschleudert und rutschte hilflos durch die Eisrinne.Bild 15 von 49 | Foto: dpaNicht nur den Zuschauern, auch den Goldgräbern in der ARD dürfte in diesem Moment der Atem gestockt haben. "Da bleibt einem die Luft weg. Ich bin erleichtert, dass sie da halbwegs heil rausgekommen sind", sagte Thomas Schwab, Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland.Bild 16 von 49 | Foto: REUTERSRomy Logsch hatte Glück im Unglück: Sie erlitt Prellungen und Verbrennungen am linken Arm und Rücken.Bild 17 von 49 | Foto: dpaZudem zog sich die 28-Jährige eine Verletzung am linken Fuß zu.Bild 18 von 49 | Foto: dpaDie entgangene Medaille war vollkommen egal. "Als ich aufgestanden bin und gemerkt habe, dass kein Knochen kaputt ist, war ich einfach nur froh. Nach so einem Sturz denkt man nicht über Medaillen nach", behauptete sie.Bild 19 von 49 | Foto: dpaPilotin Martini kam mit dem Schrecken davon. Doch der Schock saß tief. Helfer führten sie von der Bahn, bei der anschließenden Untersuchung im Zielbereich brach sie in Tränen aus.Bild 20 von 49 | Foto: dpaWas sie anschließend sagte, dürfte indes wieder ganz nach dem Geschmack der Sportfunktionäre gewesen sein - Martini trauerte der verlorene Medaille nach: "Wenn wir zur Ruhe kommen, wird es sicherlich an einigen Stellen schmerzen. Aber im Moment tut es mehr innerlich weh. Ich bin auf Risiko gefahren, habe versucht, alles rauszuholen, konnte es aber nicht mehr retten."Bild 21 von 49 | Foto: APVor dem letzten Lauf hatte sie auf Rang vier liegend noch alle Chancen auf Bronze gehabt.Bild 22 von 49 | Foto: dpaSandra Kiriasis, die nach Silber in Salt Lake City und Gold in Turin diesmal Platz vier belegte, bemerkte hingegen trocken: "Sie hat sich nicht festgehalten, sonst fliegt man da nicht raus." Dass Anschieberin Logsch vor der Saison zu Martini gewechselt und Kiriasis anschließend im Weltcup hinterhergefahren war, spielte bei deren zynischer Analyse natürlich keine Rolle.Bild 23 von 49 | Foto: EPAAls sich Logsch wieder etwas erholt hatte, verneigte sie sich vor den Zuschauern.Bild 24 von 49 | Foto: dpaDie verneigten sich ihrerseits ...Bild 25 von 49 | Foto: AP... vor den Lokalmatadorinnen Kaillie Humphries und Helen Upperton, die auf der Heimbahn zu Gold und Silber fuhren.Bild 26 von 49 | Foto: APBDR-Sportdirektor Schwab hingegen war einfach nur frustriert: "Wir haben uns vorgenommen, in jeder Disziplin eine Medaille zu gewinnen. Da ist so ein Ergebnis frustrierend."Bild 27 von 49 | Foto: APRichtig tief saß der Frust auch bei den deutschen Skilangläufern nach dem 4 x 10 Kilometer Staffelrennen.Bild 28 von 49 | Foto: APNach Bronze 2002 und Silber 2006 hatte das DSV-Quartett insgeheim auf Gold gehofft. Heraus kam Platz sechs und damit einer der bittersten Momente für Axel Teichmann, Rene Sommerfeldt, Jens Filbrich und Tobias Angerer.Bild 29 von 49 | Foto: DPABeim Wachsroulette von Whistler hatte besonders Olympia-Pechvogel Axel Teichmann alles falsch gemacht.Bild 30 von 49 | Foto: DPABei stärker werdendem Schneefall ging bei Teichmann vor allem am Ende seiner zehn Kilometer fast nichts mehr: "Ich habe gekämpft bis zum Umfallen. Aber meine Füße waren nicht mehr so schnell wie mein Oberkörper. Ich habe fast gestanden."Bild 31 von 49 | Foto: APEr entschied sich anders als die Konkurrenz gegen einen No-Wax-Ski – obwohl der beim letzten Test schneller als der gewachste Ski gewesen war.Bild 32 von 49 | Foto: dpaAls Teichmann auf Routinier Rene Sommerfeldt übergab, hatte Deutschland mehr als 27 Sekunden Rückstand auf die Spitze, …Bild 33 von 49 | Foto: DPA… als er auf Schlussläufer Tobias Angerer übergab, waren es bereits 36,3 Sekunden auf das Spitzentrio - zu viel für Angerer, um noch auf einen Medaillenplatz zu laufen.Bild 34 von 49 | Foto: DPA"Da ist eine kleine Welt zusammengebrochen", sagte Schlussläufer Tobias Angerer: "Ich werde ein, zwei Tage brauchen, um das zu verkraften."Bild 35 von 49 | Foto: DPAGold ging an souveräne Schweden, Silber an Norwegen. Deren Schlussläufer Petter Northug startete zeitgleich mit Angerer in seine 10 Kilometer, kam mit den Bedingungen aber besser zurecht …Bild 36 von 49 | Foto: dpa… und sicherte Norwegen mit seinem bekannten Schlussspurt auf der Zielgeraden noch den kaum noch für möglich gehaltenen zweiten Platz vor den überraschend starken Tschechen.Bild 37 von 49 | Foto: APNoch keine Entscheidung gab es im Riesenslalom der Frauen. Dichter Nebel in Whistler verhinderte den zweiten Lauf.Bild 38 von 49 | Foto: REUTERSIm ersten Durchgang zeigten die drei deutschen Damen Viktoria Rebensburg (Rang 6/+0,35 Sekunden), …Bild 39 von 49 | Foto: dpa... Maria Riesch (Rang 7/+0,48 Sekunden) …Bild 40 von 49 | Foto: dpa… und Kathrin Hölzl (Rang 10/+0,69 Sekunden) eine überzeugende Leistung. Sie dürfen auf Medaillen hoffen, sofern der zweite Durchgang stattfinden kann. Vorn liegt momentan die Österreicherin Elisabeth Görgl.Bild 41 von 49 | Foto: DPAIhre Medaille sicher hat Stephanie Beckert (r.).Bild 42 von 49 | Foto: APDie 21-jährige Erfurterin gewann wie über 3000 Meter auch über die 5000 Meter Silber.Bild 43 von 49 | Foto: APSchneller war erneut nur die Tschechin Martina Sablikova, die nach ihrem zweiten Olympiasieg bekannte: "Ich hätte keine weiteren hundert Meter geschafft. Meine Oberschenkel fühlten sich an, als würden sie platzen. Ich will nur noch ins Bett."Bild 44 von 49 | Foto: REUTERSDort schlief Sablikova als erfolgreichste Winterolympionikin Tschechiens ein. Sie ist jetzt also die Claudia Pechstein ihres Heimatlandes.Bild 45 von 49 | Foto: REUTERSSchön und vor allem ganz schön spektakulär ging es am Cypress Mountain zu. Im Ski-Freestyle sprang die Australierin Lydia Lassila ...Bild 46 von 49 | Foto: AP... zu Gold.Bild 47 von 49 | Foto: REUTERSAcht Jahre nach ihrer Landsfrau Alisa Camplin kommt die Freestyle-Olympiasiegerin damit wieder aus "down under".Bild 48 von 49 | Foto: APIn Vancouver war es für die Aussies die zweite Goldmedaille - das sind zwei mehr, als die stolze Wintersportnation Finnland derzeit auf dem Konto hat.Bild 49 von 49 | Foto: dpa
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