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Montag, 03. Juli 2017

Busunglück auf der A9: 18 Menschen sterben in den Flammen

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Auf der A9 bei Hof kommt es zu einem schrecklich Unfall. (Foto: n-tv.de / stepmap.de)

Auf der A9 bei Hof kommt es zu einem schrecklich Unfall.

Auf der A9 bei Hof kommt es zu einem schrecklich Unfall.

Der Bus einer Reisegruppe von Senioren aus Sachsen fährt in einen Sattelzug, beide Fahrzeuge fangen Feuer ...

... und brennen komplett aus. Es bleiben nur Gerippe von Bus und Lkw am Autobahnrand übrig.

Vermutlich kommen 18 der geschätzt 48 Insassen ums Leben. Laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt sind bisher elf Leichen geborgen worden.

Die sterblichen Überreste weiterer Opfer würden in dem völlig ausgebrannten Bus noch gesucht, so Dobrindt.

Die 30 überlebenden Insassen wurden allesamt verletzt - einige von ihnen schwer. Fünf Rettungshubschrauber sind im Einsatz, um die Verletzten in die umliegenden Kliniken zu bringen.

Der Unfall ereignete sich in der oberfränkischen Gemeinde Markt Stammbach.

Der genaue Unfallhergang ist noch unklar. Dobrindt sagte, der Bus sei offenbar schräg auf den Lkw getroffen und habe sofort Feuer gefangen. Der Zusammenstoß ereignete sich am Ende eines Staus. Das Feuer muss sich rasend schnell ausgebreitet haben.

Experten meinen: Auch eine automatische Löscheinrichtung hätte die Katastrophe kaum verhindern können. "Sie darf nicht im Innenraum löschen", sagte Johannes Hübner, Sicherheitsexperte vom RDA Internationalen Bustouristik Verband in Köln.

Hübner erklärte weiter, im Armaturenbrett des Busses könnte es zu einem Kurzschluss gekommen sein. Auch wenn die Materialien in einem Bus feuerhemmend seien, breite sich der Brand schnell aus, wenn er nicht sofort gelöscht werde. "Die Beeinträchtigung ist vor allem der Rauch, der in den Innenraum dringt", sagte Hübner.

Wenn der Fahrer nicht mehr in der Lage war, die hintere Tür zu öffnen, könne das einer der Gäste gemacht haben. Meist würden aber Fenster eingeschlagen - doch tue man dies, ziehe der Rauch noch schneller durch den Bus. "Mit anderen Worten: Die Situation ist sehr schnell außer Kontrolle", sagte der Sicherheitsbeauftragte.

Zur Bergung und Identifizierung der Leichen wurden Spezialisten der Rechtsmedizin und des Bundeskriminalamts angefordert.

Etwa 200 Kräfte von Rettungsdiensten, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Polizei waren im Einsatz.

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