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Samstag, 22. Juli 2017

Flutkatastrophe vor 20 Jahren: Als an der Oder der Deich brach

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Vor zwanzig Jahren fluten braune Wassermassen in Tschechien und Polen etliche Städte und Dörfer. Tausende Menschen verlieren ihre Existenz. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Vor zwanzig Jahren fluten braune Wassermassen in Tschechien und Polen etliche Städte und Dörfer. Tausende Menschen verlieren ihre Existenz.

Vor zwanzig Jahren fluten braune Wassermassen in Tschechien und Polen etliche Städte und Dörfer. Tausende Menschen verlieren ihre Existenz.

Das Tief "Zolska" sorgt mit 586 Litern pro Quadratmeter für sintflutartige Niederschläge.

Als Brandenburg eine Hochwasserwarnung herausgibt, sind in Tschechien und Polen bereits 39 Menschen gestorben.

Am 17. Juli erreicht die Flut bei Ratzdorf Brandenburger Gebiet.

Das Pegelhäuschen des Ortes droht damals in den Wassermassen unterzugehen.

Es gilt die höchste Hochwasserstufe.

Kurz danach bricht 30 Kilometer weiter der erste Deich.

Bei Brieskow-Finkenheerd bahnen sich die Wassermassen ihren Weg. Das Technische Hilfswerk bringt Anwohner in die evakuierten Gebiete südlich von Frankfurt/Oder.

Bei Aurith klafft einen Tag später eine 200 Meter lange Deichlücke.

Viele Anwohner versuchen in letzter Minute, ...

... ihr Hab und Gut vor den Fluten in Sicherheit zu bringen.

Bald ist auch die letzte befahrbare Straße nach Aurith gesperrt. Bewohner und Bundeswehrsoldaten werden vom Technischen Hilfswerk per Boot versorgt.

In Ziltendorf werden 2800 Menschen evakuiert. Polizisten patrouillieren und sichern verlassene Häuser.

Das Wasser reicht teilweise bis unter das Dach.

Überall verbauen Tausende Helfer Millionen von Sandsäcken.

Unter ihnen ist auch der damals noch relativ unbekannte Brandenburger Umweltminister Matthias Platzeck.

Als "Deichgraf" wird er bundesweit bekannt. Er dirigiert ein großes Team von Katastrophenschützern und hat ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen.

Auch die Bundeswehr hilft während der Hochwasserkatastrophe.

30.000 Soldaten packen bis zu ...

... 18 Stunden am Tag mit an.

Viele arbeiten bis zur völligen Erschöpfung.

In Hohenwutzen ist der Deich durch das anhaltende Hochwasser sehr aufgeweicht. Er droht zu brechen. 6500 Menschen werden evakuiert.

Mehr als 600 Soldaten befestigen in dem kleinen Ort den Deich mit Planen und Sandsäcken - sie können das Schlimmste verhindern.

Erst Anfang August sind die gefährdeten Deiche wieder unter Kontrolle. Das Wasser sinkt.

Die Bewohner des Oderbruchs dürfen zurück in ihre Dörfer - das große Aufräumen beginnt.

Inzwischen rüstet Deutschland kräftig nach.

Mehr als 30 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in den Deichschutz investiert.

Das Oderhochwasser von 1997 hat einen Neuanfang im Hochwasserschutz bewirkt - damit sich Szenen wie vor 20 Jahren nicht wiederholen.

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