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Erinnern Sie sich?
Am 26. Juni 2006 wurde Deutschlands Braunbär Bruno ...
... abgeschossen.
Seitdem haben Wanderer ...
... und andere Lebewesen ...
... die bayerische Flora und Fauna wieder für sich.
Eine Spur der Verwüstung hatte Bruno angeblich hinter sich her gezogen.
Allem, was mindestens zwei Beine hatte, war ...
... das Tier ...
... auf den Fersen.
Aber dann nahm der Ausflug des Migranten in die Bayerische Bergwelt ein blutiges Ende.
Alle Aufrufe, dem Tier nur einen Schuss mit einem Betäubungsgewehr zu verpassen, verhallten in den Weiten der süddeutschen Bergwelt.
Bruno, oder auch JJ1 genannt, hatte keine Chance. (Auf dem Foto ein amerikanischer Kollege.)
Der seit Wochen im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet umherstreunende Bär wurde in der Nähe des Spitzingseegebiets im Landkreis Miesbach von Jägern erschossen.
Nach wochenlangen vergeblichen Versuchen, das Tier lebend zu fangen, war Bruno zum Abschuss freigegeben worden.
Kurz zuvor war das Tier mehreren Mountainbikern begegnet. Sie sahen ihm zu, wie er durch den Soinsee im Landkreis Miesbach schwamm.
Danach wurde er von drei Wanderern dabei beobachtet, wie er ins Gebirge aufstieg.
Heute leben auf unserem Kontinent nach Angaben der Umweltstiftung WWF etwa 50.000 Exemplare, die meisten von ihnen in Osteuropa.
Und einer war bei uns.
"Der Braunbär ist in Bayern willkommen." Das sagte Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) noch am 18. Mai 2006.
"Es ist ein Raubtier, und es wird rauben, wenn es da ist - es braucht ja etwas zu fressen." Das sagte der Sprecher des Landesjagdverbandes Bayern, Thomas Schreder, am 19. Mai.
"Der Bär ist zu einem Problembären geworden. Der Bär ist ganz offensichtlich außer Rand und Band." So Schnappauf bereits am 22. Mai in München.
"Es wäre besser gewesen, der Bär hätte sich vernünftig verhalten und eingegliedert." Der Sprecher des Bundesamtes für Naturschutz in Bonn, Franz Emde.
"In den Ländern rund um Deutschland lebt der Bär friedlich mit der Bevölkerung zusammen. Dagegen greifen wir sofort zu dieser typisch deutschen Lösung und machen uns so weltweit lächerlich", bedauert der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl.
Der aus Bayern stammende Bundesminister für Verbraucherschutz, Horst Seehofer (CSU): "Mit einem Bären wird die bayerische Staatsregierung in eigener Zuständigkeit sicher noch fertig werden."
Ach ja?
"Der Papst hat mit der Aufnahme des Bären in sein Wappen mit hoher Autorität das Heimatrecht des Bären in Bayern neu bekräftigt." Der Sprecher des Erzbischöflichen Ordinariats in München, Winfried Röhmel.
"Das WM-Motto 'Die Welt zu Gast bei Freunden' ...
... muss auch für den Bären gelten." Der Präsident des Naturschutzbundes NABU, Olaf Tschimpke, war dieser Meinung.
"Unser Bär ist scharf auf Schafe und Honig, aber nicht auf eine Bärin." Der Sprecher des bayerischen Umweltministeriums am 21. Juni zu dem Vorschlag, den 2 Jahre alten Bruno mit einer Bärin zu locken.
"Wenn ein normaler Bär sich wieder einmal nach Tirol verirrt, heißen wir ihn herzlich willkommen." Tirols Landesrat Anton Steixner nach Erneuerung der Abschussgenehmigung.
Das Leben in Bayern folgt strikten Regeln: "Bären dürfen Schafe reißen und Bienenstöcke aufbrechen, aber wenn sie in Siedlungsgebiet nach Futter suchen, haben sie in Bayern nichts zu suchen."So Bärenexperte Manfred Wölfl vom bayerischen Umweltministerium am 15. Juni.
"Es gibt den unauffälligen Bären, das ist der Bär, den wir wollen." Das Leben ist kein Wunschkonzert, möchte man da dem bayerischen Bärenbeauftragten Manfred Wölfl zurufen.
"Bruno entwickelt sich immer mehr zum Fluchtbären." Thomas Schönherr, Sprecher der Tiroler Landesregierung.
"Den Bären zu verfolgen ist wie Bungee-Jumping ohne Seil." Bärenbeauftragter Manfred Wölfl, nachdem drei Wanderer dem Bären ins Gebirge gefolgt waren.
"Wir appellieren an die Jäger und an den Landesjagdverband, jetzt mitzuhelfen, dass der Bär aus der Natur entfernt wird." Bayerns Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard nach Abreise des finnischen Fangteams.
Bären aufgebunden? "Die Polizei ist hervorragend ausgebildet für die Jagd nach Verbrechern - aber nicht für die Bärenjagd." Rainer Riedl, Sprecher des bayerischen Innenministeriums.
"Es ist unwürdig, das große Wildtier Bär an einem Tag zu begrüßen und am nächsten Tag zum Abschuss freizugeben." Der bayerische Landesvorsitzende des Deutschen Tierschutzbundes, Manfred Fleischer.
"Mich kriegt ihr nie!" - ...
... eine der Aufschriften auf einem der T-Shirts, ...
... die im Internet angeboten wurden.
Der Bär hat sein Verhalten übrigens bei seiner Mutter in Trentino gelernt - so der Bärenbeauftragte. Vielleicht hätten wir ihm einfach auch mal eine Torte backen sollen.
Hier sehen wir den Bären auf einem letzten Foto. Ruhe in Frieden, Bruno.
Wir werden Dich nicht vergessen! (Alle Bilder: AP/ dpa)
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