Naturschützer und Medienstar: Bernhard Grzimek zum 100.
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"Guten Abend, meine lieben Freunde": Mit diesen Worten und einer unverwechselbaren Stimme begann Bernhard Grzimek seine Sendung "Ein Platz für Tiere".Bild 1 von 34 | Foto: dpaSeit den 1950er Jahren saßen tausende von Familien gespannt vor den Fernsehgeräten, ...Bild 2 von 34 ... um die Tiersendung des bekannten Tierarztes und Direktors des Frankfurter Zoos sowie seine tierische Begleitung zu sehen und zu hören.Bild 3 von 34 | Foto: APGrzimek brachte fast 30 Jahre lang zur besten Sendezeit Zootiere als Co-Moderatoren mit ins Studio, darunter Geparden, Schweine, Schlangen und natürlich Affen.Bild 4 von 34 | Foto: dpaIn der Live-Sendung "Ein Platz für Tiere" stellte der Professor und Verhaltensforscher verschiedene Tierarten vor, zeigte Filme zum Thema und erklärte Besonderheiten.Bild 5 von 34 | Foto: dpaDas Zeug zum Medienstar und zur perfekten Selbstinszenierung hatte Prof. Dr. Grzimek Zeit seines Lebens. Die Tiere und besonders die Tierbabys halfen ihm dabei.Bild 6 von 34 Bereits 1942 machte der Tierarzt Schlagzeilen: Als Beweis für seine Fähigkeiten als Verhaltensforscher stand er allein als Dompteur mit sechs Zirkustigern in der Manege des Zirkus Sarrasani und ließ sie nach seiner Pfeife tanzen.Bild 7 von 34 | Foto: dpaSein Anliegen war es, besonders bedrohte Arten zu schützen und unbeliebte oder als gefährlich eingestufte Tiere ins richtige Licht zu rücken.Bild 8 von 34 Auf unterhaltsame und manchmal auch provozierende Art und Weise vermittelte der Professor ein breites Wissen an seine Zuschauer.Bild 9 von 34 Besonders ans Herz gewachsen war ihm die Serengeti und die darin lebenden Tiere.Bild 10 von 34 Er besuchte die afrikanische Savanne regelmäßig, filmte und forschte dort.Bild 11 von 34 Grzimek verstand es wie kein anderer zu dieser Zeit, die neuen Massenmedien Film und Fernsehen für seine Ziele zu nutzen.Bild 12 von 34 | Foto: picture-alliance/ dpaIn einer seiner Sendungen behauptete er einfach, dass es Pauschalreisen nach Ostafrika gäbe. Doch das war glatt gelogen, brachte aber den gewünschten Effekt.Bild 13 von 34 | Foto: picture-alliance/ dpaTourismusunternehmen fürchteten daraufhin, einen Trend zu verschlafen und nahmen tatsächlich Ostafrika-Reisen in ihr Angebot auf.Bild 14 von 34 | Foto: APDer Tierschützer kurbelte so bewusst den Tourismus in Ostafrika an.Bild 15 von 34 Grzimek bekannte sich klar und öffentlich gegen Pelzmäntel, denn nur ein Ozelot selbst brauche ein Ozelotfell und ...Bild 16 von 34 | Foto: picture-alliance/ dpa... sehr zum Unmut der katholischen Kirche, setzte er sich für Familienplanung und Empfängnisverhütung ein.Bild 17 von 34 Zuviele Menschen auf der Erde bedeuteten weniger Lebensraum für bedrohte Tiere, so seine provozierende aber plausible Erklärung.Bild 18 von 34 Auch sein Ausspruch: "Es wäre besser um die Welt bestellt, wenn sich die Menschen wie Löwen benähmen" ist legendär.Bild 19 von 34 | Foto: picture alliance / dpaBernhard Grzimek gilt bis heute als Vorreiter des modernen Tier- und Umweltschutzes.Bild 20 von 34 | Foto: APFür seinen 1959 entstandenen Dokumentarfilm "Serengeti darf nicht sterben" erhielt der Professor 1960 als erster Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg einen Oscar.Bild 21 von 34 Doch der Film brachte ihm nicht nur Ruhm und Ehre ein.Bild 22 von 34 Während der Dreharbeiten verlor Grzimek seinen Sohn Michael durch einen Flugzeugabsturz. (Nachbau des früheren Flugzeugs des Tierforschers)Bild 23 von 34 | Foto: picture-alliance/ dpaGrzimek konnte diesen Schicksalsschlag sein Leben lang nicht verkraften. Seine Ehe zerbrach daran und er ließ sich scheiden.Bild 24 von 34 19 Jahre nach dem Tod seines Sohnes heiratete er Michaels Witwe Erika.Bild 25 von 34 Grzimek versuchte sehr, sein Privatleben vor der Öffentlichkeit zu schützen. Seine Medienauftritte dagegen waren durchinszeniert und publikumstauglich.Bild 26 von 34 Mit einem grandiosen Organisationstalent sammelte Grzimek 30 Millionen DM an Spenden für den Naturschutz und ermöglichte damit auch die Umwandlung des kenianischen Meru-Gebietes in einen Nationalpark.Bild 27 von 34 Grzimek war der erste, der erkannt und gefordert hatte, dass die Afrikaner selbst ihre Natur schützen müssten, erzählt Manfred Niekisch, Nachfolger Grzimeks als Direktor im Frankfurter Zoo und Professor für internationalen Naturschutz.Bild 28 von 34 Bernhard Grzimeks Leistungen fanden auch über seinen Tod hinaus Beachtung. Am 24. Juli 2009 wäre er 100 Jahre alt geworden.Bild 29 von 34 Ihm zu Ehren wurde am 24. April 2008, dem 99. Geburtstag, die Straße am Eingang zum Frankfurter Zoo in Bernhard-Grzimek-Allee umbenannt.Bild 30 von 34 Zum 100. Geburtstag brachte die Deutsche Post eine Grzimek-Briefmarke heraus.Bild 31 von 34 | Foto: APAm 13. März 2012 jährt sich der Todestag des Tierforschers zum 25. Mal. Bernhard Grzimek starb so, wie er lebte, ...Bild 32 von 34 | Foto: picture-alliance/ dpaGemäß seines Wunsches wurde die Urne Grzimeks am Ngorongoro-Krater in Tansania neben der seines Sohnes Michael beigesetzt.Bild 33 von 34 | Foto: APGrabtafeln erinnern dort an die beiden. (Alle nicht bezeichneten Bilder dpa)Bild 34 von 34
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